In beliebsten Urlaubsländern ist Unfallrisiko höher als in Österreich

Italien und Kroatien werden laut Umfrage auch heuer die beliebtesten Auslandsreiseziele der Österreicherinnen und Österreicher sein. In beiden Ländern ist das Risiko für tödliche Verkehrsunfälle höher als in Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Die höchste Verkehrssicherheit in Europa haben Norwegen, die Schweiz und Schweden, für das nach wie vor eine Reisewarnung gilt. Der VCÖ weist darauf hin, dass in den verkehrssichersten Staaten Europas die Tempolimits niedriger sind als in Österreich.

Auch wenn heuer weniger Österreicherinnen und Österreicher im Ausland Urlaub machen werden, an den beliebtesten Reisezielen hat sich auch im Corona-Sommer 2020 nichts verändert: Italien vor Kroatien. In beiden Ländern ist das Risiko für tödliche Verkehrsunfälle höher als in Österreich und höher als im EU-Schnitt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. In Italien kamen im Vorjahr pro Million Einwohner 52 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Kroatien sogar 73. In Österreich waren im Straßenverkehr 47 Todesopfer pro Million Einwohner zu beklagen, im Schnitt der EU27 waren es 51. Höher als in Kroatien ist im Verhältnis zur Bevölkerungszahl die Zahl der Verkehrstoten nur in Polen, Bulgarien und Rumänien. In Rumänien starben im Vorjahr pro Million Einwohner sogar 96 Menschen bei Verkehrsunfällen.

Am sichersten ist der Straßenverkehr in Norwegen vor der Schweiz und Schweden. Für Schweden besteht aufgrund der Covid19-Pandemie nach wie vor eine Reisewarnung. Im Vergleich zu diesen drei Staaten kamen in Österreich im Vorjahr pro Million Einwohner doppelt so viele Menschen im Straßenverkehr ums Leben, verdeutlicht der VCÖ. Den verkehrssichersten Staaten ist gemeinsam, dass sie niedrigere Tempolimits als Österreich haben und deutlich höhere Verkehrsstrafen. In Norwegen gilt auf Freilandstraßen Tempo 80 und auf Autobahnen Tempo 100, in Schweden Tempo 70 auf Freilandstraßen und Tempo 110 auf Autobahnen und in der Schweiz gilt Tempo 80 auf Freilandstraßen und Tempo 120 auf Autobahnen.

Großer Beliebtheit bei Österreichs Bevölkerung erfreut sich heuer der Österreich-Urlaub. Positiv für die Verkehrssicherheit: Immerhin jede siebte Person wird den Österreich-Urlaub mit der Bahn machen, wie eine zuletzt von der Österreichischen Hoteliervereinigung präsentierte repräsentative Umfrage zeigt. „Das Unfallrisiko ist mit dem Pkw um ein Vielfaches höher als mit der Bahn. Wer mit der Bahn auf Urlaub fährt und vor Ort öffentliche Verkehrsmittel statt dem Pkw nutzt, ist sicherer unterwegs“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Für die sichere Urlaubsreise mit dem Auto im Inland oder Ausland empfiehlt der VCÖ: „Don’t drink and drive“ und „Don’t phone and drive“ beim Autolenken immer beherzigen, Tempolimits einhalten sowie sehr aufmerksam und rücksichtsvoll fahren.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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