Coronavirus: Das ist neu für Unternehmer

Holen Sie sich hier einen aktuellen Überblick über weitere finanzielle Unterstützungen für Sie und Ihr Unternehmen, die Abrechnung von Kurzarbeit und den richtigen Umgang mit Risikogruppen im Betrieb. 
Härtefall-Fonds, Phase 2 – Antragstellung ab 20. April 2020 möglich:
Der Härtefall-Fonds ist eine Soforthilfe der Bundesregierung für Selbständige. Die Phase 1 kann noch bis 17. April 2020 beantragt werden. Die Phase 2 des Härtefall-Fonds startet ab 20. April 2020, die Eckpunkte dafür stehen nun fest.

Hier geben wir Ihnen einen ersten Überblick zum Härtefall-Fonds, Phase 2  >>

Corona-Hilfs-Fonds
Die Beantragung der Kreditgarantien ist seit 8. April 2020 über die Hausbank möglich. Die Registrierung beim aws für Fixkostenzuschüsse läuft ab Anfang Mai 2020.

Hier finden Sie alle Infos zum Corona-Hilfs-Fonds >>
Corona-Familienhärteausgleich auch für Selbständige:
Für von der Corona-Krise finanziell besonders betroffene Familien hat das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend (BMAFJ) den „Corona-Familienhärtefonds“ eingerichtet. Selbständige haben einen Anspruch, wenn mindestens ein Elternteil wegen der Krise in finanzielle Notsituation geraten ist und zum förderfähigen Kreis aus dem Härtefallfonds der WKÖ zählt. Zudem darf das aktuelle Einkommen der Familie eine bestimmte Grenze – gestaffelt nach Haushaltsgröße – nicht überschreiten.

Familien erhalten maximal 1.200  Euro pro Monat für 3 Monate
Insgesamt sind das höchstens 3.600 Euro. Auch Unselbständige haben einen Anspruch, wenn sie von Kurzarbeit oder Kündigung betroffen sind. Die Anträge können ab sofort beim BMAFJ online gestellt werden. Die erste Auszahlungen sollen Anfang Mai fließen.

Nähere Informationen gibt es auf www.bmafj.gv.at >>
Provisorium zur Abrechnung der Kurzarbeit:
Achtung, rückwirkende Kurzarbeitsanträge für März sind nur mehr bis 20. April 2020 möglich! Ab dem 21. April 2020 sollen daher nur mehr Anträge möglich sein, die sich maximal auf den Zeitraum ab 1. April beziehen.

Abrechnung der Kurzarbeit bis 28. des Folgemonats
In der Richtlinie wird ausdrücklich ausgeführt, dass bei einer Überschreitung der Frist (bis 28. des Folgemonats) um 3 Monate eine Mahnung unter Setzung einer Nachfrist und Hinweis auf die Rechtsfolgen erfolgt. Erst wenn diese Nachfrist neuerlich nicht eingehalten wird, gebührt für den abzurechnenden Zeitraum keine Beihilfe.

Hier finden Sie die mit ÖGK, BMF, AK und Gewerkschaft abgestimmte Handlungsanleitung zur vorläufigen Abrechnung der Kurzarbeit >>

Das WIFI Steiermark bietet mit  Wolfgang Michelitsch folgende Webinare zur Lohnabrechnung bei Corona-Kurzarbeit an:Erste Kurzinfo: „(Lohn-)Steuerliche Behandlung und Zweifelsfragen der Kurzarbeit“: Montag, 20. April, 18:00 Uhr. Bitte melden Sie sich hier an >>Danach detaillierter: „KUA-Abrechnung detailliert“: voraussichtlich Montag, 27. April, 14:30 Uhr. Die Anmeldung ist aktuell noch nicht möglich.
Stundung von alten Krediten:
Kleinunternehmer bis maximal neun Arbeitnehmer und einem Jahresumsatz bzw. einer Jahresbilanz bis zwei Millionen Euro können aufatmen. Für Kredite, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden, gilt, dass Rückzahlungen (Zins- oder Tilgungsleistungen), die zwischen 1. April und 30. Juni fällig werden, jeweils drei Monate gestundet werden. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen aufgrund der Covid-19-Pandemie die Leistungen nicht erbringen kann oder dem Unternehmen die Erbringung der Leistung ohne Gefährdung des Betriebs nicht möglich wäre.

Hier erfahren Sie mehr zum Umgang mit alten Krediten >>
Risikogruppen im Betrieb: kostenlose Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung durch AUVA
Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, schützt der Gesetzgeber ganz speziell noch zu definierende Dienstnehmer-Risikogruppen. Der Krankenversicherungsträger hat den Dienstnehmer oder Lehrling über seine Zuordnung zur Risikogruppe zu informieren. Definiert werden soll diese nach medizinischen Erkenntnissen oder aus der Einnahme von Arzneimitteln. Die Risikogruppen sind aber zur Zeit von den Experten noch nicht definiert. Der behandelnde Arzt hat auf Basis dieser Information die individuelle Risikosituation des Dienstnehmers zu beurteilen. Legt der Dienstnehmer das Attest dann beim Dienstgeber vor, hat er Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung und Fortzahlung des Entgelts.

Hier erfahren Sie unter anderem, wie Sie als  Arbeitgeber wieder zu Ihrem Geld kommen >>

Achtung: Obwohl es die gesetzlich vorgesehene Definition der Risikogruppe derzeit noch nicht gibt und somit auch noch keine Verständigung durch den Krankenversicherungsträger vorliegt, stellen einzelne Ärzte schon jetzt Risikobestätigungen aus.

Diese Bestätigungen sind daher keine Risikobestätigungen nach der Gesetzesregelung und lösen keinen diesbezüglichen Anspruch auf bezahlte Dienstfreistellung bzw. auch keinen Anspruch des Arbeitgebers auf Erstattung der Entgeltfortzahlungskosten aus. Voraussetzung für eine fortlaufende Beschäftigung ist unter anderem, dass „die Bedingungen in der Arbeitsstätte durch geeignete Schutzmaßnahmen so gestaltet werden, dass eine Ansteckung mit COVID-19 mit größtmöglicher Sicherheit ausgeschlossen ist“. Diese Beurteilung ist im konkreten Einzelfall oftmals schwierig. Zu empfehlen ist daher die Kontaktaufnahme mit Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmedizinern.

Die WKO Steiermark hat daher mit der AUVA Landesstelle Graz vereinbart, dass Betriebe bis 50 Mitarbeiter bei der konkreten Arbeitsplatzgestaltung von einem Arbeitsmediziner kostenlos beraten und unterstützt werden.

Bei Interesse kontaktieren Sie die AUVA unter: graz.sicher@auva.at >>

 
„EuroSkills“ werden auf Jänner 2021 verschoben:
Nun ist es fix: Die EM der Berufe wird aufgrund von COVID-19 nicht wie geplant im September 2020 stattfinden. Neuer Termin: 6. bis 10. Jänner 2021. 

Hier finden Sie alle Infos zur Verschiebung der EuroSkills >>
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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