Rafting im Gesäuse: Der Babyelefant fährt mit!

Admont (19. Juni 2020). Während in den Gesäuse-Bergen bereits viele Wanderer und Bergsteiger unterwegs sind, sieht die Situation zu (Wild)Wasser anders aus. Der Wassersport auf der Enns und Salza entwickelt sich noch eher zögerlich. Seit Anfang Mai ist der Outdoorsport von Ministeriumsseite wieder freigegeben, wobei die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen oberste Priorität hat. Die Wildwasserperspektive zählt neben der Gipfelperspektive im Übrigen zu den eindrucksvollsten Ausblicken im Nationalpark Gesäuse und Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen.

In Abstimmung mit dem Gesundheits- und Sportministerium sind Raftingtouren seit 1. Mai wieder möglich. Bei den Outdooranbietern stehen dabei die Hygienebestimmungen an erster Stelle. Hartwig Strobl von der Agentur AOS berichtet über die bei ihnen eingeführten Maßnahmen: „Wir haben Privattouren für geschlossene Kleingruppen mit Extratransfers ins Programm genommen und belegen die Boote nur zu 70%. Dadurch bleiben Familien oder Gruppen unter sich. Zusätzlich wurde eigens ein Heißwasserdampfstrahler angeschafft, der die gesamte Ausrüstung nochmals mit 80° reinigt und desinfiziert.“ Trotz solcher Sicherheitsvorkehrungen bleiben jedoch mancherorts die Buchungen aus. Vor allem Gruppenausflüge wie solche von Schulklassen und Vereinen sowie Gäste aus dem Ausland sind bisher ausgefallen. Mit diesen Vorkehrungen kann nun jedoch auch diese Sportart wieder voll durchstarten.

Das Gesäuse gilt als wahres Eldorado für Wassersportler. Auf zwei der schönsten Raftingflüsse Österreichs, der Enns und der Salza, kann die landschaftliche Kulisse der Region erkundet werden. Verschiedene Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass sowohl Einsteiger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Als für Familien und Gruppen ideal gelten Ausflüge auf der Salza, die mit ihrem türkisblauen Wasser und der berühmten Konglomeratschlucht besticht. Touren sind hier bei leicht bis mittel einzustufen. Wer es abenteuerlicher angehen möchte, sollte die Enns in Angriff nehmen. Vom wilden Sausen und Brausen des Flusses am Gesäuseeingang hat die Region im Übrigen auch ihren Namen. Links und rechts vom Raft ragen hier die imposanten Felswände des Nationalparks Gesäuse empor.

Im Gesäuse fällt nichts ins Wasser, lautet die Devise. Bewegung und Sport in freier Natur kann so unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen umgesetzt werden. Gäste buchen die Raftingtouren vorab online oder per Telefon, um eine möglichst gute Planung zu garantieren. Die Einhaltung aller Hygienebestimmungen und der 1 Meter Sicherheitsabstand kann dann auch im Boot selbst erreicht werden. Der Babyelefant fährt also mit.

Logo: Gesäuse

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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