Gute Zusammenarbeit zwischen Land Steiermark, Rotem Kreuz, Österreichischer Gesundheitskasse und Ärztekammer wird fortgesetzt: Mobiles Ärzteservice für Corona-Patienten wird ausgebaut

Graz, am 8. April 2020.- Aufgrund der neuen Herausforderungen in der ärztlichen Versorgung in der Steiermark wurde auf Empfehlung des Expertenstabs der Steiermärkischen Landesregierung ein mobiles Ärzteservice für Corona-Patientinnen und -Patienten, die sich in Heimisolation befinden, ins Leben gerufen. Das mobile Ärzteservice betreut auch Patientinnen und Patienten, die sich aufgrund eines Verdachtsfalles in häuslicher Isolation befinden. Im Einsatz ist das mobile Ärzteservice bereits seit 20. März von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr.

Neue Regionen ab 20. April: Leibnitz und Ennstal
Das mobile Ärzteservice, auch „Corona-Visitendienst“ genannt, ist zu einem gut nachgefragten Erfolgsfaktor bei der Eindämmung von COVID-19 geworden. Nun werden mit 20. April die Regionen Leibnitz und Ennstal als zusätzliche Regionen in die Betreuung aufgenommen und die Buchungen von Seiten der Ärzte sind ab sofort möglich. Außerhalb der Dienstzeiten des mobilen Ärzteservice werden die Betroffenen – in dringenden Fällen – durch den Notarzt beziehungsweise die Notärztin oder durch den regulären ärztlichen Bereitschaftsdienst, der auch an den Wochenenden im Dienst ist, versorgt.

„Dieser überlegte und gut abgestimmte Einsatz unserer Partner im Gesundheitswesens hat wesentlich mitgeholfen, die Corona-Ausbreitung in der Steiermark zu begrenzen und zahlreiche Krankheitsfälle frühzeitig zu behandeln. Mit dem mobilen Ärzteservice lassen wir niemanden, der sich in Quarantäne befindet alleine und schon gar nicht unbetreut“, betont Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß die Notwendigkeit dieses zusätzlichen Angebots in zwei weiteren steirischen Regionen.

Fragen und Antworten zum mobilen Ärzteservice:

Was ist das mobile Ärzteservice bzw. der Corona-Visitendienst?
Ein mit spezieller Schutzkleidung ausgestatteter aufsuchender Visitendienst von Montag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr mit Begleitung durch SanitäterInnen und Fahrzeug (organisiert durch das Rote Kreuz).

Wer wird zuhause betreut?
Unsere Zielgruppe sind Patientinnen und Patienten mit bestätigter COVID-19-Erkrankung und jene, welche aufgrund des Epidemiegesetzes 1950 idgF. auf behördliche Anordnung hin oder aufgrund eines offensichtlichen Verdachtsfalles eine befristete Zeit zu Hause in Isolation zu verbringen haben („Corona-Quarantäne“).

Wo werden die Patientinnen und Patienten betreut?
Die Betreuung erfolgt zu Hause durch vor Ort Besuche und im Bedarfsfall auch telefonisch.

Wer betreut diese Patientinnen und Patienten?
Die Betreuung erfolgt durch freiwillige „Corona-Ärzte“ in Begleitung von Sanitätern. In Ergänzung dazu sind auch die Hausärzte in diese Betreuung eingebunden. Die Testung durch Sanitäter und die Handlungen der Amtsärzte sind davon getrennt.

Wie gut ist das gebucht?
Die Erfahrung der ersten beide Wochen zeigen eine hohe Akzeptanz bei Ärzten und Patienten:

Alle „Corona-Visitendienste“ sind bis Mitte Mai ausgebucht.

Zahlreiche Patienten (über 120 Patienten pro Woche) erhalten dadurch einen Hausbesuch:

Wie ist das mobile Ärzteservice bzw. der Corona-Visitendienst in die steirische Gesundheitsversorgung eingebettet?
Für die Steirerinnen und Steirer stehen 7 x 24 Stunden mobile Einsatzgruppen zur Verfügung.
In Ergänzung zum Corona-Visitendienst bestehen Bereitschaftsdienste (Ärztenotdienst Graz, Visitendienste in 24 Regionen außerhalb von Graz) und das gesamte Notarztwesen.
Die Hausärzte leisten einen wichtigen Beitrag in der Versorgung der Menschen.
Die Steiermärkische Krankenanstalten-Gesellschaft und die Fonds-Krankenanstalten sind ebenso für die Versorgung der Steirerinnen und Steirer da.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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