Motor für die Konjunktur: Wichtige Rolle für gemeinnützige Wohnbauträger

Gerade jetzt ist das Thema des leistbaren Wohnens wieder in den Mittelpunkt gerückt. Die gemeinnützigen Wohnbauträger sind stabile Partner für bedarfsgerechte und leistbare Wohnangebote und sorgen für die Wohnsicherheit in der Steiermark. „In der kommenden
schwierigen wirtschaftlichen Zeit können die Gemeinnützigen wieder ihre wichtige Rolle als Konjunkturmotor zeigen“, weiß Christian Krainer, Landesobmann GBV Steiermark.
Rund 130.000 Wohneinheiten werden in der Steiermark von den 27 gemeinnützigen der GBV Landesgruppe Steiermark verwaltet. Nicht zuletzt trägt das Angebot an leistbaren und sicheren Wohnverhältnissen zur Deckung eines fundamentalen Grundbedürfnisses der Menschen
bei und hat weitreichende positive Folgewirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und das gesellschaftliche Zusammenleben. Eine Bewältigung von Krisensituationen wie der aktuellen ist leichter, wenn der eigene Wohnraum durch unbefristete Mietverhältnisse gesichert ist und man
weiß, dass der Mietvertrag nicht in den kommenden Monaten schon wieder endet.

Investitionsvolumen von rund 250 Millionen Euro
„Für das laufende Jahr sichern die Gemeinnützigen in der Steiermark mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Millionen Euro und 1.200 neuen Wohneinheiten die Deckung des Bedarfs an leistbarem Wohnen“, betont Wolfram Sacherer, Obmannstellvertreter GBV Steiermark. „Gleichzeitig sind die gemeinnützigen Wohnbauträger damit auch in der aktuellen Lage ein wesentlicher Konjunkturmotor.“
Die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 auf die österreichische Wirtschaft sind schließlich längst noch nicht abzusehen. Gerade in Zeiten von Krisen sind stabilisierende Faktoren gefragt. Die Gemeinnützigen werden gerade jetzt antizyklisch investieren und als Auftraggeber und
Bauherren ein entscheidender Impulsgeber für die Konjunktur sein und Arbeitsplätze zu sichern.

Im Schnitt um 26 Prozent niedrigere Mieten
Die durchschnittliche Miete bei den Gemeinnützigen in der Steiermark liegt bei 6,30 Euro pro Quadratmeter (inklusive Betriebskosten und USt.). Sie liegt damit um 26% unter den Mietpreisen der privaten oder gewerblichen Vermieter. Dies ergibt sich aus dem Prinzip der Kostendeckung für
gemeinnützige Bauvereinigungen. Das heißt, die Miete darf nur so hoch sein wie die Rückzahlung der aufgenommenen Finanzierungen zuzüglich der Mittel für die ordnungsgemäße Erhaltung des Gebäudes. Im Ergebnis wohnen Mieterinnen und Mieter neuer gemeinnützig errichteter Objekte im Schnitt in größeren Wohnungen und zahlen dafür deutlich weniger als für vergleichbare Wohnungen am gewerblichen Markt.
„Zuletzt haben wir einen Boom bei den Fondsgesellschaften erlebt, die vor allem hinter den Mikrowohnungen stehen“, ergänzen Krainer und Sacherer. „Doch es geht um den Wohnbedarf der Bevölkerung, zu dessen Sicherung die gemeinnützigen Wohnbauträger einen enormen Beitrag
leisten – aktuell zeigt sich besonders deutlich, wie zentral die Bedeutung dieses Wahrnehmens von gesellschaftlicher Verantwortung ist.“

GVB-Obmänner Christian Krainer und Wolfram Sacherer 06.11.2018 copyright by Foto Fischer
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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