Covid 19 – es könnte mit dem Impfstoff schneller gehen als erwartet. Ein Annäherung

Laut WHO gibt es derzeit 163 Impfstoffentwickler weltweit. 23 befinden sich in der klinischen Phase.

Das US-Unternehmen Moderna hat den Impfstoff mRNA-1273 entwickelt, der sich bereits in Phase 2 der Testung befindet. Insgesamt müssen 3 Phasen absolviert sein, bevor der Impfstoff zugelassen werden könnte. Die Forschung zum mRNA-1273-Impfstoff befindet sich seit Ende Mai in der Phase 2, in der die Versuchsgruppe auf 600 Probanden erhöht wurde. Nach den positiven Ergebnissen vom Frühling plant das Unternehmen bereits den Schritt zur Phase 3, in der ein Massentest an rund 30’000 Probanden ab Ende Juli erfolgen soll.

Laut „Deutschem Ärzteblatt“ seien bei den ersten Probanden Antikörper erzeugt worden, die in einem Labortest eine neutralisierende Wirkung erzielten. Auch die tierexperimentellen Studien lieferten vielversprechende Ergebnisse. mRNA-1273 gehört zu einer neuen Art von Impfstoffen, die als RNA-Vakzine bezeichnet werden. Sie enthalten die Boten-RNA (mRNA) eines Gens, die in Nanopartikel verpackt wird. Nach der intramuskulären Impfung wird die mRNA von Muskelzellen aufge­nommen. Die Zellen werden zu Produzenten eines Proteins, das vom Immunsystem als fremd erkannt wird, was die Bildung von protektiven Antikörpern zur Folge hat.

Weitere Impulse bei der Entwicklung des Impfstoffes gehen aber auch von anderen Unternehmen aus. Das Mainzer Unternehmen BioNTech und der US – Konzern Pfitzer arbeiten an einem mRNA Impfstoff. Sinovac, ein chinesischer Hersteller, scheint laut Standard einen Impfstoff bereits beim chinesischen Militär zur Anwendung zu bringen. Besonders erfolgversprechend ist auch ein von einer Personengruppe um Sara Gilbert entwickeltes Vakzin (es wird gemeinsam von Universität Oxford und dem europäischen Pharmakonzern Astra Zeneca hergestellt). Laut der heutigen Ausgabe des Standard, der sich auf Bloomberg Businessweek bezieht, wird dieser Impfstoff schneller als jeder andere zur Marktreife gebracht. Die entscheidende Phase 3 soll bereits im September abgeschlossen werden.

Dieser Impfstoff basiert auf einem sogenannten Adenovirus, das gentechnisch so verändert wurde, dass es im menschlichen Körper Coronavirus-Proteine produziert und so eine Immunantwort auslöst. Ein Vorteil dabei ist, dass sich in sehr viel kürzerer Zeit viel Impfstoff herstellen lässt, woran auch schon längst gearbeitet wird.

Nun laufen die Bemühungen bereits auf 2 Ebenen: Zum einen will man einen Impfstoff, der möglichst schnell in riesigen Mengen zur Verfügung steht, andererseits geht es natürlich um die Zulassung. Hier ist man in den USA vorgeprescht: Ein Vakzin muss mindestens 50 Prozent der Geimpften vor Covid-19 schützen oder die Schwere der Krankheit senken.

Wie auch immer – man rechnet per Jahresende mit einem Ipfstoff.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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