In den Kopf gebissen. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Kalsdorf bei Graz, Bezirk Graz-Umgebung. – Beim Spielen mit einem Hund wurde eine Achtjährige Samstagnachmittag, 18. April 2020, in den Kopf gebissen. Sie dürfte lediglich leicht verletzt worden sein.

In den späten Nachmittagsstunden spielten vier Kinder im umfriedeten Gartenabteil eines Hauses mit dem Husky-Schäfer-Mischling eines 56-Jährigen aus dem Bezirk Graz-Umgebung. Der Mann war mit seinem Hund beim dortigen Anwesen auf Besuch gewesen und saß, gemeinsam mit dem Hausbesitzer, nur wenige Meter von seinem Hund und den Kindern entfernt.

Nachdem die Kinder bereits rund zwei Stunden ohne Zwischenfall im Garten gespielt hatten, biss der Hund die Achtjährige gegen 17.45 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich ins Gesicht. Eigenen Angaben zufolge war dem Hundebesitzer zu diesem Zeitpunkt die Sicht aufgrund eines Sichtschutzes verdeckt, weshalb er den Hergang selbst nicht wahrnehmen konnte.

Der Kindesvater brachte die Achtjährige noch vor Eintreffen der Rettung selbst in ein Krankenhaus. Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde das Mädchen lediglich oberflächlich verletzt und konnte bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Ein Alkotest mit dem 56-Jährigen verlief positiv. Er wird wegen des Verdachts der Fahrlässigen Körperverletzung angezeigt.

Verkehrsunfall

Mitterbach am Erlaufsee, Bezirk Lilienfeld, Niederösterreich. – Samstagnacht, 18. April 2020, kam es zu einer Frontalkollision zwischen einem 19-jährigen Pkw-Lenker und einem Dienstfahrzeug der Polizei. Drei Personen wurden unbestimmten Grades verletzt.

Gegen 21:00 Uhr lenkte ein Polizeibeamter des Bezirkspolizeikommandos Bruck-Mürzzuschlag das Dienstfahrzeug im Zuge des Streifendienstes auf der Seestraße in Richtung Mitterbach/Erlaufsee. Zur selben Zeit lenkte ein 19-Jähriger aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag seinen Pkw in die entgegengesetzte Richtung. Aus bislang unbekannter Ursache geriet der 19-Jährige mit dem Pkw in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn. Der Polizeibeamte versuchte mit dem Dienstfahrzeug auszuweichen, konnte einen Zusammenprall jedoch nicht verhindern.

Der 19-Jährige und sein Beifahrer wurden bei dem Vorfall unbestimmten Grades verletzt und ins LKH Lilienfeld gebracht. Der Polizeibeamte erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Der Polizeibeamte am Beifahrersitz blieb unverletzt. 

Die Freiwillige Feuerwehr Mariazell war mit drei Fahrzeugen und 16 Kräften im Einsatz.

Einsätze ausgelöst: Notzeichen missbraucht

Graz. – Ein 43-Jähriger steht im Verdacht, Samstagnachmittag, 18. April 2020, mutwillig zwei Einsätze ausgelöst und dabei Notzeichen missbraucht zu haben. Grazer Polizisten forschten den Mann rasch aus. Er wird angezeigt.

Gegen 15.45 Uhr verständigte ein vorerst unbekannter Mann über Notruf die Feuerwehr, dass es im Bereich des Hilmteiches zu einem Waldbrand gekommen sei. Einsatzkräfte konnten vor Ort jedoch keinen Brand feststellen. Nicht einmal zwei Stunden später, gegen 17.30 Uhr, erstattet ein Mann neuerlich via Notruf die Anzeige, dass eine Person von der Keplerbrücke flussabwärts in der Mur treiben würde. Zahlreiche Einsatzkräfte suchten in der Folge nach der angeblich hilflosen Person. Dabei stand auch ein Polizei-Hubschrauber für einen Überblick aus der Luft im Einsatz. Doch von der angeblich im Fluss treibenden Person fehlte jede Spur.

