Corona-Krise lässt den Betreuungsbedarf von RAINBOWS steigen

Vermehrt Anfragen für Beratung und Begleitung

Die momentane Situation hinterlässt besonders bei Kindern und Jugendlichen Spuren. Sie brauchen das Angebot der Resilienz-Förderung dringender denn je, schlägt RAINBOWS Alarm. Unsicherheit, Ängste und Hilflosigkeit, die durch Trennung oder Todesfall verursacht wurden, werden durch die aktuelle Situation (re)aktiviert oder verstärkt.

Für Kinder ist die Trennung der Eltern oder der Tod von nahen Angehörigen ein einschneidendes Erlebnis. Wie gut Kinder mit der Situation umzugehen lernen und sich mit der neuen Lebenssituation bestmöglich zurechtfinden, hängt von vielen Faktoren ab. Kinder reagieren unterschiedlich auf eine Trennung, aber es gibt in jedem Fall eine Reaktion. Einige werden nach einer Scheidung immer stiller, braver und angepasster und andere Kinder werden nach der Trennung laut und aggressiv. Unsicherheit, Angst und eine für das Kind ungewisse Zukunft spielen in jedem Fall eine große Rolle. Die derzeitigen Veränderungen, bedingt durch die Corona-Krise, stellen eine zusätzliche Belastung dar. Gewohnte Abläufe, die Stabilität und Normalität verleihen, wie der Schulbesuch, Treffen mit Freunden oder Besuche bei den Großeltern sind derzeit nur erschwert möglich. Deshalb sind Beratung und Betreuung in Notsituationen momentan noch dringender notwendig als sonst.

Betreuungsstart im Mai

„Wir haben auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse von Virologen, die auf Kinder spezialisiert sind, einen Schutzmaßnahmen-Katalog erstellt“, erklärt Mag. Dagmar Bojdunyk-Rack, Geschäftsführerin RAINBOWS-Österreich. „Unter Berücksichtigung dieser Schutzmaßnahmen haben wir Anfang Mai mit der Einzelbegleitung / Trauerbegleitung begonnen und nun auch wieder mit dem Gruppenangebot.“ Dabei können Kinder in zwölf von RAINBOWS angebotenen wöchentlichen Gruppentreffen ihre Gefühle rund um die Trennung ausdrücken. Begleitet werden die Kinder und Jugendlichen in allen Bundesländern durch speziell ausgebildete Mitarbeiter*innen. In altershomogenen Gruppen finden sie Verständnis und Gehör für ihre Angst, Wut und Trauer. „Alles was die Kinder in den Gruppentreffen erzählen, bleibt in der Gruppe. Das ist eine große Erleichterung für sie, weil sie trotz der Enttäuschung und der Wut auf ihre Eltern niemandem wehtun wollen“, erklärt Bojdunyk-Rack.

Entlastung für die Eltern

Mit dem bewährten Konzept unterstützt RAINBOWS Kinder und Jugendliche dabei, Krisen zu bewältigen und für die persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. Die Zielsetzung ist, dass die Kinder die neue Familiensituation annehmen und besser damit umgehen können. Sie bekommen zudem Zugang zu ihren eigenen Stärken und Ressourcen und entwickeln positive Zukunftsperspektiven. Im Zuge der Gruppentreffen der Kinder finden drei begleitende Gespräche mit den Eltern – vor Beginn, zur Halbzeit sowie nach dem letzten Gruppentreffen der Kinder – statt. Die professionelle Begleitung und die positiven Veränderungen der Kinder werden von den Eltern als große Entlastung erlebt

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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