Unsere Betriebe – unsere Wirtschaft: Die Loser Bergbahnen

Die Geschichte des Loser als Skiberg begann im Jahre 1965 mit der Gründung einer Straßenbau- und Betriebs-GmbH durch Josef Buttinger, Franz Frischmuth und Arthur Klohs. Die ursprüngliche Idee hinter dieser Initiative war die Errichtung einer Gondelbahn mit Talstation direkt im Ort Alaussee. Als Alternative schritt man schließlich – vier Jahre später – zur Errichtung der Straße.
Bis 1973 war das Projekt (in Kooperation mit dem Land Steiermark) inklusive einer Piste – der noch heute in Betrieb befindlichen FIS-Talabfahrt – abgeschlossen. 

1973 wurde der erste Straßenabschnitt der Straße fertiggestellt – und damit hieß es „Piste frei“ am Loser. Denn die Straße war damals Aufstiegshilfe: Mit Bussen wurden Skifahrer auf den Berg gebracht, damit sie die Talabfahrt benutzen konnten. Erst in den Jahren danach wurden Schlepplifte am Hochplateau errichtet. Auch Sesselbahnen entstanden, ebenso das Bergrestaurant Loseralm.

Ab 1992 investierte das Unternehmen in Beschneiungsanlagen, später wurden zwei Sechser-Seilbahnen gebaut. Aus der alten Straßenbaugesellschaft sind inzwischen längst die Loser Bergbahnen GmbH & Co KG entstanden. Getragen wird das Unternehmen von fünf Gesellschaftern: Hannes Androsch als Mehrheitseigentümer, Alois Grill und den drei Ausseer Gemeinden Altaussee, Bad Aussee und Grundlsee. Heute ist der Loser als Ganzjahresattraktion ein wesentlicher touristischer Leitbetrieb für das steirische Salzkammergut. Die 33 Kilometer Pisten zwischen 800 und 1800 Meter Seehöhe locken pro Winter rund 100.000 Skifahrer an. Die historische Panoramastraße ist in den Wintermonaten allerdings gesperrt.

2016 wurde über eine Crowdfunding Aktion die neue Beschneiungsanlage finanziert: Die Investition in die Vollbeschneiung des Loser beruhte auf drei Säulen: Land Steiermark, Eigentümer der Loser-Bergbahnen trugen drei Viertel der Investitionssumme von rund 4 Mio. Euro. Das verbleibende Viertel wurde über die Crowdfunding-Initiative, bei der sowohl regionale Wirtschaftsbetriebe als auch private Unterstützer mitmachten, aufgebracht.

2018 erfolgte dann die Inbetriebnahme der gesamten Anlage: Zwei Sätze Hochdruckpumpen mit je 560 Kilowatt Antriebsleistung liefern 120 Liter Wasser in die Beschneiungsleitungen. Diese neue Anlage wird vollautomatisch gesteuert. Der 70.000 Kubikmeter fassende und randvoll mit Wasser gefüllte Schneiteich bildet, zusammen mit dem Augstsee, das Wasserreservoir.

Der Beschneiungsteich/©Martin Margotti 

Die Straße

Auf einer 9 km langen Mautstraße kann der Berg fast bis zur Spitze befahren werden. Vor dem Loser-Restaurant auf 1.600 m befindet sich ein geräumiger Parkplatz, von dem aus mehrere Touren unternommen werden können. Auf 1.643 m, in unmittelbarer Nähe des Restaurants, befindet sich der Augstsee – ein attraktives Wanderziel mit kurzer Gehzeit. Von hier führt der Weg weiter, vorbei am Loser-Fenster über den Hochanger – bis zum Gipfel auf 1.838 m.

Am Loser erstreckt sich eines der wichtigsten Skigebiete des Ausseerlandes, insgesamt über 1.000 Höhenmeter. Die Abfahrt führt direkt an der Loserhütte (1.498 m), dem zweiten Gastronomiebetrieb, vorbei.

Gipfelkreuz

Das Gipfelkreuz am Loser wurde im Jahr 1963 von Mitgliedern des Allgemeinen Turnvereins Schwanenstadt (ÖTB) erbaut. Die Einweihung fand am 22. September 1963 am Gipfelplateau statt. Die Idee stammte von Hartmut Dutzler aus Schwanenstadt; die Durchführung und Bauleitung oblag Karl Pühringer. Der Transport des vierteiligen Kreuzes zur Karl-Eben erfolgte durch den damaligen Hüttenwirt Rudolf Loidl mit seinem Puch-Haflinger. Ab der Karl-Eben wurde das Kreuz mit der Materialseilbahn zur Loserhütte transportiert. Von dort trugen die Turner das Kreuz zum Gipfel. Die Höhe der Stahlkonstruktion beträgt 4 m, der Querbalken ist 2,03 m lang. Das Gesamtgewicht beträgt knapp 400 kg ohne Grundkonsole und Befestigungsmaterial.