Nach einem Hinweis der Feuerwehr hielt eine Polizei-Diensthundestreife bei der Fahndung einen 43-jährigen Grazer im Bereich der Mur an. Er gab auf Nachfrage an, den Notruf getätigt zu haben, woraufhin er zur Abklärung auf eine Polizeiinspektion verbracht wurde. Bei der folgenden Einvernahme bestätigte der 43-Jährige zwar den zweiten Notruf getätigt zu haben, leugnete jedoch jenen am frühen Nachmittag. Die Ermittlungen diesbezüglich sind noch im Gange. Ein schlüssiges Motiv konnte der Mann nicht nennen.

Im Zuge der Amtshandlung stellten Polizisten zudem Suchtmittel (Marihuana) beim polizeilich bereits bekannten Tatverdächtigen sicher.

Der 43-Jährige wird wegen dem Missbrauch von Notzeichen, der Übertretung nach dem Suchtmittelgesetz sowie wegen Gefährlicher Drohung angezeigt, nachdem er die Beamten bedroht hatte.

Bei Holzarbeiten schwer verletzt

Pischelsdorf am Kulm, Bezirk Weiz. – Samstagnachmittag, 18. April 2020, wurde ein 87-Jähriger bei Holzarbeiten schwer verletzt.

Gegen 15.40 Uhr war der 87-Jährige aus dem Bezirk Weiz zu Hause mit Holzarbeiten in einer Holzhütte beschäftigt. Dabei dürfte er ausgerutscht und mit der Hand in den Holzspalter gelangt sein, wobei er an der Hand schwer verletzt wurde. Sein unweit entfernter Schwiegersohn hörte einen Schrei, leistete sofort Erste Hilfe und verständigte die Rettungskräfte. Der 87-Jährige wurde nach der Erstversorgung vom Roten Kreuz ins LKH Graz eingeliefert.

Sturz mit Motorrad

Klöch, Bezirk Südoststeiermark. – Samstagnachmittag, 18. April 2020, kam ein 64-jähriger Motorrad-Lenker samt seiner Gattin (58) zu Sturz. Beide wurden leicht verletzt.

Gegen 14.50 Uhr fuhr das Ehepaar aus dem Bezirk Südoststeiermark im Alter von 64 und 58 Jahren gemeinsam mit einem Motorrad (Roller) auf dem Friedlweg in Richtung Klöch. Unmittelbar vor der Kreuzung mit der L259 verlangsamte der 64-jährige Lenker auf der bergabwärts führenden Straße die Fahrgeschwindigkeit und tätigte die Vorderbremse. Dabei dürfte er den auf der Fahrbahn befindlichen Straßensplitt übersehen haben, woraufhin das Vorderrad links wegrutschte und das Ehepaar zu Sturz kam. Beide erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Roten Kreuz ins LKH Feldbach eingeliefert. Hinweise auf eine Alkoholisierung konnten nicht erhoben werden.

Lkw gegen Betonleitwand

A2, St. Stefan ob Stainz, Bezirk Deutschlandsberg. – Samstagvormittag, 18. April 2020, kam ein 48-jähriger Lkw-Lenker von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer Betonleitwand. Er wurde leicht verletzt.

Gegen 10.00 Uhr fuhr der 48-Jährige aus Lettland auf der A2 Südautobahn in Fahrtrichtung Wien. Dabei verlor er, eigenen Angaben zufolge, auf Höhe St. Stefan ob Stainz die Herrschaft über sein Fahrzeug, nachdem er einem Fuchs auf der Fahrbahn auswich. In der Folge prallte er gegen eine rechts neben dem Pannenstreifen abgestellte Betonleitwand, wobei das Zugfahrzeug über die Leitwand geriet. Der mit Fahrrädern beladene Anhänger blieb auf der Betonleitwand hängen und konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehren Steinberg und Mooskirchen gesichert werden.

Durch den wuchtigen Aufprall erlitt der Tank Beschädigungen, woraufhin rund 200 Liter Diesel ausliefen. Die eingesetzten Feuerwehren errichteten eine Ölsperre und pumpten den restlichen Treibstoff ab. Über Auftrag des Chemie-Alarmdienstes wurde schließlich kontaminiertes Erdreicht abgetragen. Der erste Fahrsteifen war für die Dauer der Aufräumarbeiten bis 18.00 Uhr gesperrt. Der Lkw musste abgeschleppt werden.

Der 48-Jährige erlitt beim Aufprall leichte Verletzungen im Gesicht und wurde nach medizinischer Erstversorgung vom Roten Kreuz im LKH Voitsberg ambulant behandelt.  

