Nachrichten der anderen Art – Nationalpark-Partnerschulen bleiben „der Natur auf der Spur“

Die derzeitigen Schulschließungen betreffen auch die zahlreichen Partnerschulen des Nationalparks Gesäuse. Gerade im Frühjahr, wo ansonsten die Kinder und Jugendlichen mit den Mitarbeiterinnen des Nationalparks die spektakuläre Natur des einzigen steirischen Nationalparks entdecken und erforschen, ist nun Heimarbeit angesagt – und das ausgerechnet zu einer Zeit, wo die Natur mit überbordender Kraft die außergewöhnliche Schönheit und Vielfalt des Gesäuses offenbart! Aber es wäre nicht der Nationalpark Gesäuse, wenn man sich nicht trotzdem etwas ganz Besonderes für die vielen Schülerinnen und Schüler einfallen hätte lassen!

Kathrin Stock und Doris Remschak, beide für die Umsetzung der Partnerschulprogramme im Nationalpark Gesäuse verantwortlich, tat es in der Seele weh, gerade jetzt, in der schönsten Jahreszeit, keinen Kontakt zu „ihren“ Schützlingen aus den Schulen der Nationalparkregion haben zu können. Dagegen Abhilfe zu schaffen, war für die beiden kreativen Geister des Nationalparks das angesagte Programm, und nach einer kurzen Ideenfindung war ein probates Gegenmittel gefunden worden: eine bunte, wöchentlich ins Haus flatternde „Nationalpark-Post“ wurde kreiert, die  mit aktuellen Themen, Rätseln und so manch witzigen Bemerkungen gefüllt ist! „Wir wollten den Schülerinnen und Schülern unbedingt zeigen, dass wir nicht auf sie vergessen hätten und dass das Leben im Nationalpark trotz allem munter weitergeht! Die erste Ausgabe der Nationalpark-Post war natürlich unseren heimischen Amphibien gewidmet, denn für sie ist nun mit der Laichablage die aufregendste Zeit des Jahres angebrochen! Ein Ereignis, das wir ansonsten immer mit den Kindern live in der Natur beobachten konnten und nun zumindest auf diese Weise in Erinnerung rufen wollten!“, so Kathrin Stock und Doris Remschak zu der aktuellen Ausgabe der „Schulnachricht der anderen Art“.  Somit gelang es den Beiden, die Zeit bis zu einem persönlichen Wiedersehen in der Natur des Nationalparks auf humorvolle Weise zu überbrücken, den Kontakt zu den Partnerschulen „trotz Kontaktverbots“ aufrecht  zu halten und gleichzeitig die Vorfreude auf die nächsten Abenteuer und Erlebnisse  im Gesäuse  zu schüren – denn dass das Wiedersehen im Weidendom, entlang des Johnsbachs oder gar im Klassenzimmer nur eine Frage der Zeit ist, ist doch wohl klar 😉

Die Natur des Nationalparks hingegen nimmt die aktuellen Einschränkungen für die menschliche Spezies mit eindrucksvoller Gelassenheit  entgegen! Dem Jahresablauf entsprechend, entfalten sich die dichten, immer urtümlicher werdenden Wälder in neuem Grün, aus den zahlreichen Karstquellen und Bächen schießt das Schmelzwasser des vergangenen Winters zu Tal und auch die Tierwelt fügt sich wie jedes Jahr in den Regelkreis des Lebens ein. Vielleicht ein wenig verwundert über die doch so ungewohnte Ruhe entlang der derzeit noch verwaisten Steige und Wege, aber doch eingedenk dessen, dass in hoffentlich nicht allzu ferner Zeit neben erwachsenen Bergwanderern wieder zahlreiche  wissbegierige  Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung der „Natur auf der Spur“ sein werden – begleitet von Kathrin und Doris und bereit, die großen und kleinen Wunder des Nationalparks Gesäuse hautnah entdecken zu können!

Die erste Zeichnung kommt von Ralf Steiner aus Weng
© Nationalpark Gesäuse GmbH
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at