Grüne suchen artenreichste Wiese in der Region

Am kommenden Mittwoch startet „Wiesenpreis“: 1.500 Euro zu gewinnen, hochkarätige Jury wird Einsendungen bewerten.

Die Artenvielfalt ist bekanntlich eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit und die Stabilität von Ökosystemen. „Für uns Menschen, die wir in und von diesen Ökosystemen leben, ist eine hohe Anzahl an Pflanzen- und Tierarten für fruchtbare Böden, Bestäubung von Kulturpflanzen, Klimaregulation sowie die Bereitstellung von nutzbaren genetischen Ressourcen lebensnotwendig“, betont die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl. Doch den bunten Wiesen geht es immer mehr an den Kragen – gerade die Steiermark zählt zu jenen Bundesländern, in denen am meisten zubetoniert wird, in denen der Bodenverbrauch am stärksten voranschreitet.

Darum ruft Krautwaschl jetzt den Grünen „Wiesenpreis“ aus: Die Grünen suchen die bunteste Wiese der Steiermark um die ökologische Bedeutung artenreicher Blumenwiesen und ihren Stellenwert als Elemente der steirischen Kulturlandschaft hervorzuheben.

Zu gewinnen gibt es dabei 1.500 Euro – denn obwohl die fachgerechte und oftmals mühsame Bewirtschaftung der Wiesen eine Voraussetzung für deren Erhalt darstellt, ist sie in den seltensten Fällen rentabel. „In der Steiermark genießen solche Flächen keinen gesonderten Schutzstatus (im Gegensatz zu anderen Bundesländern), die ÖPUL-Förderungen dafür werden verhältnismäßig wenig konsumiert, weil sie zu niedrig sind“, so Krautwaschl. 

„Die steirischen Blumenwiesen zählen mitunter zu den artenreichsten Lebensräumen Europas. Man findet hier auf engem Raum bis zu 70 verschiedene und teilweise gefährdete Pflanzenarten, die ihrerseits einer Vielzahl von Tieren als Lebensgrundlage dienen“, ergänzt Krautwaschl: „Wir wollen mit dieser Aktion die Bedeutung artenreicher Wiesen hervorheben und den BewirtschafterInnen die Möglichkeit geben, ihren Einsatz einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Die Teilnahmebedingungen finden sich ab Mittwoch auf www.stmk.gruene.at – Am Ende wird eine Fachjury, bestehend aus Johannes Gepp (Präsident Naturschutzbund Steiermark), Christian Berg (Wissenschaftliche Gartenleitung/Botanischer Garten) und Martina Pöltl (Universalmuseum Joanneum/Naturkunde) die Siegerwiese auswählen, die Preisvergabe findet im September 2020 statt.

Anbei ein dazu passendes Foto mit Klubobfrau Sandra Krautwaschl zu Ihrer Verwendung (Foto: Konstantin Reyer)

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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