5 Lawinentote am Dachstein

Hallstatt. Fünf junge Bergsteiger aus Tschechien gerieten im Bereich des Hohen Dachsteins (OÖ) in eine Schneebrettlawine und konnten nur mehr tot geborgen werden. Alle Versuche von sechs Hubschrauberbesatzungen, Alpinpolizisten und Bergrettern das Leben der drei Frauen und zwei Männer zu retten blieben vergebens.

Die fünfköpfige Gruppe aus Tschechien übernachtete auf der Seethalerhütte (2.700m) und wollte am Sonntag am Morgen den Hohen Dachstein (2.995m) über den Randkluftweg besteigen. Beim Aufstieg von der Seethalerhütte dürften die fünf Alpinisten selbst die Schneebrettlawine ausgelöst haben. Alle fünf wurden mitgerissen und voll verschüttet. Eine erste Suche durch anwesende Zeugen mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät blieb ergebnislos, da keiner der Betroffenen eine Notfallausrüstung mit sich führte. Erst Lawinenhunde der Bergrettung konnten die ersten drei Personen orten. Mit Sondierketten gelang es auch noch die zwei anderen Verschütteten zu finden. Die anwesenden Notärzte stellten bei allen nur mehr den Tod fest. Mit Polizeihubschraubern aus Linz und Salzburg wurden die Toten nach Hallstatt geflogen und dort identifiziert. An der Rettungsaktion waren mehrere Ortstellen der Bergrettung Oberösterreich und der Bergrettung Steiermark, fünf Lawinenhundeteams der Bergrettung, die Alpinpolizei und insgesamt sechs Notarzt- und Polizeihubschrauber.

Text/Bilder©Bergrettung Oberösterreich

Quelle Videos „Bergrettung Ramsau“ 

Bericht: LPD Oberösterreich: Fünf Tote bei Lawinenunglück

Bezirk Gmunden

Eine fünfköpfige Bergsteigergruppe aus Tschechien, zwei Männer (28 und 46 Jahre alt), als auch drei Frauen (27, 30 und 37 Jahre alt) nächtigten von 7. auf 8. März 2020 in der Seethalerhütte am Dachstein. Am 8. März 2020 brach die Gruppe mit Schneeschuhen und der Kletterausrüstung zur Besteigung des Hohen Dachsteins von der Seethalerhütte über den Hallstätter Gletscher zum Wandfuß des Dachsteins auf. Die Personen verwendeten keine Lawinenverschüttetensuchgeräte. Gegen 9:15 Uhr löste sich aus der Flanke unterhalb der Randkluft ein Schneebrett, welches die Schneeschuhgruppe erfasste und bis zu einem Meter Tiefe gänzlich verschüttete. Unbeteiligte Zeugen versuchten sofort die Personen mit Verschüttetensuchgeräte zu lokalisieren. Zeitgleich wurden mehrere Notrufe abgesetzt und die Rettungskräfte alarmiert. Bergretter aus Oberösterreich und der Steiermark, drei Notarzthubschrauber, drei Hubschrauber der Flugpolizei und mehrere Bergretter mit Lawinensuchhunden waren im Einsatz. Nach ca. zwei Stunden konnten zwei Lawinenhunde der Bergrettung die ersten drei Opfer lokalisieren. Rasch konnten anschließend auch die beiden weiteren Personen lokalisiert werden. Alle Reanimationsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Die fünf Personen wurden mit zwei Hubschraubern der Flugpolizei in das Tal nach Hallstatt geflogen.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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