ÖSV-Wintersportsplitter: MAYER GEWINNT KVITFJELL ABFAHRT

Matthias Mayer holte sich den Sieg in der letzten Abfahrt dieser Saison und feierte seinen neunten Weltcuperfolg.

Mit einer perfekten Fahrt sicherte sich Matthias Mayer bei der Abfahrt im norwegischen Kvitfjell seinen vierten Saisonsieg. Der Kärntner lag bei allen Zwischenzeiten voran und ließ Lokalmatador Aleksander Aamodt Kilde um 14 Hundertstel hinter sich. Dritter wurde Carlo Janka aus der Schweiz (+0,37 Sek.). Die kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup holte sich zum dritten Mal in Folge Beat Feuz (SUI).

„Es hat super gepasst. Ich war vom Start weg voll drinnen und es ist gut aufgegangen. Bei den Trainings haben wir am Material probiert, aber Training ist Training und was zählt ist das Rennen. In Kitzbühel ist Kjetil Jansrud um ein paar Hundertstel reingefahren, heute habe ich zurückschlagen können.“

Matthias Mayer

Mayer, der in dieser Saison bereits auf der Streif in Kitzbühel gewinnen konnte, gewann zum fünften Mal in seiner Karriere in einer Abfahrt und holte den ersten ÖSV-Sieg in Kvitfjell seit Hannes Reichelt 2015.

Zweitbester Österreicher wurde Daniel Danklmaier auf Rang zwölf. Der Steirer hatte 1,29 Sekunden Rückstand auf Mayer und verpasste einen Top-10 Platz haarscharf. Der 26-jährige egalisierte damit sein bestes Saisonergebnis.

Vincent Kriechmayr landete mit 1,47 Sekunden Rückstand auf dem 14. Platz. Der Sieger des Hinterstoder Super-G zeigte einen Lauf ohne große Fehler, dennoch konnte er im Kampf um die Spitzenplätze nicht eingreifen.

„Es ist nicht ganz nach Wunsch verlaufen, ich habe mir mehr vorgenommen. Vielleicht war ich eine Spur zu verbissen und das summiert sich da runter. Jetzt freue ich mich aber schon sehr auf den Super-G morgen und bin sehr zuversichtlich.“

Vincent Kriechmayr

In seinem vierten Weltcuprennen holte Daniel Hemetsberger erstmals Punkte. Der 28-jährige Oberösterreicher wurde starker 15. (+1,55 Sek.).

Auf Platz 22 landete Otmar Striedinger. Der Kärntner holte damit zum achten Mal in dieser Saison Weltcuppunkte. Sein Rückstand auf Matthias Mayer betrug 1,79 Sekunden.

Nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Max Franz der 34. wurde. Christian Walder verpasste als 40. ebenfalls die Punkteränge. Niklas Köck wurde 44.

ERGEBNIS

Big-Air-Triumph von Anna Gasser bei den X-Games Norway



Anna Gasser hat am Samstag in einer dramatischen Entscheidung den Big Air im Rahmen der X-Games Norway in Hafjell gewonnen! Die Kärntnerin schaffte mit dem allerletzten Trick der gesamten Konkurrenz, einem „Cab Double Cork 1080“, noch den Sprung vom dritten Zwischenrang auf Platz eins. Gasser holte damit vor der Japanerin Miyabi Onitsuka, der Kanadierin Laurie Blouin und der US-Amerikanerin Jamie Anderson bereits ihr viertes X-Games-Gold.

Die Big-Air-Olympiasiegerin setzte bei diesem Contest vier verschiedene Tricks sauber hin und erhielt für zwei ihrer Sprünge auch die beiden höchsten Wertungen der Judges. Detail am Rande: Den „Cab Double Cork 1080“, mit dem Gasser den Sieg fixierte, war sie im Training aufgrund schwieriger äußerer Bedingungen kein einziges Mal gesprungen. „Ich habe vor dem letzten Run gewusst, dass ich alles geben muss, um noch ganz nach vorne zu kommen. Ich bin extrem happy, dass ich den ‚Cab 10‘ dann auch wirklich landen konnte. Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel, da die jungen Fahrerinnen das Niveau ständig nach oben schrauben, aber ich immer noch gut dagegenhalten kann.“

Am Sonntag findet mit Beginn um 10.30 Uhr der Slopestyle-Bewerb der Damen bei den X-Games Norway statt.

