VCÖ: Verkehr in der Steiermark auf Klimakurs bringen

Nach der Coronakrise werden Mobilität und Gütertransport wieder zunehmen. Damit wir die Klimaziele erreichen, ist es wichtig, dass der Verkehr der Zukunft deutlich klimaverträglicher abläuft als davor. Deshalb steht der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark unter dem Motto „Verkehr auf Klimakurs bringen“. VCÖ, Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang und ÖBB rufen auf, innovative Projekte, zukunftsweisende Konzepte und Ideen einzureichen.

Das Coronavirus hat unser Leben und unsere Gesellschaft völlig verändert. Der Verkehr ist aufgrund der verschiedenen Maßnahmen massiv zurückgegangen. Nach Bewältigung der Coronakrise werden Mobilität und Gütertransport naturgemäß wieder ansteigen. „Verkehr auf Klimakurs bringen“ lautet daher das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Steiermark.

Gesucht sind beim VCÖ-Mobilitätpreis Projekte und Konzepte für eine klimaverträgliche Mobilität und einen nachhaltigen Gütertransport. So sind Betriebe und Unternehmen, die Mobilitätsmanagement umsetzen, dienstliche Flugreisen langfristig durch Videokonferenzen ersetzen oder den Gütertransport klimaverträglicher abwickeln, aufgerufen, am VCÖ-Mobilitätspreis teilzunehmen. Aber auch Tourismusregionen, die eine umweltverträgliche Mobilität in der Urlaubsregion anbieten.

Aufgerufen sind auch Wohnbauträger, die den Bewohnerinnen und Bewohnern Sharing-Fahrzeuge – vom Transportfahrrad über E-Moped bis hin zum E-Auto – zur Verfügung stellen. Und auch Gemeinden und Städte, die die Ortskerne und Nahversorgung stärken beziehungsweise eine fußgänger- und radfahrfreundliche Verkehrsplanung umsetzen. Auch von Start-Ups, Fachhochschulen und Universitäten werden innovative Einreichungen für eine klimaverträgliche Mobilität erwartet. „Wir freuen uns schon auf viele tolle Konzepte und Ideen“, so der steirische Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

„Mehr Mobilität, mehr Gütertransporte und gleichzeitig weiterhin eine gute Luftqualität und keine Staus. Das können wir schaffen, wenn der Verkehr nach der Coronakrise deutlich klimaverträglicher abläuft als davor“, stellt VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak fest. Investitionen in Infrastrukturen für klimaverträgliche Mobilität, von der Schiene, über Radwege bis hin zu Fußgänger- und Begegnungszonen sind für die zukünftige Mobilität besonders wichtig.

Vor der Coronakrise sind die CO2-Emissionen des Verkehrs besonders stark gestiegen. Die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs waren zuletzt mit rund 3,6 Millionen Tonnen pro Jahr um drei Viertel höher als im Jahr 1990, informiert der VCÖ. Der Verkehr war zuletzt bereits für ein Drittel der CO2-Emissionen der Steiermark verantwortlich.

Während die Verkehrsemissionen seit dem Jahr 1990 um rund 75 Prozent zugenommen haben, sind die CO2-Emissionen des Energiesektors um ein Viertel gesunken und jene des Gebäudesektors sogar um die Hälfte. „Was im Gebäudesektor gelungen ist, ist auch im Verkehr zu schaffen. Was bei Gebäuden die Umstellung von Heizungssystemen, ist in der Mobilität der Umstieg auf klimaverträgliche Verkehrsmittel , wie Bahn, Bus oder Fahrrad“, betont VCÖ-Geschäftsführer Nowak.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Steiermark und den ÖBB durchgeführt und auch vom Steirischen Verkehrsverbund und der Holding Graz unterstützt. Einreichfrist ist der 10. Juni 2020, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis gibt es unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 893 26 97.

Auch Peter Wallis, Regionalmanager der ÖBB-Personenverkehr AG, ruft zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis auf: „Das Verhältnis zum Auto wird sich nach der Zeit von Corona verändern: „Nutzen statt besitzen“ wird die Devise der Zukunft. Es geht dabei eben nicht mehr um Status, sondern um smarte Mobilität. Die Grenzen zwischen öffentlichem und Individualverkehr werden verschwimmen, wenn dementsprechende Angebote einer Mobilitätskette angeboten werden. Grundbedingung dabei ist auch die digitale Vernetzung aller Angebote hinsichtlich Erreichbarkeit, Verkehrssicherheit, weniger Emissionen, Lärm und höherer Effizienz. Mobilität für alle und überall bedeutet „DIE“ Chance besonders für den ländlichen Raum.“

Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark werden von einer Fachjury bewertet und im September werden die am besten bewerteten Projekte von VCÖ, LH-Stv. Anton Lang und ÖBB ausgezeichnet. Im Vorjahr gewann die Stadtgemeinde Weiz mit dem Projekt „City Walk“ den VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark. Als vorbildliche Projekte wurden das Mobilitätsmanagement der Med Uni Graz, eine umfassende Radnetzstudie und die klimaverträgliche Güterlogistik des Transportunternehmens Wenzel Logistics ausgezeichnet.

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Der „VCÖ – Mobilität mit Zukunft“ ist eine auf Mobilität und Transport spezialisierte, gemeinwohlorientierte Organisation. Ziel des VCÖ ist ein ökologisch verträgliches, ökonomisch effizientes und sozial gerechtes Verkehrssystem. Die Sichtweise des VCÖ ist global orientiert, themenübergreifend und berücksichtigt die Interessen zukünftiger Generationen.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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