Thomas Kranabitl, ÖBf-Revierleiter: Ein Bagger für Molche

Artenvielfalt an der Forststraße: Unser Kollege hat den Bau eines Tümpels am Straßenrand begleitet – vier Jahre später hat er sich längst etabliert. Aktuell ziehen die Amphibien ein – der Bergmolch ist der erste.

Forstrevier Altaussee, März 2016: Am Rande einer Forststraße arbeitet ein Bagger – im Dienste der Natur. Ein Tümpel für Frösche, Unken und Molche wird gegraben. März 2020, vier Jahre später: Der Platz ist wieder zugewachsen, der Tümpel ist als Lebensraum etabliert. In Kürze werden ihn Amphibien aus allen Teilen des Waldes besuchen. Die ersten, die sich nach der Winterruhe aus den Verstecken wagen, sind die Bergmolche. An Forststraßen können sonnige Tümpel sehr einfach angelegt werden – ein Lotto-Sechser für Insekten und Amphibien.

Artenvielfalt an Forststraße: Bau eines Tümpels (vorher/nachher)

Die Bundesforste haben in einem Forschungsprojekt (Ländliches Entwicklungs-Projekt mit Unterstützung der EU) drei Jahre lang Forststraßen als Lebensraum inmitten dichter Wälder untersucht. Dass sie für einige Arten positive Auswirkungen haben können, war bisher nicht bekannt. Untersucht wurden insgesamt 126 Forststraßen-Abschnitte auf einer Länge von jeweils 100 Metern in fünf Regionen Österreichs. Die Auswahl erfolgte unter anderem anhand unterschiedlicher Höhenlagen, um ein möglichst breites Artenportfolio zu erfassen.

Bericht
Thomas Kranabitl, ÖBf-Revierleiter
Aufgezeichnet in Altaussee
© Österreichische Bundesforste, 2020

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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