Die Steiermark im Gleich-Gewicht: So purzeln die Kilos richtig!

Die Zeit vor Ostern ist für Viele eine Zeit des Fastens, die auch die Kilos zum Schmelzen bringen kann. Doch kaum ist die Fastenzeit wieder vorbei, sind die Kilos wieder drauf. Wer nicht nur kurzfristig etwas für sein Körpergewicht tun möchte, stellt die Ernährung langfristig um. Schritt für Schritt und angepasst an den individuellen Alltag lautet die Erfolgsformel. Unterstützung gibt es von den zwölf Diätologinnen aus dem Programm „GEMEINSAM G ́SUND GENIESSEN – daheim und unterwegs“.

Dass falsche Ernährung zu Beschwerden und sogar Krankheiten führen kann, ist kein Geheimnis. Trotzdem essen viele Steirerinnen und Steirer ungesund – und haben mit den negativen Auswirkungen zu kämpfen. Die Zahlen des Gesundheitsberichts für die Steiermark sind alarmierend. Nicht einmal ganz die Hälfte der Steirerinnen und Steirer kann als normalgewichtig bezeichnet werden. 33,9 Prozent sind übergewichtig, 14,2 Prozent sogar adipös – also fettleibig! Etwas mehr als zwei Prozent sind untergewichtig. Doch nicht nur die Waage zeigt oftmals zu viel an: Auf den steirischen Tellern landet viel zu viel Fleisch. Männer essen sogar bis zu dreimal so viel Fleisch und Fleischprodukte wie empfohlen. Und auch der Alkoholkonsum ist bedenklich. Gleichzeitig finden für die Gesundheit so wichtige Produkte wie Gemüse und Obst nur selten den Weg in die steirischen Mägen.

In allen steirischen Bezirken (außerhalb von Graz) steht deshalb seit September 2018 eine kostenlose Ernährungsberatung durch eine Diätologin zur Verfügung. Das Programm „GEMEINSAM G’SUND GENIESSEN – daheim und unterwegs“ wurde vom Gesundheitsfonds Steiermark beauftragt und wird von der Fachhochschule JOANNEUM, Institut Diätologie, umgesetzt. Das Angebot ist für alle Ernährungsthemen verfügbar. Besonders geeignet ist das Programm für ältere Steirerinnen und Steirer und für Personen mit Übergewicht sowie für all jene, die sich eine Ernährungsberatung nicht leisten können.

Dieses Beratungsangebot wird gut angenommen, das zeigen die Daten aus dem Betreuungsjahr 2019. In jedem Bezirk wurden die verfügbaren Stunden fast zu 100 Prozent ausgeschöpft. Insgesamt nahmen 713 Steirerinnen und Steirer im Jahr 2019 die kostenfreie Ernährungsberatung in Anspruch. 244 davon haben ihre persönliche Ernährungsberatung auch schon abgeschlossen. Mehr als drei Viertel der beratenen Personen geben bei Beratungsabschluss an, dass vereinbarte Behandlungsziel sehr gut bzw. gut erreicht zu haben. Knapp zwei Drittel aller Beratungen waren dem Thema Gewichtsreduktion gewidmet. Außerhalb der persönlichen Beratungen wurden im Rahmen der Lotsenfunktion weitere 79 Personen an andere standardisierte (Ernährungsberatungs-)Angebote weitermittelt.

„Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Baustein für die Gesundheit. Eine Fehl- bzw. Mangelernährung hat ernste und langfristige Konsequenzen wie beispielsweise Übergewicht oder chronische Erkrankungen zur Folge. Deshalb ist es mir wichtig, die Steirerinnen und Steirer dabei zu unterstützen, die richtige und gesunde Wahl beim Essen und Trinken zu treffen. Ich freue mich, dass dieses Programm so gut angenommen wird“, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß.

Mehr zum Programm unter: www.fh-joanneum.at/ernaehrungsberatung

Mehr zur Initiative: GEMEINSAM G ́SUND GENIESSEN und zu den kostenlosen Ernährungsbroschüren und Rezepten: www.gemeinsam-geniessen.at

Eckdaten zum Programm:

Was beinhaltet das Programm konkret?

