Bezirk Liezen – Kurzarbeit: 700 Anträge für Unternehmen im Bezirk bewilligt

Auch nach einem Monat seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie ist der regionale Arbeitsmarkt im Bezirk Liezen weiterhin stark von den Entwicklungen rund um das Corona-Virus betroffen. Das Arbeitsmarktservice Liezen arbeitet seit Wochen auf Hochtouren an der Existenzsicherung für tausende Menschen und Unternehmen im Bezirk Liezen.

„Wie befürchtet ist die Arbeitslosigkeit seit Monatsbeginn im April weiter angestiegen, wenn auch der Anstieg in den letzten Tagen deutlich abgeflacht ist“, informiert Helge Röder, Leiter des AMS Liezen. „Erfreulich ist, dass wir nach Ostern seit Anfang der Woche, auch wieder verstärkt Arbeitsaufnahmen, überwiegend aus dem Bauwesen, beobachten können“, so Röder zu den jüngsten Entwicklungen. Die Existenzsicherung läuft weiterhin auf Hochtouren und in einem Monat wurden 3.240 Anträge auf Arbeitslosengeld bearbeitet und erledigt. „Trotz der Masse an Anträge gelingt es meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Existenzsicherung rasch sicherzustellen und wir benötigen aktuell knapp eine Woche von der Ausgabe bis zur fertigen Erledigung der Arbeitslosengeldanträge“, betont Röder.

Der Andrang auf die neue Covid-Kurzarbeit hält bislang unvermindert an und zahlreiche Unternehmen nutzen die Beihilfe zur Sicherung der Arbeitsplätze in ihren Unternehmen. Im Bezirk Liezen sind bislang rund 1.000 Anträge gestellt worden. „Obwohl wir bei vielen Anträgen wegen fehlender Unterlagen nachtelefonieren und die Förderanträge reparieren müssen, wurden bislang bereits mehr als zwei Drittel positiv genehmigt“, berichtet Röder über den aktuellen Status bei der Bearbeitung der Kurzarbeit.  700 Anträge konnten in enger Zusammenarbeit gemeinsam mit der Landesgeschäftsstelle des AMS Steiermark bereits für heimische Unternehmen bewilligt werden.

Um weiterhin eine geordnete Abwicklung sicherzustellen, sei ab 21. April eine rückwirkende Antragstellung nur mehr mit 1. April möglich, bisher war dies rückwirkend bis 1. März möglich gewesen.

Die Vermittlung offener Stellen ist derzeit in den Hintergrund gerückt, wobei es aber Branchen gibt, die dringend Personal suchen. „Speziell im Gesundheitswesen und im Pflegebereich, im Lebensmittelhandel, in der Landwirtschaft oder speziell jetzt nach Ostern im Bauwesen werden Jobs angeboten“, informiert Röder weiter. „Nicht zu vergessen sind auch die offenen Lehrstellen, die es zu besetzen gibt und wo wir trotz der Krise weiterhin Angebote für die Jugend im Bezirk haben“.  Aktuell sind 210 Lehrstellen beim AMS Liezen gemeldet und die Fachkräftethematik wird uns auch nach der Krise weiter am Arbeitsmarkt begleiten.

Fotocredit: WWWPHOTOINSTYLEEU

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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