Pflegeberufe: So wichtig, wie nie zuvor

Graz (11. Mai 2020).- Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Gesundheits- und Krankenpflegeberufe echte Zukunftsberufe sind. Die Herausforderung des demografischen Wandels führt dazu, dass immer mehr hochbetagte Menschen betreut und gepflegt werden müssen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt den 200. Geburtstag der Krankenpflege-Pionierin Florence Nightingale zum Anlass, das Kalenderjahr 2020 zum „Jahr der Pflegenden und Hebammen“ auszurufen. Aus diesem Grund soll der internationale Tag der Pflege am 12. Mai besonders darauf aufmerksam machen, dass die Steiermark mehr Pflegekräfte brauchen wird und jetzt dementsprechend die Weichen in der Aus- und Weiterbildung gestellt werden müssen.

Steiermark: Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege neu gestalten
Die Pflege ist ein wertvoller und vor allem sinnstiftender Beruf. Gleichzeitig jedoch auch sehr fordernd – sowohl körperlich als auch psychisch. Damit man den Herausforderungen im Arbeitsalltag gerecht werden kann, müssen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Steiermark erweitert werden. Die Steiermärkische Landesregierung hat daher nun Schritte gesetzt, um diesem Auftrag gerecht zu werden.

Seit Beginn des Jahres wird mit der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Gröbming ein Lehrgang in der Pflegeassistenz (vormals Pflegehilfe), welcher ab dem Schuljahr 2020/2021 beginnt, in Kooperation mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Leoben angeboten. Damit wird jungen Menschen die Chance eröffnet, die einjährige Ausbildung zur Pflegeassistenz gleich während des Besuchs einer dreieinhalbjährigen berufsbildenden mittleren Schule zu absolvieren.

Zusätzlich wird es auch die Pflege-Ausbildung mit Matura geben. Dafür wurde gemeinsam mit dem Caritas Ausbildungszentrum für Sozialberufe Graz sowie den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark die neue Schulform „Höhere Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege (HLSP)“ ins Leben gerufen. Diese wird ebenfalls im Herbst 2020 starten.

Um QuereinsteigerInnen und BerufsumsteigerInnen im zweiten oder dritten Bildungsweg die Möglichkeit für den Pflegeberuf zu eröffnen, wird an neuen attraktiveren Ausbildungsformaten gearbeitet.

Bogner-Strauß: „Es braucht mehr Steirerinnen und Steirer in der Pflege!“
„Unsere Pflegekräfte setzen sich tagtäglich in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und bei der Pflege in den eigenen vier Wänden unermüdlich und professionell für Menschen ein, die Pflege und Unterstützung benötigen. Die Pflegerinnen und Pfleger sowie die Betreuerinnen und Betreuer sind eine wichtige und tragende Säule unserer Gesundheitsversorgung, daher gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank. Es heißt also, das Berufsbild attraktiver zu machen und die Wertschätzung für die Pflegeberufe zu stärken, denn es besteht kein Zweifel daran, dass wir mehr Steirerinnen und Steirer im Bereich der Pflege benötigen. Menschen, die mit ihren Händen und vor allem mit ihrem Herzen dabei sind“, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß.

Laut einer EPIG-Studie sind rund 21.000 Steirerinnen und Steirer in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in allen Bereichen steiermarkweit beschäftigt. Zudem befinden sich derzeit rund 1.050 Personen an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark in Ausbildung.

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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