Alessandro Hämmerle mit Rang zwei in der Sierra Nevada wieder Weltcupführender


Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle hat am Samstag mit einem zweiten Platz beim vorletzten Weltcuprennen in dieser Saison in der Sierra Nevada (ESP) die Führung in der Disziplinenwertung wieder an sich gerissen! Der Vorarlberger musste sich im großen Finale nur dem spanischen Lokalmatador Lucas Eguibar geschlagen geben, verwies aber im Fotofinish den Deutschen Paul Berg auf Rang drei. Der Niederösterreicher Jakob Dusek holte als starker Vierter sein nächstes Topresultat, nachdem er Ende Jänner in Big White (CAN) als Zweiter seinen ersten Podestplatz im Weltcup herausgefahren war. Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Herren: 16. Julian Lüftner, 20. Luca Hämmerle, 22. Lukas Pachner, 23. Sebastian Jud, 27. David Pickl, 46. Andreas Kroh, 51. Marco Dornhofer.

Hämmerle hat im SBX-Weltcup vor dem letzten Rennen am Sonntag in einer Woche (15. März) in Veysonnaz (SUI) mit 2.960 Punkten gerade einmal zehn Zähler Vorsprung auf den heutigen Tagesfünften Lorenzo Sommariva (ITA/2.950). Dusek (2.110) liegt als Gesamtvierter knapp hinter dem drittplatzierten Italiener Omar Visintin (2.130).

„Es war sehr wichtig, dass ich mich im großen Finale im Fotofinish durchgesetzt habe. Auch deshalb, weil ich zuletzt bei knappen Entscheidungen sehr oft den Kürzeren gezogen habe. Die ersten drei Heats habe ich heute von der Spitze aus kontrolliert, im großen Finale bin ich dann leider nicht optimal aus dem Startgate gekommen. Ich bin aber geduldig geblieben und habe nicht auf ‚Teufel komm raus‘ attackiert, denn das kann hier herunter auch ziemlich ins Auge gehen. Es ist cool, dass ich mit dem Gelben Trikot zum Finale fahre – ich mag den Kurs in Veysonnaz und freue mich auf einen spannenden Fight um die Weltcupkugel“, meinte Alessandro Hämmerle.
 
„Es ist echt lässig, dass ich jetzt zweimal hintereinander ins große Finale gefahren bin. Der Speed passt im Moment ganz einfach bei mir. Das zeigt auch der zehnte Platz in der Quali, obwohl ich keinen optimalen Lauf gehabt habe. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn du weißt, dass du schnell bist und bei deinen Fahrten nichts Außergewöhnliches machen musst. Jetzt will ich natürlich auch beim Finale noch einmal vorne mitmischen“, sagte Jakob Dusek.

Bei den Damen siegte die Französin Chloe Trespeuch vor der Italienerin Michela Moioli und der Australierin Belle Brockhoff. Pia Zerkhold verpasste als Qualifikation-18. den Sprung in das 16er-Finale, Katharina Neussner kam in der Qualifikation zu Sturz und blieb ohne Platzierung.

EGGER HOLT GOLD BEI JUNIOREN-WM

Auftakt nach Maß bei der alpinen Junioren-WM in Narvik (NOR). Der ÖSV holt am ersten Tag gleich drei Medaillen.

Mit den beiden Abfahrten ging es am heutigen Samstag erstmals um Medaillen bei der Junioren-Ski WM in Narvik. Für den ÖSV hätte der Start nich besser verlaufen können. Gleich im ersten Rennen, der Abfahrt der Damen durfte man sich über einen österreichischen Doppelsieg freuen. Magdalena Egger wurde Weltmeisterin, Teamkollegin Lisa Grill holt Silber. Bei den Herren gewann Stefan Rieser die Bronzemedaille.

ABFAHRT DER DAMEN

Eine Hundertstel Entscheidung zwischen zwei Österreicherinnen gab es im ersten Rennen. Bei der Abfahrt, welche aufgrund des Neuschnees mit 30-minütiger Verspätung startete, waren Magdalena Egger und Lisa Grill eine Klasse für sich. Am Ende setzte sich Egger um 0,09 Sekunden vor ihrer Teamkollegin durch und feierte den Weltmeistertitel. Die 19-jährige, welche im Europacup hauptsächlich in den technischen Disziplinen an den Start geht, konnte ihre Trainingsbestzeit im heutigen Rennen bestätigen. Dritte wurde Monica Zanoner aus Italien (+0,66 Sek.).

Die beiden anderen Österreicherinnen platzierten sich ex aequo auf Platz 18. Lena Wechner und Michelle Niederwieser schafften damit auch eine gute Top-20 Platzierung.

„Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll. Es war gar nicht sicher, dass ich in der Abfahrt an den Start gehe. Ich hab mich nur auf’s Skifahren konzentriert und es ist echt cool, dass das so aufgegangen ist. Ein mega Tag!“

Magdalena Egger

ERGEBNIS

Rang Sechs im Teambewerb von Oslo (NOR)



Österreichs Skispringer haben am Samstag beim Teambewerb in Oslo (NOR) den sechsten Platz belegt. Der Sieg ging an Gastgeber Norwegen vor den Teams aus Deutschland und Slowenien. 

Für Österreich startete Michael Hayböck als erster Springer in den Bewerb. Nach dem gestrigen zweiten Platz in der Qualifikation waren die Erwartungen groß. Leider kam der Oberösterreicher nicht über 112,5 Meter hinaus. Im zweiten Sprung gelang dem 29-jährigen ein Satz auf 126 Meter. Daniel Huber sprang im ersten Durchgang 119,5 Meter und konnte sich im Finaldurchgang noch steigern. 125 Meter bedeuteten für den Salzburger den viertweitesten Sprung in seiner Gruppe. Als dritter Österreicher ging Gregor Schlierenzauer auf den Balken. Der Tiroler zeigte Sprünge auf 125,5 und 122 Meter.

Stefan Kraft, der Führende im Gesamtweltcup, sprang im ersten Durchgang 123,5 Meter. Beim seinem abschließenden Sprung zeigte er seine ganze Qualität und sprang mit 134 Meter die zweithöchste Weite des Tages. 

Im Nationen-Cup liegt Österreich nun 58 Punkte hinter Deutschland. In der RAW-Air-Wertung führt der Deutsche Constantin Schmid vor Marius Lindvik aus Norwegen und Ziga Jelar (SLO). Bester Österreicher ist Stefan Kraft auf Platz vier. Morgen Sonntag steht in Oslo noch ein Einzelwettkampf am Programm (14:30 Uhr MEZ). 

***Stefan Kraft: „Der zweite Sprung hat richtig Spaß gemacht. Natürlich ist es cooler, wenn wir als Mannschaft vorne dabei sind. Wir müssen das jetzt abhaken und morgen ein besseres Einzelspringen zeigen.“

***Cheftrainer Andreas Felder: „Ich habe mir mehr erwartet, weil die Jungs gut drauf waren. Wir waren vom ersten Moment weg hinten nach und haben versucht aufzuholen. Leider waren manche dann zu verkrampft und da kann man keine guten Sprünge zeigen. Ich hoffe, dass wir morgen zu unseren alten Stärken zurückfinden.“

 https://oesv.info/media2/presse/7812562b5f57f8b8.pdf

STADLOBER 15. BEIM 30 KM RENNEN IN OSLO

Im Mekka des nordischen Sports sollte dieses Wochenende ein richtiges Skifest stattfinden, doch leider wurde daraus nichts. Der Coronavirus bzw. die Gesundheitsbehörde hat den traditionellen Holmenkollenspielen einen Strich durch dir Rechnung gemacht. Wo sonst tausende Fans im Stadion den Sportlerinnen zujubeln, war nur der Sprecher laut. Einzig im Wald fanden sich tausende Fans ein um die Langläuferinnen anzufeuern. 

ERGEBNIS 30 KM C OSLO (NOR)

Trotzdem war das 30 km Rennen in klassischer Technik aus sportlicher Sicht wieder ein Highlight. Nicht nur das die Schwedin Frida Karlsson, der Norwegerin Johaug noch den Sieg vor Augen wegschnappte, sondern auch das Niveau der Damen war insgesamt wieder sehr hoch. So befand sich die einzige ÖSV Athletin Teresa Stadlober in einer zwanzig-köpfigen Verfolgergruppe und kam als 15. ins Ziel.

Teresa Stadlober: „Durch die lange Saison merke immer mehr und heute speziell, dass mir die drei Monate spezifisches Training im klassischen Bereich doch fehlen. um den letzten Punch noch herausholen zu können. Bis zu dem Stockbruch am Ende der ersten Runde befand ich mich gut im Rennen, danach versuchte ich mich wieder einzugliedern. Die letzten drei Kilometer lief ich fast nur mehr aus den Armen und nicht aus den Beinen heraus. Mit dem Ergebnis muss ich zufrieden sein, denn wie man heute gesehen hat, ist die Dichte jener sehr groß, welche einen Top-Ten-Platz erreichen können. Jetzt gilt es nochmals alle Kräfte für das Weltcupfinale in Kanada zu mobilisieren.“

ÖSV-Damen-Staffel in Nove Mesto auf Rang elf

Norwegen in der Besetzung Karoline Offigstad Knotten, Ida Lien, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff hat den Staffelbewerb der Damen in Nove Mesto (CZE) gewonnen. Damit standen die Norwegerinnen bei allen sechs Saison-Staffeln ganz oben auf dem Podest. Die Ränge zwei und drei gingen an die Teams aus Frankreich und Deutschland.