Das Loserfenster ist ein natürlich entstandenes Felsentor und stellt ein beliebtes Fotomotiv auf dem Wanderweg zwischen dem Augstsee und dem Losergipfel, knapp oberhalb der Bergstation des Loserfenster-Sesselliftesdar. Durch das Loserfenster blickt man auf die tiefer gelegene Gschwandtalm im Talschluss des Rettenbachtales und den Gipfel des Schönberges.

Loser-Solarkraftwerk

Auf dem Loser-Südhang in 1.600 m Höhe befindet sich eine Photovoltaikanlage. Durch die reine Luft und weitgehende Nebelfreiheit und durch Schneereflexion im Winter herrschen auf Bergen allgemein bessere Bedingungen um Solarstrom zu gewinnen. Das Loser-Solarkraftwerk wurde von 1988 bis 1989 errichtet und besteht aus 598 Solarmodulen mit einer Gesamtoberfläche von 263,4 m². Die Modulneigung von 60 Grad sorgt für eine ausgeglichene Energielieferung das ganze Jahr hindurch. Drei Einheiten (aus den USA, Japan und Deutschland) liefern bei optimalen Bedingungen etwa 30 kW Leistung, die in das Netz der Energie AG eingespeist wird.

Loser
Höhe1837 m ü. A.
LageSteiermarkÖsterreich
GebirgeTotes Gebirge
Dominanz0,5 km → Hochanger
Schartenhöhe82 m ↓ Scharte zum Hochanger
Koordinaten47° 39′ 39″ N, 13° 46′ 16″ OKoordinaten: 47° 39′ 39″ N, 13° 46′ 16″ O | 
GesteinTressensteinkalkOberalmer Schichten
Alter des GesteinsOberjura
ErschließungLoser-Panoramastraße

Schon einst von Sisi, Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, mit Begeisterung erwandert und geliebt, ist der Loser in Altaussee heute besonders für Familien das Alpinsport- und Wanderzentrum im steirischen Salzkammergut.

Vom Loserplateau aus führen zahlreiche Wanderrouten und Bergtouren in allen Schwierigkeitsgraden zu einigen der bedeutendsten Gipfel und schönsten Aussichtsplätze im Salzkammergut – garantiert nebelfrei 😉

Loser Wanderkarte

Losergipfel 1.838m

Vom Parkplatz Loser-Alm ausgehend, wandert man entlang des Augstsees auf dem Weg Nr. 256 oder Nr. 3.
Vorbei am Loser Fenster erreicht man den Hochanger, der einen ersten Rundblick über die Bergwelt des Inneren Salzkammerguts erlaubt.
Durch den Latschengürtel auf der Westseite gelangt man hinunter zum Loserboden. Der letzte Anstieg führt zum Losergipfel auf 1.838 m.
Der Gipfel ist eine kleine Plateauhochfläche mit fast unbegrenztem Panoramablick auf die Gipfel des Toten Gebirges, fast das gesamte Salzkammergut, Grimming, Dachstein, Niedere und Teile der Hohen Tauern.

Schwierigkeitmittelschwieriges Gelände, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich.
Gehzeitca. 1,5 Std. / Höhendifferenz: 314 m / Länge 1,9 km
Besonderer ErlebnispunktAugstsee mit Bankerl, Loserfenster, Loser Gipfel
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

Augstsee-Rundweg

Kleines Juwel mit wunderbaren Ausblicken
Zum Seele baumeln lassen lädt der Rundwanderweg am Augstsee, gleich oberhalb der Loser-Alm, ein. Naturforscher erhalten Einblicke in die Geologie der Berge und in die Seenlandschaft des Salzkammergutes. Dem Wanderer bieten sich verlockende Panoramablicke bis in die Hohen Tauern, zum Dachstein, in das Tote Gebirge, sowie ins Salzkammergut.

SchwierigkeitEinfaches Gelände, festes Schuhwerk von Vorteil
Gehzeitca. 45 Min. / Höhendifferenz: 80 m / Länge 1,1 km
Besonderer ErlebnispunktAugstsee mit Bankerl, Gipfelpanorama Totes Gebirge
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

Loserfenster

Eines der bekanntesten Naturphänomene stellt sicherlich das berühmte Loserfenster dar. Das mehrere Meter hohe Felstor bildet den malerischen Rahmen für Panoramablicke auf den Schönberg und die sich unter einem gewaltigen Felsabbruch erstreckende Landschaft um die Gschwandalm und den Schoßboden.
Vom Parkplatz Loser-Alm ausgehend, wandert man entlang des Augstsees auf dem Weg Nr. 256 oder Nr. 3.