Im Zentrum des Programmes stehen die persönlichen Ernährungsberatungen durch Diätologinnen. Klientinnen und Klienten erhalten dabei mindestens zwei, aber maximal fünf Beratungsstunden pro Behandlungsjahr. Im Zuge der Ernährungsberatung wird ein Ernährungstagebuch geführt und besprochen. In Abhängigkeit von den persönlichen Zielen werden die Klientinnen und Klienten bestmöglich begleitet. Sichere und geprüfte Ernährungsinformation wird zur Verfügung gestellt. Um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden bzw. aufgrund der Tatsache, dass z. B. ein gesunder Gewichtsverlust auch eine Änderung im Verhalten (psychische Komponente) sowie eine Änderung des Bewegungsverhaltens bedarf, übernehmen die Diätologinnen auch Lotsenfunktionen.

Wer kann das Programm in Anspruch nehmen?

Treffen folgende Punkte auf Sie zu?

Dann nehmen Sie das Angebot der kostenlosen Ernährungsberatung in Anspruch!

Wie bekomme ich einen Beratungstermin?

Die Überweisungsvorlage finden Sie hier.
Was ist, wenn ich das Programm nicht in Anspruch nehmen kann?

Besonders geeignet ist das Programm für ältere Steirerinnen und Steirer und für Personen mit Übergewicht sowie für all jene, die sich eine Ernährungsberatung nicht leisten können.

  •   Sie leben in der Steiermark.
  •   Sie haben Interesse an einer Ernährungsberatung oder Ihr Arzt hat Ihnen diese empfohlen.
  •   Sie haben kein oder ein geringes Einkommen oder eine Rezeptgebührenbefreiung.

Wer eine Ernährungsberatung möchte, kann direkt die für den Wohnbezirk zuständige Diätologin für eine Terminvereinbarung kontaktieren. Informationen und Kontaktdaten sind unter www.fh- joanneum.at/ernaehrungsberatung abrufbar.

Brauche ich für das Programm einen Überweisungsschein? Ja, kranke Personen brauchen eine ärztliche Überweisung für eine therapeutische
Ernährungsberatung. Für eine vorbeugende Ernährungsberatung ist keine Überweisung nötig.

Die Diätologinnen verweisen Sie gerne an andere geeignete Beratungsangebote in Ihrem Bezirk Diese können beispielsweise auch dem „Steirischen Ernährungskompass“ entnommen werden.

Hinweis: Die Stadt Graz ist vom Programm generell ausgenommen, weil es in Graz andere kostenlose Ernährungsberatungsangebote gibt. Die Angebote finden Sie gesammelt unter
diesem Link. Darüber hinaus stehen Ihnen qualitätsgesicherte Ernährungsinformationen über www.gemeinsam-geniessen.at zur Verfügung, die auch unabhängig von einer Ernährungsberatung genutzt werden können. Die Rezeptdatenbank mit einfachen, gemüsereichen Rezepten oder das Ernährungstagebuch werden beispielsweise gerne genutzt.

GEMEINSAM G ́SUND GENIESSEN

GEMEINSAM G ́SUND GENIESSEN ist die steirische Initiative für gesundes Essen mit Genuss. Zahlreiche Unterstützungen werden in Hinblick auf gesündere Ernährung geboten. Seit Oktober 2019 wird unter dem Kampagnennamen „Sei amol g’miasig“ besonders die Thematik „Gemüse essen“ auf humoristische Art in Szene gesetzt. Verantwortlich für die Initiative ist die Fach- und Koordinationsstelle Ernährung, welche beim Gesundheitsfonds Steiermark eingegliedert ist. Finanziert wird die Initiative aus den Mitteln des Gesundheitsförderungsfonds Steiermark.

Mehr Informationen zur Initiative bzw. zur Gemüsekampagne finden Sie unter http://www.gemeinsam-geniessen.at/ oder auf Instagram www.instagram.com/seiamolgmiasig.

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Baustein für die Gesundheit“

©Foto Fischer

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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