Brauchtumsfeuer sind in der Steiermark wieder möglich!

 Zum Schutz der Steirerinnen und Steirer und im speziellen der Feuerwehrmänner und -frauen wurde die Ausnahmegenehmigung für Brauchtumsfeuer während der Corona-Krise aufgehoben. Nach der positiven Entwicklung der Infektionszahlen kommt Landesrätin Ursula Lackner ihrem Versprechen nach und macht Brauchtumsfeuer wieder möglich. Damit steht dem Sonnwendfeuer 2020 nichts im Wege. Lackner und Landesrat Hans Seitinger freuen sich über einen weiteren Schritt zurück zur Normalität.

Sie ist eine Ausnahme, die seit vielen Jahren die Tradition von Brauchtumsfeuer ermöglicht: Eine Verordnung des Landes, die das Verbrennen von biogenem Material bei Oster- und Sonnwendfeuern erlaubt. „Während der Corona-Krise wurde diese Ausnahme für das Brauchtum zum Schutz der Bevölkerung und unserer Feuerwehrmänner und -frauen aufgehoben. Es war wichtig, dass wir das Infektionsrisiko für sie gering halten“, erklärt die zuständige Landesrätin Ursula Lackner. Wirft man einen Blick auf die Feuerwehreinsätze in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag erkennt man klar: die Maßnahme hat Wirkung gezeigt.

Heute (10.6.2020) wurde die Aufhebung dieser Corona-Regelung in die Wege geleitet. „Die positive Entwicklung der Corona-Neuinfektionen macht es möglich: Bereits die Sonnwendfeuer sind 2020 wieder erlaubt. Es freut mich, dass mit dem Brauchtum ein weiteres Stück Normalität zurückkehrt“, so Lackner, auch wenn die geltenden Abstandsregelungen unbedingt eingehalten werden müssen, wie sie betont.

Auf das Leben von Igel & Co achten
Auch darüber hinaus gibt es Einiges zu bedenken: „Im angehäuften Material nisten sich oft Igel oder andere Tiere ein. Im Feuer würden sie qualvoll umkommen. Mit einfachen Schritten, wie dem Wenden der Materialhaufen, können Sie Tierleben retten“, richtet Lackner einen Appell an die steirische Bevölkerung.   

„Die Sonnwendfeuer markieren heuer nicht nur den Beginn des Sommers, sondern sind auch ein schönes Zeichen für die Rückkehr zur Normalität. Es ist gut, dass wir unsere Traditionen weiterführen können. Ich bitte aber eindringlich, dass beim Entzünden der Brauchtumsfeuer die Gefahr von Waldbränden beachtetet wird“, freut sich auch Agrarlandesrat Hans Seitinger über diesen weiteren Schritt zurück zur Normalität.

Brauchtumsfeuer bringen erfahrungsgemäß auch ein erhöhtes Brandrisiko mit sich. Daher richtet sich auch der steirische Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried mit einem Appell an die Steirerinnen und Steirer: „Wenn dem Entzünden eines Brauchtumsfeuers keine Verbote aus einschlägig bekannten Verordnungen entgegenstehen, so gibt es weitere Gefährdungsbereiche, die es unbedingt zu beachten gilt. Deswegen rufen wir von Seiten der Feuerwehr auch zu besonderer Vorsicht und Umsicht auf. Das beginnt schon bei der Einhaltung der Mindestabstände zu Energieversorgungsanlagen, Straßen, Gebäuden oder Baumgruppen und reicht bis zur Auswahl eines gesicherten Standorts, um die mögliche Gefahr einer Brandausbreitung entsprechend zu minimieren.  Außerdem möchte ich bei dieser Gelegenheit dringend appellieren, die Landesleitzentrale Florian Steiermark – sowohl vor dem Entzünden als auch bei Beendigung des Brauchtumsfeuers – unter der Feuerwehr-Notrufnummer 122 zu verständigen. Das hilft ungemein, um einerseits unnötige Fehlalarmierungen zu vermeiden – oder andererseits, um im Ernstfall rasche Hilfe an den richtigen Ort zu bringen“, so Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried.

Die Mindestabstände betragen bei Energieversorgungsanlagen und Betriebsanlagen mit leicht entzündlichen oder explosionsgefährdeten Gütern mindestens 100 Meter, zu Straßen mindestens 50 Meter, zu Gebäuden mindestens 50 Meter und mindestens 40 Meter zu Baumbeständen wie Wäldern oder Baumgruppen.

LR Ursula Lackner gibt grünes Licht für Sonnwendfeuer. © Land Steiermark/Purgstaller
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at