Rund 150.000 Steirer machten zuletzt Geschäftsreisen – Videokonferenzen als Alternative

Die Maßnahmen infolge des Coronavirus treffen auch Geschäftsreisen. Zuletzt machten rund 150.000 Steirerinnen und Steirer eine Geschäftsreise. Österreichweit waren es im Vorjahr rund 1,3 Millionen Personen, die in Summe 3,2 Millionen Geschäftsreisen durchführten. Videokonferenzen sind eine gute Alternative zu Geschäftsreisen, wie beispielsweise die BKS-Bank zeigt. Zusätzlich zu den gesundheitlichen Aspekten sind Videokonferenzen zeitsparender als auch ressourcenschonender und klimaverträglicher.

Die Zahl der Steirerinnen und Steirer, die Geschäftsreisen machen, ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Während im Jahr 2011 noch 202.000 Steirerinnen und Steirer eine Geschäftsreise machten, waren es im Jahr 2018 um ein Viertel weniger, nämlich 152.000. Für das Jahr 2019 liegen noch keine Daten vor.

Auch österreichweit ist die Tendenz bei Geschäftsreisen deutlich rückläufig. Während im Jahr 2013 noch 4,16 Millionen Geschäftsreisen unternommen wurden, waren es im Jahr 2018 mit 3,33 Millionen um 20 Prozent weniger. Für das Gesamtjahr 2019 ist mit rund 3,2 Millionen Geschäftsreisen zu rechnen. Auch die Auslandsgeschäftsreisen wurden verringert, von 2,1 Millionen im Jahr 2013 auf rund 1,5 Millionen im Jahr 2018. Die Hälfte der Auslandsreisen wird mit dem Flugzeug gemacht, macht der VCÖ aufmerksam. Der Rückgang der Geschäftsreisen ist auch auf den verstärkten Einsatz von Video- und Telefonkonferenzen zurückzuführen. 

Videokonferenzen sind eine gute Alternative zu Geschäftsreisen, wie die BKS-Bank seit mehreren Jahren zeigt. Bereits im Jahr 2014 wurden mit 275 Videokonferenzen 141.000 Kilometer vermieden, im Jahr 2018 wurden mit 578 Videokonferenzen bereits 290.000 Kilometer vermieden, berichtet der VCÖ. 

Videokonferenzen sparen auch viel Zeit und ermöglichen den Beschäftigten sofort nach der Videokonferenz ihrer Arbeit nachzugehen. Zudem wird Verkehr vermieden und ein Beitrag geleistet, den Klimazielen näher zu kommen. 

„Videokonferenzen und Homeoffice werden auch nach Eindämmung des Coronavirus an Bedeutung gewinnen. Umso wichtiger ist es, die digitale Infrastruktur auszubauen und zu verbessern. In Zeiten der Digitalisierung braucht es nicht neue Autobahnen oder Schnellstraßen oder größere Flughäfen, sondern ein leistungsfähiges digitales Netz“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. 

VCÖ: Zahl der Geschäftsreisen geht seit dem Jahr 2014 zurück (Anzahl Geschäftsreisen in Österreich) 

Jahr 2019: 3,20 Millionen (Abschätzung auf Basis von 1. Halbjahr) Jahr 2018: 3,33 Millionen 

Jahr 2017: 3,48 Millionen
Jahr 2016: 3,88 Millionen

Jahr 2015: 3,81 Millionen
Jahr 2014: 4,13 Millionen

Jahr 2013: 4,16 Millionen
Jahr 2012: 3,92 Millionen

Jahr 2011: 3,66 Millionen
Jahr 2010: 3,22 Millionen
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2020

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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