Steirische Tierschützer deckten im Vorjahr über 200 Fälle von Tierquälerei auf

 Gemeinsam mit dem zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang präsentierte die steirische Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck heute Vormittag (24.6.2020) im Medienzentrum Steiermark ihren aktuellen Tätigkeitsbericht. Seit nunmehr zehn Jahren setzt sich Barbara Fiala-Köck mit ihrem Team für den Tierschutz in der Steiermark ein. „Unsere höchst engagierte Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck leistet in der Steiermark eine ausgezeichnete und unverzichtbare Arbeit im Interesse unserer Tiere. Nicht nur für die vielen Tierhalterinnen und Tierhalter ist sie eine äußerst kompetente Ansprechperson, etwa bezüglich Information und Aufklärung. Auch für die verschiedenen Behörden, Tierschutzvereine und privaten Tierschützerinnen und Tierschützer ist ihr enormes Know-how eine wertvolle Hilfe. Die Tierschutzombudschaft ist längst zu einer unverzichtbarer Institution geworden. Sehr wichtig sind auch deren Tätigkeiten im Bereich der Bewusstseinsbildung, vor allem bei unseren Kindern und Jugendlichen sowie die aktive Mitarbeit an relevanten Gesetzesvorschlägen über den Tierschutzrat. Für diesen tollen Einsatz im Interesse der Tiere danke ich Frau Barbara Fiala-Köck und ihrem Team aus ganzem Herzen“, so Tierschutzreferent LH-Stv. Anton Lang.

Details aus dem Tätigkeitsbericht
Auch 2019 waren die Anfragen wieder vielfältig und herausfordernd. „Allein 341 Meldungen über den Verdacht von Tierquälerei wurden von uns bearbeitet. Bei 214 Fällen konnte eine tatsächliche Übertretung festgestellt werden“, so Barbara Fiala-Köck. Gegenüber 2010 bedeutet das ein Plus von 278,9 Prozent. Insgesamt hat die Ombudsstelle 341 Meldungen behandelt, davon 243 aus dem Jahr 2019. Auch die weiteren Zahlen zur Tätigkeit der Ombudsstelle zeigen, wie sehr sich der Aufwand erhöht hat: So war man im Berichtszeitraum in 337 Verwaltungsverfahren eingebunden, davon allein 238 aus dem Jahr 2019. Insgesamt sind 217 Bewilligungsverfahren bei der Tierschutzombudsstelle gelandet. 115 Stellungnahmen zu Verwaltungsverfahren wurden abgegeben, auch das stellt ein enormes Plus von 180,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 dar. Die größte Steigerung gibt es bei den Verwaltungsstrafverfahren: 381 solcher Verfahren waren zu bewältigen, davon allein 277 aus 2019. Gegenüber 2010 bedeutet das eine Steigerung um 807,1 Prozent.
 
„Die Tierschutzombudsstelle setzt sich mit ganzem Herzen und voller Energie für das Wohl der Tiere ein. Tierschutzarbeit braucht einen kühlen Kopf, aber ein warmes Herz. Tierleid wird leider nie ganz zu vermeiden sein. Deshalb werden wir von unserer Seite auch in Zukunft verstärkt Initiativen in Richtung Bewusstseinsbildung bei Kindern und Jugendlichen setzen, denn sie sind die Tierschützerinnen und Tierschützer von morgen“, betont die Tierschutzexpertin.

Einen besonders langen Atem erforderte laut Fiala-Köck ein Verfahren wegen des Abschneidens von Tasthaaren im Rahmen einer Hundeausstellung. Positiv dagegen ist die nun schon jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Verein „Tierschutz macht Schule“. „Mit unseren gemeinsamen Projekten erreichen wir alle Tierschützerinnen und Tierschützer sowie auch Konsumentinnen und Konsumenten und können sie für den Tierschutz begeistern“, unterstreicht Fiala-Köck.

LH-Stv. Anton Lang und Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck präsentierten gemeinsam den aktuellen Tätigkeitsbericht im Medienzentrum Steiermark
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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