Starkes April-Minus, jetzt wieder top: Sattler holt 280 Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurück

International erfolgreiches Familienunternehmen mit sehr positiver Entwicklung:

Die Sattler Group, führend in der Herstellung von Spezialtextilien für den Outdoor-Einsatz sowie in der Planung und Realisierung von Membrankonstruktionen, hatte 2019 das bisher beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte er-zielt.

Nach einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch im April hat sich das welt-weit tätige steirische Familienunternehmen erstaunlich schnell wieder erholt. „Unsere rund 650 Mitarbeiter konnten im Vorjahr in der Gruppe 133 Millionen Euro Umsatz und ein sehr positives Ergebnis erwirtschaften. Nach einem sehr guten Start 2020 sind aber auch bei uns ab Mitte März die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie extrem wirksam geworden“, sagt Vorstandsvorsitzender Herbert Pfeilstecher. „Im April hat unser Umsatzminus mehr als 50 Prozent betragen, daher mussten wir beide Standorte in Österreich mit 470 Beschäftigten in Kurzarbeit schi-cken.“ Die gute Nachricht ist die bessere: Die wirtschaftliche Situation der Sattler Group hat sich mittlerweile dermaßen verbessert, dass im Bereich Sun-Tex (Sonnenschutz- und Bootsverdeckstoffe) 280 Mitarbeiter ab 15. Juli wieder in Vollbeschäftigung stehen. Vorständin Lisbeth Wilding: „Bei unseren restlichen Damen und Herren gehen wir da-von aus, dass wir sie Ende September aus der Kurzarbeit zurückholen können.“ Im Bereich Pro-Tex (Planenstoffe) rechnet man damit, noch im Sommer 80 Prozent des Vorjahresumsatzes zu erreichen, beim Sonnenschutz hält Pfeilstecher sogar 100 Pro-zent für erzielbar. Viel Lob gibt es von Sattler-Seite für das AMS. Wilding: „Alle Vereinbarungen wurden raschest möglich finalisiert. Auch die Rückerstattung der Personalkosten, die wir ja trotz der massiven Umsatzausfälle vorfinanzieren mussten, erfolgte innerhalb kürzester Zeit.“ Die Sattler Group ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich besonders in Krisenzeiten nichtspekulatives Wirtschaften lohnt. Pfeilstecher: „Durch unsere solide Finanzierung hatten wir immer genügend Liquidität zur Verfügung. Und dank unserer Bonität haben wir zur Abdeckung des in den nächsten zwei Jahren zu erwartenden höheren Finanzbedarfs von unseren Banken in sehr kurzer Zeit zusätzliche Kreditlinien erhalten.“ Ein weiteres positives Signal nach außen: Die vier Aktionäre des Familienunterneh-mens unter der Führung von Aufsichtsratsvorsitzendem Alexander Tessmar-Pfohl ha-ben sich dazu entschlossen, auf eine Dividende aus dem Gewinn des Jahres 2019 zu verzichten. Auch die Umsätze der internationalen Sattler-Töchter in Deutschland und den USA sind nach massiven Problemen zu Beginn der Corona-Krise fast wieder auf Plan.

Foto: Sattler Group
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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