Alles Gute zum 70er für die „Doyenne der Elementarpädagogik“, Heidemarie Lex-Nalis!

Auslandsausseerin mit bedeutendem Vermächtnis

Den 70.Geburtstag mit Familie, Freundinnen, Freunden und WeggefährtInnen zu feiern, ist Heide leider nicht mehr möglich. Geburtstage bieten besondere Gelegenheit um Menschen zu zeigen, dass sie geliebt, geehrt und geschätzt werden – auch nach ihrem Tod.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Elementaren Bildungsbereich verbinden sich wie selbstverständlich mit dieser Pionierin der Elementarpädagogik

Viele Frauen und Männer der Elementarpädagogischen Community sind immer noch auf die eine oder andere Weise mit Heide verbunden, sie ist weiter präsent.

Heide hat während ihres Lebens so viele und vieles bewegt, hat gekämpft, diskutiert, Konzepte entwickelt, über Ungerechtigkeiten gestritten, Verbündete gesucht und gefunden, weit über den Tellerrand geblickt, Theorien und Ideen verständlich dargelegt, ihre Erfahrungen und ihr Wissen authentisch an Jüngere vermittelt und sich stets für die so notwendigen Reformen sowie die längst fällige Anerkennung der Elementaren Bildung stark gemacht.

„Brav sein bringt nichts!“ – sei laut und frech!

Dieses Motto lebte Heidemarie Lex-Nalis selber und forderte es von ihren KollegInnen, SchülerInnen und Studierenden ein. Besonders beim langen, intensiven Engagement für die Etablierung einer Veränderung der Ausbildung für Kindergarten- und HortpädagogInnen auf tertiäre Ebene zeigte sie ihre Durchhaltefähigkeit und ihre Kraft der Argumente.

Bei der Verleihung des Preises der WIENERIN an Heide Lex-Nalis mit Raphaela Keller

Ein grundlegendes Studium der Elementarpädagogik gibt es in
Österreich immer noch nicht, doch dank Frau Lex-Nalis Betreiben wurde mit Mitkämpfenden ein Lehrstuhl für Elementarpädagogik in Graz etabliert. Es folgten ähnliche Initiativen in Innsbruck (UNI), Salzburg (UNI) und Wien (FH-Campus).
Seit 2019 können PädagogInnen der Elementaren Bildungseinrichtungen ebenfalls einen Lehrgang mit Bachelorabschluss an Pädagogischen Hochschulen besuchen und erfahren auch dort einen intensiven Zugang zur Wissenschaftlichkeit im Elementaren Bildungsprozess.

Telefon: +43 699 19220503 E-Mail: office@oedkh.at http://www.oedkh.at https://www.facebook.com/oedkh Postadresse: 1160 Wien, Thaliastrasse 130/12
Bankverbindung: Sparkasse Oberösterreich IBAN: AT352032025000020725, BIC: ASPKAT2L ZVR-Zahl 534367357

Vernetzen statt resignieren

Heide Lex-Nalis war schon in den Anfängen des ÖDKH an begeistert, dass es diese österreichweite, überparteiliche, überkonfessionelle und trägerInnenunabhängige Berufsvertretung endlich gibt. Sehr viel wurde gemeinsam überlegt, argumentiert, gefordert und „marschiert“! Intensiv konkret wurde das vor allem seit der Erarbeitung und Veröffentlichung des ersten Entwurfes für ein BundesRahmenGesetz für den Elementaren Bildungsbereich 1999, der mit anderen Playern aus dem elementarpädagogischen Feld erstellt worden ist. Daraus entstand die Plattform EduCare mit vielen anderen BildungskämpferInnen und einer weiteren gemeinsamen Möglichkeit zur Bewusstseinsarbeit für die unterversorgten Belange des Elementaren Bildungsbereiches.

Den vom ÖDKH erfundenen und koordinierten Tag der Elementarbildung am 24.1. jeden Jahres unterstützte Heide 2018 noch mit vielen Tipps und Mut machender Aufmerksamkeit!

Heide Lex-Nalis ist viel zu früh verstorben, doch ihre Kraft, ihre Ideen, ihr professioneller und menschlicher Blick in die Zukunft sind immer noch Motor für uns sowie viele andere, die am Weiterarbeiten in ihrem Sinne sind.

Ihr Vermächtnis lebt.

Raphaela Keller für den ÖDKH

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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