VCÖ: In der Steiermark besitzen drei von vier Haushalten ein Fahrrad

Auch wenn immer mehr das ganze Jahr über Radfahren, viele starten jetzt im März in ihre Fahrradsaison. Der VCÖ weist darauf hin, dass nach dem Winter das Fahrrad eine Wartung braucht. Insgesamt haben in der Steiermark 76 Prozent der Haushalte zumindest ein funktionstüchtiges Fahrrad. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in der Steiermark sehr groß. Immerhin ist die Hälfte der täglichen Wege kürzer als fünf Kilometer und damit in Radfahrdistanz. Wichtig ist ein beschleunigter Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr, betont der VCÖ.

Drei Viertel der steirischen Haushalte besitzen mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad. „Zunehmend mehr nutzen das Fahrrad das ganze Jahr als Verkehrsmittel. Viele starten aber jetzt in ihre Radfahrsaison. Im März steigt die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer stark an“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. So weisen die Radverkehrszählstellen in Graz im März im Vergleich zum Februar im Schnitt um rund 50 Prozent mehr Radfahrerinnen und Radfahrer auf.

Wer das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzt, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und kommt so täglich auf eine gesunde Portion Bewegung. Insgesamt ist Radfahren sehr gesund, beugt vielen Erkrankungen vor und stärkt das Immunsystem, was gerade in Zeiten wie diesen wichtig ist.

Der VCÖ weist darauf hin, dass ein Fahrrad nach der Winterpause unbedingt eine Wartung braucht. Beim Fahrrad-Check ist mehr nötig, als nur die Reifen aufpumpen. Wichtig ist, das Funktionieren der Beleuchtung und der Bremsen zu kontrollieren und, ob die Bremsgummis in gutem Zustand sind sowie die Kette zu ölen.

Auch Fahrräder, die im Winter im Einsatz waren, verdienen sich jetzt eine Wartung. Der VCÖ empfiehlt, das Fahrrad zumindest einmal im Jahr zum Service in ein Fachgeschäft zu bringen. Materialschäden werden beim Service rechtzeitig erkannt. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer eines Fahrrads und kann teure Reparaturen vermeiden.

Das Fahrrad spielt beim Erreichen von Österreichs Klimazielen eine Schlüsselrolle. Bereits im Jahr 2018 hat die damalige Bundesregierung das Ziel beschlossen, den Radverkehr bis zum Jahr 2025 auf 13 Prozent zu verdoppeln. Ein Ziel, dass die jetzige Bundesregierung übernommen hat. „Es ist höchste Zeit, dass der Bund den schönen Worten auch konkrete Maßnahmen folgen lässt und die Gemeinden, Städte und Regionen beim Ausbau der Rad-Infrastruktur stärker als bisher unterstützt“, setzt sich VCÖ-Sprecher Gratzer für eine Rad-Infrastrukturoffensive ein.

In den Ballungsräumen braucht es so genannte Rad-Highways als direkte und möglichst kreuzungsfreie Verbindung vom Umland in die Städte. In den Regionen fehlt vielerorts eine sichere Radverbindung zwischen einer Siedlung und dem nächstgelegenen Ort. Und in den Städten wird auf vielen Straßen nach wie vor parkenden Autos viel mehr Platz eingeräumt, als den Bürgerinnen und Bürgern, die Radfahren.

Das Potenzial für deutlich mehr Radverkehr ist in der Steiermark groß. Die Hälfte aller Alltagswege ist kürzer als fünf Kilometer, eine für das Fahrrad ideale Distanz. Sieben von zehn Alltagswegen sind kürzer als zehn Kilometer, was wiederum mit den immer beliebter werdenden Elektro-Fahrrädern gut zu bewältigen ist. „Dort wo es eine gute Infrastruktur für den Radverkehr gibt, fahren auch viele mit dem Fahrrad“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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