Auf Vögel geschossen: Waffenverbot

Graz, Bezirk Straßgang. – Zwei Männer im Alter von 28 Jahren stehen im Verdacht, Samstagnachmittag, 18. April 2020, zumindest zwei Vögel mit einem Luftdruckgewehr mutwillig getötet zu haben. Sie werden angezeigt.

Gegen 14.45 Uhr erstattete ein Zeuge bei der Polizei Anzeige, nachdem er Schüsse eines Luftdruckgewehres wahrnahm und in der Folge einen toten Vogel (Star) mit einer augenscheinlichen Schussverletzung auffand. Auch alarmierte Polizisten nahmen vor Ort die beschriebenen Schüsse wahr, welche offensichtlich von der Dachterrasse eines Wohnhauses stammten. Als die Beamten bei der besagten Wohnung Nachschau hielten, öffnete der 28-jähriger Wohnungsinhaber die Tür und bestritt, etwas mit den Schussabgaben zu tun zu haben. Vielmehr zog er den Vorfall ins Lächerliche.

Weitere Ermittlungen erhärteten den Anfangsverdacht, zudem ein zweiter toter Vogel mit Verletzungen vor dem besagten Haus aufgefunden und weitere Zeugenaussagen bekannt wurden. Bei einer neuerlichen Befragung des 28-jährigen Grazers, leugnete dieser jedoch erneut. Auch sein auf Besuch befindlicher Freund (ebenso 28) aus dem Bezirk Graz-Umgebung tat dies. Bei einer in der Folge durchgeführten Hausdurchsuchung, mit Unterstützung von Beamten der Polizeiinspektion Graz-Sonderdienste (Sektor) und einer Polizeidiensthunde-Streife, stellten die Beamten schließlich die missbräuchlich verwendete Schusswaffe sicher. Sie war in der Küche hinter einer Sockelleiste versteckt worden. 

Bei der Einvernahme zeigt sich der Besucher aus Graz-Umgebung dann geständig, sich die Schusswaffe von seinem Freund nach ein paar gemeinsamen Bier auf der Terrasse ausgeborgt zu haben. Warum er auf den „Blödsinn“ kam, wisse er selbst nicht. Der Wohnungsinhaber zeigt sich hinsichtlich einer Schussabgabe nicht geständig. Gegen beide Männer wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Sie werden wegen des Verdachts des Verdachts der Tierquälerei angezeigt. Die getöteten Vögel werden veterinärmedizinisch untersucht.

Bei Wanderung verletzt

Kapfenberg, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Samstagabend, 18. April 2020, kam ein 18-Jähriger bei einer Wanderung in eine Notlage. Einsatzkräfte der Bergrettung konnten den Mann retten.

Gegen 18.00 Uhr startete der 18-Jähriger aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag eine kleine Wanderung von Kapfenberg kommend in Richtung Tanzenberg. Dabei wurde er bei Einbruch der Dunkelheit von starkem Regen überrascht. In der Folge kam er vom Weg ab und stürzte in einem Waldstück aus eigenem, wobei er sich am linken Knie verletzte. Da eine Rückkehr für ihn alleine nicht mehr möglich schien, alarmierte er via Notruf die Rettungskräfte. Insgesamt 14 Einsatzkräfte der Bergrettung Kapfenberg, samt Arzt und Suchhund, konnten den 18-Jährigen in der Folge rasch finden. Er hatte zuvor seine Koordinaten angeben können.

Der 18-Jährige wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins LKH Hochsteiermark, Standort Bruck an der Mur, eingeliefert.

Küchenbrand

Weißkirchen, Bezirk Murtal. – Sonntagnachmittag, 19. April 2020, kam es im Wohnhaus einer 71-Jährigen zu einem Küchenbrand. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

Gegen 15:30 Uhr beabsichtigte die 71-Jährige Speiseöl auf ihrem Herd zu erhitzen. Währenddessen begab sich die Frau kurzzeitig aus dem Haus. Als sie wieder in das Haus zurückkehrte nahm sie den aktivierten Brandmelder wahr. Das Speiseöl dürfte sich in der Zwischenzeit entzündet haben, woraufhin die Frau eine Löschdecke über den Topf warf und den Brand dadurch eindämmen konnte.

Die Freiwilligen Feuerwehren Baierdorf und Weißkirchen waren mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 35 Kräften im Einsatz. Es entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at