Mehrere Einbrüche geklärt. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Kapfenberg, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Polizisten der Polizeiinspektion Kapfenberg klärten insgesamt elf Einbrüche. Vier junge Männer stehen im Verdacht, die Einbruchsdiebstähle mit einem Gesamtschaden von rund 30.000 Euro verübt zu haben.

Bereits in den Nächten auf 1. und 23. Februar 2020 kam es im Industriegebiet von Kapfenberg zu mehreren Einbrüchen in Firmen. Dabei brachen vorerst unbekannte Täter gewaltsam über Fenster und Türen in die Firmenobjekte ein, durchsuchten die Innenräume und stahlen Bargeld sowie Alkohol. Auswertungen von vorhandenen Videoaufzeichnung sowie gesicherte Spuren bei einem Einbruch Anfang des Jahres in ein Vereinsgebäude führten die Polizisten nun zu drei jungen Männern im Alter von 15 (DE, Bez. BM), 17 (AT, Bez. LN) und 22 Jahren (AT, Bez. BM). Sie zeigten sich teilweise geständig, die Einbrüche in unterschiedlichen Zusammensetzungen begangen zu haben und werden der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt. Die Ermittlungen nach einem weiteren noch unbekannten Täter laufen weiter.

Einfamilienhaus in Brand

Vordernberg, Bezirk Leoben. – Mittwochfrüh, 27. Mai 2020, geriet der Dachstuhl eines Einfamilienhauses aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Verletzt wurde niemand. 

Kurz nach 04.00 Uhr bemerkte eine 16-Jährige in ihrem Schlafzimmer im Obergeschoss des Hauses den Brand und verständigte ihre im Erdgeschoss schlafende Mutter (37) sowie ihre drei minderjährigen Geschwister. Gemeinsam konnte sich die rumänische Familie rechtzeitig in Sicherheit bringen und die Einsatzkräfte alarmieren. Die alarmierten Feuerwehren Vordernberg, Hafning und Trofaiach sowie die Berufsfeuerwehr Donawitz stehen seither im Einsatz und löschten den in Vollbrand stehenden Dachstuhl. Bis vor kurzem waren Einsatzkräfte nach wie vor mit dem Bewässern der Glutnester beschäftigt, welche sich offenbar über das Mauerwerk nach unten ausbreiteten.

Die Brandursache ist bislang unklar. Diesbezüglich werden Erhebungen von einem Bezirksbrandermittler der Polizei aufgenommen.

Auch die Schadenshöhe ist bislang nicht bekannt. Ersten Einschätzungen zufolge wurde das Einfamilienhaus jedoch total beschädigt.

Rasanter Alkolenker gestoppt

Premstätten, Bezirk Graz-Umgebung. – Zivile Polizisten der Landesverkehrsabteilung Steiermark zogen Dienstagabend, 26. Mai 2020, einen 25-jährigen Pkw-Lenker aus dem Verkehr. Er war mit rasanten Geschwindigkeiten von bis zu 206 km/h und alkoholisiert unterwegs gewesen und wird wegen insgesamt zwölf Übertretungen angezeigt.

Kurz vor 20.45 Uhr fuhr eine zivile Verkehrsstreife der Landesverkehrsabteilung (LVA) auf der A9 Phyrnautobahn in Richtung Graz, als die Beamten plötzlich von einem Pkw (Audi A6) rasant überholt wurden. Eine Geschwindigkeitsmessung kurz vor der Autobahnausfahrt Kalsdorf ergab 206 km/h (erlaubt 130 km/h). Nachdem der 25-Jährige in der Folge knapp vor einem Lkw in riskanter Fahrweise die Autobahn verließ, folgten die Beamten dem Pkw über die L373 in Richtung Premstätten. Dabei raste der Grazer mit enorm hoher Geschwindigkeit durch den Ortsteil Zettling davon, wobei Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h (erlaubt 50 km/h, Ortsgebiet) gemessen wurden.

