Liezen: 15Jähriger niedergestochen und lebensgefährlich verletzt

Mit Messer attackiert

Liezen. – Ein 15-Jähriger steht im Verdacht, Dienstagnachmittag, 12. Mai 2020, einen gleichaltrigen Jugendlichen im Streit mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Ermittlungen laufen.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge gerieten die beiden 15-Jährigen aus dem Bezirk Liezen kurz nach 15.30 Uhr aus bislang nicht bekannten Gründen am Bahnhof in Streit. In der Folge verletzte der 15-jährige Österreicher den gleichaltrigen Kroaten mit einem Messer im Bereich des Oberkörpers sowie des Kopfes schwer. Dabei dürfte der Jugendliche lebensgefährliche Verletzungen erlitten haben. Er wurde nach medizinischer Erstversorgung durch einen Notarzt vom Rettungshubschrauber C14 ins LKH Graz geflogen, wo er derzeit notoperiert wird.

Polizisten nahmen den Tatverdächtigen unmittelbar nach der Tat am Vorplatz des Bahnhofes widerstandslos fest. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden von der Mordgruppe des Landeskriminalamtes Steiermark übernommen. Auch Kriminalisten der Tatortgruppe standen bei der Spurensicherung im Einsatz. Derzeit laufen erste Vernehmungen.

Aktueller Ermittlungsstand

Liezen. – Wie berichtet, steht ein 15-Jähriger im Verdacht, einen gleichaltrigen Jugendlichen, Dienstagnachmittag, 12. Mai 2020, mit einem Messer attackiert und durch 15 Messerstiche lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Tatverdächtige bestritt bislang Tötungsabsicht.

In den frühen Nachmittagsstunden begab sich das spätere Opfer, ein 15-jähriger Kroate aus dem Bezirk Liezen, gemeinsam mit einer Freundin zum Bahnhofsvorplatz nach Liezen, um sich mit Bekannten zu treffen. Dort trafen die Jugendlichen auf den ihnen bekannten gleichaltrigen Österreicher, ebenso aus dem Bezirk Liezen. Vermutlich aufgrund von vorhergehenden Beleidigungen via Social-Media-Kanälen gerieten die Jugendlichen in einen Streit, welcher in Handgreiflichkeiten endete.

In der Folge zog der Obersteirer ein Klappmesser und stach insgesamt 15 Mal auf den Kroaten ein. Dieser erlitt lebensgefährliche Verletzungen im Bereich des Bauches und des Brustkorbes sowie weitere Stichverletzungen im Gesicht, Nacken- bzw. Schädelbereich sowie am Oberarm. Eine zufällig, aufgrund eines anderen Einsatzes, in der Nähe befindliche Polizei-Sanitäterin übernahm die sofortigen Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Schwerverletzten. Ihre Kollegen des sogenannten „Kompetenzteams“ (Einheit für Amtshandlungen mit Covid19-Verdachtsfällen) nahmen den 15-jährigen Tatverdächtigen widerstandslos fest und stellten die Tatwaffe sicher.

Der Tatverdächtige zeigte sich bei seiner ersten Einvernahme in den Nachtstunden durch Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark hinsichtlich einer etwaigen Tötungsabsicht bislang nicht geständig. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf sowie Einvernahmen weiterer Zeugen sind im Gange. Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete eine körperliche Untersuchung des 15-Jährigen zur Feststellung einer möglichen Beeinträchtigung durch Alkohol oder Suchtmittel an. Der Tatverdächtige wird nach Abschluss der Ermittlungen in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.

Der lebensgefährlich verletzte Kroate wurde nach medizinischer Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber C14 ins LKH Graz geflogen und dort notoperiert. Sein gesundheitlicher Zustand ist aktuellen Informationen zufolge stabil.

Quelle: LPD Steiermark

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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