Österreichs Biathlon-Damen Julia Schwaiger, Lisa Hauser, Christina Rieder und Katharina Innerhofer kamen beim letzten Staffelbewerb der Saison mit fünf Strafrunden und viereinhalb Minuten Rückstand nicht über Rang 11 hinaus. Das ÖSV-Team geriet bei schwierigen Windbedingungen am Schießstand bereits frühzeitig ins Hintertreffen. Startläuferin Julia Schwaiger musste im Stehendanschlag zweimal in die Strafrunde und übergab als 18. mit über eineinhalb Minuten Rückstand an Lisa Hauser. Auch die Tirolerin musste nach dem Stehendschießen ein Zusatzrunde einlegen, verbesserte Österreichs Position im 23 Nationen umfassenden Feld aber um drei Plätze auf Rang 15. Stark präsentierte sich heute nur Christina Rieder, die alle Scheiben im ersten Versuch traf, und das ÖSV-Team auf Rang 11 vorbrachte. Bei diesem Ergebnis blieb es auch, nachdem Schlussläuferin Katharina Innerhofer im letzten Stehendschießen ebenfalls zweimal in die Strafrunde abbiegen musste.

WEITERES PROGRAMM Weltcup Nove Mesto (CZE)
Samstag, 07.03.2020, Staffel Herren, 17.00 Uhr
Sonntag, 08.03.2020, Massenstart Damen, 11.45 Uhr
Sonntag, 08.03.2020, Massenstart Herren, 13.45 Uhr

Rang zehn für ÖSV-Herren-Staffel in Nove Mesto



Die norwegischen Biathleten sind derzeit das Maß aller Dinge. Nach dem Triumph bei den Damen holten sich Vetle Sjaastad Christiansen, Johannes Dale, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö mit fünf Nachladern und ohne Strafrunde auch überliegen den Sieg in der Herren-Staffel. In einem spannenden Duell um die Plätze zwei und drei setzte sich die Ukraine vor Schweden durch.

Für Österreich in der Besetzung David Komatz, Simon Eder, Dominik Landertinger und Felix Leitner endete der letzten Staffelbewerb der Saison auf Rang zehn. Der Rückstand des ÖSV-Quartetts betrug nach zehn Nachladern (keine Strafrunde) 3:09,1 Minuten. 

ÖSV-Startläufer David Komatz musste dreimal nachladen und verlor auch in der Loipe kontinuierlich Zeit. So ging Simon Eder mit 58,3 Sekunden Rückstand erst als 20. ins Rennen. Der Salzburger benötigte zwei Zusatzpatronen und machte fünf Plätze auf die Spitze gut. Dominik Landertinger, der wie Eder zweimal nachladen musste, brachte Österreich mit einer starken Schlussrunde auf Rang zehn vor. Schlussläufer Felix Leitner (drei Nachlader) konnte keinen Platz mehr gutmachen und überquerte schließlich als Zehnter die Ziellinie. 

STIMMEN:

David Komatz: „Es war schwierig. Schon in der Startrunde habe ich mir schwergetan die Position zu halten. Nach den beiden Liegend-Fehlern habe ich dann den Anschluss an die Gruppe verloren und musste die zweite Runde allein laufen. In der Schlussrunde habe ich noch einmal alles gegeben, aber der Rückstand ist leider groß geworden.“

Felix Leitner: „Ich bin es in der Loipe engagiert angegangen. Liegend habe ich falsch reagiert, deshalb auch gleich zwei Fehler geschossen. Der Rest war vom Schießen her ok. Das Rennen war insgesamt sehr hart. In der letzten Runde konnte ich leider nicht mehr zusetzen. Am Ende hatte ich vielleicht auch schon etwas den Massenstart im Hinterkopf.“ 

WEITERES PROGRAMM Weltcup Nove Mesto (CZE)
Sonntag, 08.03.2020, Massenstart Damen, 11.45 Uhr
Sonntag, 08.03.2020, Massenstart Herren, 13.45 Uhr

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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