Nachtrag zum Vorfall Zlaimalm/Weißenbachalm. Almbauern ersuchen um Kooperation

Beim heutigen Gespräch (4. August) mit dem Vertreter der Bad Mitterndorfer Almbauern, dem Almobmann Peter Neuper, das in sachlicher und angenehmer Atmosphäre stattgefunden hat, ist die Sichtweise auf den gestrigen Vorfall klarer geworden. Eines vorweg: Die Almbauern denken nicht an eine Sperre dieser Alm, sondern wollen ein Miteinander zwischen Almwirtschaft – Tourismus – Landwirtschaft. Das ist Neuper besonders wichtig.

Insgesamt befinden sich auf der Zlaimalm 56 Tiere, Jungvieh und Mutterkühe. Die Straße zu dieser Alm ist vor Jahren von den ÖBf zum Abtransport des Holzes nach einem großen Windwurf errichtet worden, die die Bauern auch zur Zufahrt benutzen. Es gibt keinen „Halter“, die Bauern kontrollieren täglich selbst den Bestand. Grundsätzlich hat man auf der Ostseite der Alm ein Zaungatter errichtet, aber keine besonders guten Erfahrungen damit gesammelt, weil es des öfteren offen gelassen wurde. An der Westseite gibt es einen Weiderost, den Tiere allerdings manchmal überspringen oder überwandern, wie der Obmann mit Beispielen belegt. Die Bauart der Weideroste habe sich im Vergleich zu früheren Zeiten verändert, weil sich die Tiere dort manchmal ernstlich verletzen konnten. Die jetzige Bauart garantiere aber kein 100%iges Eingrenzen. Aus diesem Grund sei das Weideband am Beginn des Rostes angebracht worden, das an der Seite abgehängt werden kann.

Grundsätzlich findet man auf der Alm viele Wanderer (auch das kann mittlerweile schon ein Problem sein), aber auch Radfahrer, die den Weg zur Kochalm befahren wollen, obwohl er nirgends als Radweg ausgewiesen ist. Beim gestrigen Vorfall dürfte das Band nicht oder zu spät gesehen worden sein, für Wanderer ist das Band aber doch klar ersichtlich. Um weitere Zwischenfälle zu vermeiden, ersucht Peter Neuper die Biker darum, ausschließlich die Radwege zu benutzen.

PS Dem Appell möchte sich das Ausseer Regionalfernsehen in jeder Hinsicht anschließen, aber auch darauf hinweisen, dass ein VerIRRen vom Weg immer möglich sein kann.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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