Nach mehreren missachteten Anhaltezeichen konnten die Verkehrspolizisten den 25-Jährigen schließlich im Ortsteil Unterpremstätten anhalten und einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle unterziehen. Dabei ergab ein Alkotest eine Alkoholisierung von über einem Promille. Zudem hatte der Mann keinen Führerschein dabei (besitzt jedoch lt. Führerscheinregister einen). Der 25-Jährige gab an, lediglich eine Spritzfahrt mit seinem Bruder gemacht zu haben. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Er wird der BH Graz-Umgebung wegen diverser verkehrsrechtlicher Übertretungen angezeigt.

Bild:
LVA Steiermark

Telefonbetrug

Graz. – Eine 91-jährige Frau fiel einem Telefonbetrug zum Opfer. Bei dieser Betrugshandlung erbeuteten unbekannte Täter mehrere tausend Euro.

Das 91-jährige Opfer wurde am 25. Mai 2020 von Unbekannten am Festnetz telefonisch kontaktiert. Die Betrüger teilten der Frau mit, dass ihr Sohn eine lebensnotwenige ärztliche Behandlung benötigen würde. Um die Behandlung zu bezahlen, müsse die 91-Jährige bei einer Bank Geld abheben und anschließend in ihren Briefkasten legen. Das Opfer ging der Aufforderung der Täter nach. Am nächsten Tag, 26. Mai 2020, war das Geld weg. Kurze Zeit später wurde die Frau erneut von den Betrügern kontaktiert. Abermals forderten die Täter Geld, da sich der Zustand ihres Sohnes angeblich verschlechtert habe. Die Frau ging erneut zur Bank um Geld abzuheben, jedoch rieten ihr Bankmitarbeiter davon ab. Da die Angestellten einen Betrug vermuteten, ersuchten sie die Frau zur Polizei zu gehen.

Zum Vorgehen der Täter wird angemerkt, dass seitens der Betrüger ein immenser und fortlaufender telefonischer Druck auf die Opfer ausgeübt wird. Ein Anruf folgt auf den anderen, um den Opfern keine Zeit zum Nachdenken über ihr Handeln zu geben. Daher rät die Polizei möglichen Opfern, verdächtige Anrufe bereits im Anfangsstadium zu beenden und Vertrauenspersonen oder Verwandte vom Anruf zu informieren. Keinesfalls sollen Handynummern bekanntgegeben werden.

Sachbeschädigungen geklärt

Graz/Graz-Umgebung. – Grazer Polizisten forschten einen 24-Jährigen aus, welcher im Verdacht steht, zumindest 15 Sachbeschädigungen in Form von „Graffitis“ begangen zu haben. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Bereits in der Nacht auf den 1. Mai 2020 erwischten Polizisten gegen 02.50 Uhr zwei junge Männer im Alter von 22 und 24 Jahren auf frischer Tat, als diese einen Stromkasten in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße mit Ölstiften beschmierten. Zudem stellten die Beamten mehrere Öl- und Lackstifte sowie eine Spraydose bei den Männern sicher. Bei der folgenden Einvernahme zeigte sich der 24-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung lediglich geständig, jenen einen Stromkasten mit dem Schriftzug „Flow“ (siehe beiliegendes Bild) beschmiert zu haben, während sein Freund aus Graz als „Aufpasser“ fungierte. Weitere Sachbeschädigungen stritt er vorerst ab.

Im Rahmen von aufwändigen Ermittlungen konnten Polizisten dem 24-Jährigen in der Folge 14 weitere Tatörtlichkeiten im Gemeindegebiet von Fernitz-Mellach (Bezirk Graz-Umgebung) zuordnen. Die im Heimatbezirk des 24-Jährigen verübten Straftaten waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht angezeigt worden. Erst bei einer neuerlichen Einvernahme zeigte sich der 24-jährige Österreicher letztlich geständig und gab auch an, den entstandenen Schaden in der Höhe von mehreren tausend Euro begleichen zu wollen.

Der 24-Jährige wird auf freiem Fuß angezeigt.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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