Lebensrettung in Ebensee


Mädchen gerieten in Strömung

Bezirk Gmunden

Eine 5-Jährige und eine 6-Jährige, beide aus dem Bezirk Gmunden, schwammen am 17. Juni 2020 gegen 17:15 Uhr ohne Schwimmhilfen im Trauneck, Gemeinde Ebensee, beim Traunausfluss in den 17 Grad kalten Traunsee. Dabei gerieten sie ca. 20 Meter vom Ufer entfernt in die Strömung des Nebenausflusses der Traun, wodurch sie in tiefes Gewässer getrieben wurden. Sie versuchten gegen die Strömung an das Ufer zu schwimmen, was ihnen jedoch nicht gelang. Dadurch gerieten sie in Panik und riefen um Hilfe. Die beiden Mütter, 31 und 37 Jahre alt, hörten die Schreie und sprangen sofort ins Wasser, um ihre Kinder zu retten. Die beiden Frauen kamen jedoch durch die geringe Wassertemperatur ebenfalls in Schwierigkeiten, wodurch sie ebenfalls um Hilfe schrien. Ein 45-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck, der sich ebenfalls in der Nähe aufhielt, wurde durch die Schreie aufmerksam und bekam die Notsituation mit. Er nahm sein Stand Up Board und fuhr damit zu den Frauen und Kindern hinaus. Er zog eine Frau und die beiden Kinder auf das Board und brachte sie ans Ufer. Die zweite Mutter konnte aus eigener Kraft das Ufer erreichen. Die beiden Frauen erlitten starke Unterkühlungen und einen Schock, sodass sie mit dem Rettungshubschrauber in das LKH Gmunden bzw. mit der Rettung ins LKH Bad Ischl eingeliefert wurden. Die beiden Kinder erlitten keinerlei Verletzungen.

Quelle: LPD Oberösterreich

Bericht Wasserrettung

Am Nachmittag des 17.6.2020 kam es in Ebensee zu einem Großaufgebot der Einsatzkräfte. Zwei Kinder im Alter von 6 Jahren wurden beim Baden auf der Trauninsel von der Strömung der Traun auf den See hinausgetrieben. Die Mütter, welche ihnen zur Hilfe eilten, kamen ebenfalls nicht gegen die Strömung an und drohten unterzugehen. Zum großen Glück der vier Betroffenen waren zufällig ein Pilot der Christophorus Flugrettung und 2 Mitglieder der Ebenseer Wasserrettung in der Nähe.

Der Pilot, der mit einem SUP-Board unterwegs war, konnte eine Mutter und die 2 Kinder aufnehmen, die andere Mutter rettete sich gerade noch selbst ans Ufer. Wenige Sekunden danach waren die beiden Rettungsschwimmer mit dem Einsatzboot vor Ort und bargen die kaum ansprechbare Mutter und die beiden schockierten 6-Jährigen aus der kalten Strömung. Sogleich wurden sie in die ÖWR Bootshütte gebracht und dort versorgt. Das Rote Kreuz und ein Rettungshubschrauber wurden naschalarmiert. Während nachkommende Einsatzkräfte der ÖWR sich um die unterkühlten und schockierten, aber soweit stabilen Kinder kümmerten, rückten die anderen sofort am Landweg zu der anderen Mutter aus, welche ebenfalls stark unterkühlt und erschöpft war und brachten sie gemeinsam mit dem Roten Kreuz über das unwegige Gelände zur Bootshütte. Die beiden Mütter wurden notärztlich von Dr. Böhler und dem Team des Notarzthubschraubers Martin 3 versorgt und vom Hubschrauber bzw. der Rettung ins Krankenhaus gebracht.

Der zufälligen Anwesenheit des Pilotens und der Wasserretter ist es zu verdanken, dass die Betroffenen nur wenige Sekunden vor dem Ertrinken noch gerettet werden konnten!

Fotos: Wasserrettung

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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