SPÖ Bad Aussee: Nur ein Plakat für die Gemeinderatswahl?

Bad Aussee aktiv gestalten, statt verwalten. Unter diesem Motto schloss die SPÖ Bad Aussee die Wahlvorbereitung für die Gemeinderatswahlen am 22. März erfolgreich ab. Zuvor überreichte Spitzenkandidat Otto Marl gemeinsam mit Vizebürgermeister Rudi Gasperl noch Spendenschecks für die Jugendarbeit der Stadtkapelle Bad Aussee und der Feuerwehrmusikkapelle Strassen. 

„Wir zeigen, dass man die Stadt Bad Aussee aktiv gestalten kann. So haben wir uns eine aufwendige Plakataktion gespart. Das kommt der Umwelt und ganz speziell dem Ortsbild zu Gute. In einer Tourismusregion schaut es wirklich nicht schön aus, wenn von jedem Masten Kommandotöne auf die Menschen einprasseln“, so Otto Marl. Das dadurch eingesparte Wahlkampfbudget wurde nun der Jugendarbeit der Stadtkapelle Bad Aussee und der Feuerwehrmusikkapelle Strassen zur Verfügung gestellt. „Das ist in einer Kurstadt nicht nur optisch sinnvoller, sondern auch wesentlich nachhaltiger“, so Marl.

Inhaltlich hat das Team rund um Otto Marl und Rudi Gasperl zum Abschluss noch einmal die Schwerpunkte betont. „Uns geht es nicht darum, die Arbeit der vergangenen Jahre schlecht zu reden. Franz Frosch und seine Mitstreiter haben solide Arbeit geleistet. Aber solide ist für unsere Stadt einfach zu wenig. Wenn wir das Potenzial der Region voll ausschöpfen und Perspektiven für die Riesenchance Kulturhauptstadt 2024 schaffen wollen, braucht es Visionen und klare Ziele“, erklärt Otto Marl. Im Mittelpunkt stehen dabei Projekte wie die Beseitigung der scherzhaft genannten „Schottergrube“ am Areal hinter dem Kammerhof oder eine Einigung in der Endlosdiskussion um den Sommersbergsee. „Hier hat die absolute VP-Mehrheit in der Gemeinde leider sehr viele wertvolle Felle die Traun hinunterschwimmen lassen. Bad Aussee hat dabei Jahre der Entwicklung verschenkt und in den Medien einen zweifelhaften Ruf hinterlassen“, so Otto Marl.  

Ein weiteres zentrales Thema ist der Erhalt des LKH Bad Aussee. Hier sieht Vzbgm. Rudi Gasperl klare Versäumnisse: „Wenn die Bürgermeister des Ausseerlandes geschlossen und mit Nachdruck in Graz aufgetreten wären, wie das der ÖVP-Bürgermeister aus Rottenmann seit Jahren macht, stünden die Chancen zum Erhalt unseres neuen Krankenhauses wesentlich besser. Dass das geht, hat Altaussee seinerzeit beim Thema Gemeindezusammenlegung bewiesen. Ich hätte mir gewünscht, dass die nun amtierenden Bürgermeister ähnlich viel Energie auch in das Thema LKH investieren“.  

Brisanz bürgt für den Spitzenkandidaten auch der geplante Umbau der Neuen Mittelschule in Bad Aussee: „Dass hier etwas geschehen muss, ist völlig klar. Ich bin aber gegen einen Schnellschuss, der einige Millionen Euro zu viel kosten kann. Wir vergeben die einmalige Chance, ein innovatives Schulkonzept für Bad Aussee aufzustellen, wie es sich auch führende Pädagoginnen und Pädagogen wünschen. So könnten wir den Schulstandort Bad Aussee auf viele Jahrzehnte sichern und mit modernen Methoden prägen.“  

Als Ziele für die nächsten Jahre wünschen sich Otto Marl und sein Team mehr Zusammenhalt in der Gemeindestube und breitere Diskussionen, wenn es um die Zukunft der Stadt geht. „Bad Aussee braucht einen Ganztagesbürgermeister, der die vielen guten Ideen zusammenführt und umsetzt. Es darf nicht alles nur aus einer Richtung kommen. Wir brauchen Visionen für unsere Jugendlichen, für die Kinderbetreuung, für unsere älteren Menschen, für die Gesundheit und ganz speziell auch für Kultur und den Klimaschutz. Es gibt viel zu tun – ich freue mich auf eine offenere Gemeindeführung nach der Wahl mit mehr Blick über den Tellerrand“. 

Fotos: SPÖ Bad Aussee

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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