Schwierigkeitmittelschwieriges Gelände, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich.
Gehzeitca. 1 Std. / Höhendifferenz: 186 m / Länge 1 km
Besonderer ErlebnispunktAugstsee mit Bankerl, Loserfenster, Loser Gipfel
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

Auf den Bräuning Zinken 1.899m

Vom Parkplatz Loser-Alm geht es über den Augstsee entlang des Weges Nr. 2 in die Bräuning Alm. Dort steigt der Weg Nr. 257 leicht an, bis man vom Gschwander-Sattel die mit vielen Latschen bewachsene Gipfelpyramide deutlich erkennt und den Gipfel erreicht. Ein herrlicher Rundumblick ist die Belohnung für den Aufstieg.
Auf dem Rückweg kann die Variante über den Weg Nr. 4 vorbei am Greimuth gewählt werden.

Schwierigkeitmittelschwieriges Gelände, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich.
Gehzeitca. 1,5 Std. / Höhendifferenz: 390 m / Länge 2,6 km
Besonderer ErlebnispunktAugstsee, Bräuning Alm, Bräuning Zinken
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

Bräuning Alm Rundwanderweg

Vom Parkplatz Loser-Alm führen drei Varianten entlang des Weges Nr. 2 in die Bräuning Alm. Der flache und leichte Rundwanderweg erfordert Trittsicherheit und gutes Schuhwerk. Die Bräuning Alm besteht aus mehreren Hütten, die im Sommer für die Bewirtschaftung der Weideflächen genutzt werden.

Schwierigkeitleichtes Gelände, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich.
Gehzeitca. 1 Std. / Höhendifferenz: 80 m / Länge 1,5 km
Besonderer ErlebnispunktAugstsee, Bräuning Alm
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

Greimuth über Augtsee 1.878m

Vom Parkplatz Loser-Alm vorbei am Augstsee führt der Weg Nr. 4 auf den Sattel zwischen Atterkogel und Greimuth. Linkshaltend durchquert man ein kleines Latschenfeld, bevor man die Gipfelweide erreicht.
Das Greimuth bietet Einblicke in die mächtige und steile Nordwand des Losers.

Schwierigkeitmittelschwieriges Gelände, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich.
Gehzeitca. 1 Std. / Höhendifferenz: 269 m / Länge 1,2 km
Besonderer ErlebnispunktAugstsee, Greimuth, Nordwand Loser
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

4 Gipfel – 1 See

Anspruchsvolle Rundwanderung

Die vier markantesten Gipfel des Loser Massivs können in einer Rundwanderung bestiegen werden. Ausgehend von der Loser Alm über den Weg Nr. 255 erreicht man in 1,5 Stunden den Loser Gipfel (1.838m). Weiter geht es über den Hochanger (1.837m) vorbei am Loser Fenster auf das Greimuth (1.878m). Auf den Wegen Nr. 4 und Nr. 257 erreicht man den letzten der vier Gipfel, den Bräuning Zinken (1.899m).

Schwierigkeitmittelschwieriges Gelände, Trittsicherheit und festes Schuhwerk erforderlich
Gehzeitca. 4 Std. / Höhendifferenz: 900 m / Länge 8,5 km
Besonderer Erlebnispunkt4 Gipfel, Loser Fenster, Augstsee, Bräuning Alm
EinkehrBergrestaurant Loser-Alm, Loserhütte
ErreichbarkeitLoser Panoramastraße (9 km)
AusgangspunktParkplatz Loser-Alm auf 1.600 m Seehöhe (Ende Panoramastraße)

CLASSIC ALPIN

Die MusikerInnen des Kammerensembles der Volksoper Wien und das Volksmusik-Trio Lemmerer verschmelzen zum Ensemble „classic alpin“.
Verschiedene Musikstile fließen scheinbar ineinander und bilden den Grundstock für eine einzigartige musikalische Erlebnisreise.
Vom Vokalstück über reine klassische Kammermusik, bis zur echten authentischen Volksmusik – es gibt keine Grenzen.

Uhrzeit: 15:30 Uhr
Ort: Bühne beim Augstsee am Loser
Eintritt: Mautgebühr bei Auffahrt, Freie Spende
Ersatztermin: Freitag, 28.08. oder Sonntag, 30.08.2020
Foto: Kumric

29.08.2020, 15:30 Uhr

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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