ÖBf: Borkenkäfer schwer im Einsatz

Unser Kollege und Revierleiter beim Erneuern einer Borkenkäferfalle. Die Saison hat längst begonnen – die Insekten schwärmen bereits. Der Buchdrucker aus der Familie der Borkenkäfer gilt als wichtigster Waldschädling in Österreich. Er befällt Österreichs Hauptbaumart, die Fichte. Bei guten Bedingungen breiten sich die nur wenige Millimeter großen Tiere in Windeseile aus und bringen Bäume in kürzester Zeit zum Absterben. Das muss mit allen Mitteln verhindert werden – umfassende Vorsorge und rasches Handeln sind das Gebot der Stunde. Hat sich der Käfer einmal in die Rinde eingebohrt und seine Larven dort abgelegt, hilft nur mehr ein rascher Abtransport der befallenen Bäume aus dem Wald. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Forstrevieren kontrollieren unsere Wälder besonders genau auf Käferbefall – besonders im Waldviertel ist die Situation extrem.

Besonders jene Waldgebiete, die von Schadereignissen wie Windwürfen, Schneebruch oder Eisanhang betroffen waren, sind anfällig. Denn die Schäden sorgen für viel Brutmaterial für den Borkenkäfer. Gesunde Bäume schützen sich mit baumeigenem Harz gegen das Eindringen der Borkenkäfer. Ein nasser, verregneter Sommer wären aus Sicht der Forstwirtschaft ideal, um das Borkenkäferaufkommen möglichst gering zu halten. Hitzewellen und extreme Trockenperioden setzen insbesondere die Fichte unter Stress und reduzieren ihre natürlichen Abwehrkräfte.

Fotos: ÖBf/Groessinger

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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