Steiermark muss lebenswert erhalten bleiben

„Klimabarometer 2020“: Steirerinnen und Steirer sehen dringenden Handlungsbedarf für alle beim Klimaschutz

Graz (10. Juli 2020).- Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach das Klimathema zum aktuellen Zeitpunkt? Verspüren Sie persönlich Auswirkungen der Klimaveränderung? Ist Klimaschutz ein Thema der Zukunft? Und wie schätzen Sie die Bemühungen ein, der Klimakrise entgegen zu wirken? Diese und viele weitere Fragen hat das Gallup-Institut Im Auftrag von Klimaschutz-Landesrätin Ursula Lackner den Steirerinnen und Steirer in einer repräsentativen Umfrage gestellt, deren Ergebnisse nun vorliegen.„Der Klimawandel ist angekommen. Bereits heute sind wir in unterschiedlichstem Ausmaß davon betroffen – auch in der Steiermark“, fordert Ursula Lackner, Landesrätin für Klimaschutz und Umwelt, dazu auf, der Realität ins Auge zu blicken. Daher ist es notwendig, den Ausstoß an Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren signifikant zu reduzieren, um die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.Klima- und Umweltschutz ist daher einer der zentralen Schwerpunkte der steirischen Landesregierung. Mit der Bildung des Klimakabinetts ist klar definiert, dass Klimaschutz über alle Ressorts hinweg ein Querschnittsthema ist. Es betrifft alle Regierungsmitglieder und hat Relevanz für alle Initiativen, Maßnahmen und Beschlüsse im Land. Das oberste Ziel ist für Lackner klar definiert: Die Steiermark muss für unsere Kinder und Enkel lebenswert erhalten werden!„Im Kern geht es um einen intakten und gesunden Lebensraum für Mensch und Tier. Als zuständige Landesrätin sehe ich meine Aufgabe darin, gemeinsam mit allen Mitgliedern der Landesregierung die Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, den Fortschritt und die weitreichenden Folgen des Klimawandels einzudämmen. Als Vorsitzende des Klimakabinetts setze ich einerseits natürlich mit dem Umweltressort wichtige Schritte, andererseits koordiniere ich das Zusammenspiel aller anderen Bereiche im Land Steiermark. Denn eines ist klar: Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen alle am selben Strang ziehen und quer durch die Bank Maßnahmen setzen: Politik, Unternehmen, Organisationen und die Bevölkerung – kurz gesagt: Alle Steirerinnen und Steirer müssen mittun“, betont Lackner.Schulterschluss und Mitwirkung aller gefordert
Um alle in diesen Prozess miteinbeziehen zu können, hat Lackner das „Klimabarometer“ ins Leben gerufen. Eine repräsentative Umfrage, mit der die Bedeutung des Klimaschutzes für die Steirerinnen und Steirer, die Betroffenheit durch den Klimawandel, die Wirksamkeit der von der Landesregierung getroffenen Maßnahmen und viele andere Themen erhoben werden. „Das Klimabarometer gibt uns fundierte Daten in die Hand, mit denen wir den Herausforderungen der Klimakrise entgegentreten können. Deswegen werden wir die Befragung ab jetzt jährlich durchführen“, kündigt Lackner an.Für die Klimaschutz-Landesrätin ist klar, dass es für ein erfolgreiches Vorgehen einen breiten Schulterschluss und die Mitwirkung aller Beteiligten braucht. „Um die Folgen der Klimakrise zu bewältigen, müssen alle die Möglichkeit haben, mitzumachen. Egal wo in der Steiermark sie wohnen, wie viel sie verdienen und welcher Altersgruppe sie angehören. Gute Klimapolitik muss für alle einen Punkt zum Andocken bieten.“In der Steiermark laufen dafür bereits zahlreiche Programme, unter anderem:Mit den Förderungen für „Raus aus Öl“ unterstützt das Land Steiermark die Steirerinnen und Steirer beim Umstieg auf schadstoffarme, energieeffiziente Heizsysteme mit jeweils mehreren tausend Euro, gemeinsam mit der Bundesförderung erhalten sie bis zu 8700 Euro.In Neubauten sind Ölheizungen seit kurzem verboten und in Mellach wurde dieses Frühjahr das letzte Kohlekraftwerk stillgelegt.Um den Ausbau erneuerbarer Energie voranzutreiben, werden laufend Sachprogramme entwickelt. Diese legen fest, wo welche erneuerbaren Energiequellen erschlossen werden können. Im Ausblick auf das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz hat die Regierung gestern bereits weitere Förderungen für die Netzeinspeisung von grünem Gas freigegeben.Die Energie Steiermark setzt einen massiven Schwerpunkt und will in den nächsten fünf Jahren über 1,2 Milliarden Euro in den Ausbau von erneuerbarer Energie investieren.In den Radwegeausbau in Graz fließen von Stadt und Land bis zum Jahr 2030 100 Millionen Euro, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs schreitet voran (S-Bahn in der Obersteiermark, Elektrifizierung der GKB-Strecken, Top-Ticket für Studierende…).„Das sind wichtige und gute Schritte. Das Klimabarometer ist aber ein klarer Handlungsauftrag für alle, und ich schließe da alle Ressorts der Landesregierung, alle meine Regierungskolleginnen und Kollegen mit ein, den Klimaschutz noch stärker zu verfolgen“, betont Lackner. Alle Maßnahmen, die geplant und getroffen werden, müssen auch den Aspekt des Klimaschutzes berücksichtigen. Das wünsche sich die Bevölkerung.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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