Abbau von Spitalsbetten: Aktuelle Stunde morgen im Landtag

LAbg. Werner Murgg (KPÖ) eröffnet Landtagssitzung mit Debatte zur Zukunft der steirischen Krankenhäuser

Dass es in der Corona-Krise zu keiner Überlastung der Spitäler gekommen ist, liegt vor allem daran, dass die gesamte Gesundheitsversorgung auf ein Minimum reduziert wurde. KPÖ-LAbg. Werner Murgg macht die steirische Gesundheitspolitik morgen zu Beginn der Sitzung zum Thema im Landtag.

Die KPÖ fordert eine Abkehr vom jahrelang gepredigten Dogma des Bettenabbaus in den Krankenhäusern. Auf Antrag der KPÖ wird die nächste Landtagssitzung mit einer Debatte dazu eröffnet. Durch das Festhalten von Landesrätin Bogner-Strauß (ÖVP) an der Schließung von drei Spitälern in Rottenmann, Bad Aussee und Schladming ist auch eine enorme Erhöhung der Kosten vorprogrammiert, da die geplante Neuerrichtung eines „Leitspitals“ auf einem ungeeigneten Grundstück das vorgesehen Budget sprengen wird.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie wichtig eine dezentrale, dichte medizinische Versorgung ist. Trotzdem sieht der „Regionale Strukturplan Gesundheit Steiermark 2025“ (RSG) die Reduktion von 800 Betten bis 2025 vor. Landesrätin Bogner-Strauß (ÖVP) will um jeden Preis an diesem Konzept festhalten. Auch die Schließung der Spitäler in Rottenmann, Schladming und Bad Aussee ist noch immer geplant, obwohl sich die Bevölkerung vor einem Jahr in einer Volksbefragung deutlich dagegen ausgesprochen hat.

Die KPÖ ist der Meinung, dass der Abbau von Spitalsbetten gestoppt werden muss. Länder, die über eine größere Anzahl von Betten verfügen, haben die Pandemie deutlich besser bewältigt. LAbg. Werner Murgg: „Schon vor Corona waren die Wartezeiten auf Behandlungen in manchen Abteilungen sehr lang. Mit dem Abbau von Spitalsbetten geht die steirische Gesundheitspolitik in eine falsche und gefährliche Richtung. In manchen Bereichen gibt es in Wirklichkeit eine alarmierende Unterversorgung, keine Überversorgung, wie von Lobbyisten immer wieder behauptet wird.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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