Red Bulls gleichen Serie nach 7:2-Kantersieg in Villach aus. Bud Holloway feiert Hattrick: Graz99ers siegen gegen Vienna Capitals



Villach, 6. März 2020 | Der EC Red Bull Salzburg gewann das zweite Playoff-Viertelfinalspiel der Erste Bank Eishockey Liga auswärts gegen den EC Panaceo VSV mit 7:2 und glich damit in der Best-of-Seven-Serie auf 1:1 aus. In einer hitzigen Partie war das Spiel bis zum 2:2-Ausgleich in der 28. Minute durch die Villacher, die zuvor schon geführt hatten, ausgeglichen. Danach setzten sich die Red Bulls noch im zweiten Durchgang mit 6:2 ab und feierten schließlich in einer bis zum Schluss harten Playoff-Begegnung einen deutlichen 7:2-Auswärtssieg. Sonntag geht es in Salzburg weiter. 

Mit derselben Mannschaft wie vor zwei Tagen in Salzburg, also ohne die Rekonvaleszenten Yannic Pilloni, János Hári und Alexander Rauchenwald, gingen die Red Bulls in Villach ins zweite Viertelfinalspiel. Die Red Bulls waren anfangs die aktivere Mannschaft und hatten die ersten guten Momente vor dem Villacher Tor, doch in der 6. Minute hatte Villachs Martin Ulmer die erste Top-Chance, scheiterte aber frei vorm Tor an Salzburgs Torhüter Jean-Philippe Lamoureux. Die Hausherren drückten weiter und gingen in der 8. Minute in Führung, Nico Brunner zog von der blauen Linie ab und JP Lamoureux konnte die Scheibe mit viel Pech nicht festhalten. In der 11. Minute vereitelte JP Lamoureux die nächste Großchance der Gastgeber nach Solo von Patrick Bjorkstrand und noch in derselben Minute glichen die Red Bulls aus, Connor Brickley passte bei einem 2-auf-1-Konter quer auf Bud Holloway, der aus kurzer Distanz aufs 1:1 stellte. Villachs Goalie Brandon Maxwell war das erste Mal geschlagen. Die Salzburger nahmen das Momentum mit und wurden spielbestimmender, in der 17. Minute hatte Chad Kolarik auf der linken Seite den möglichen zweiten Treffer auf dem Schläger. Salzburg wiederum hatte in der Schlussphase Glück bei einem Schuss an die Stange. Nach einem rasanten und ausgeglichenen Startdrittel ohne Strafen stand es 1:1. 

Im zweiten Abschnitt war noch keine Minute gespielt, da zog Brent Regner von der blauen Linie ab, Raphael Herburger fälschte die Scheibe ins Kreuzeck ab und brachte die Red Bulls erstmals in Führung. Die machten weiter Druck, brachten die Villacher Defensive unter Bedrängnis. In der 28. Minute glichen die Villacher dennoch aus, Jerry Pollastrone wurde im Slot vorm Tor optimal bedient und traf zum 2:2. Nur eine Minute später holte Chad Kolarik die Führung zurück, er traf im Powerplay mit einem schönen Distanzschuss von der rechten Seite. Die Salzburger blieben drauf und legten zur Freude der mitgereisten 100 Fans sofort nach. Bud Holloway war bei einem kurzen Gestocher zur Stelle und fixierte die 2-Tore-Führung. Mit einem Powerplay-Tor in der 36. Minute traf Bud Holloway dann sogar zum dritten Mal, fixierte per Rebound seinen ersten Hattrick. Thomas Raffl traf schließlich in der 38. Minute in Überzahl sogar noch zum 6:2-Pausenstand aus Salzburger Sicht. Zuvor lieferten sich Salzburgs Peter Hochkofler und Villachs Mark Cundari einen Faustkampf, in dessen Folge der Villacher mit Spieldauerstrafe vorzeitig vom Eis musste. 

Im Schlussdrittel kam Alexander Schmidt für Brandon Maxwell ins Villacher Tor. Nach einem frühen Unterzahlspiel versuchten die Salzburger, das Spiel nach dem hitzigen zweiten Drittel zu kontrollieren. Es ging weiter hin und her, wobei jetzt zunächst kaum Gefahr für das Salzburger Tor bestand. Erst in der Schlussphase häuften sich wieder Strafen auf beiden Seiten, in deren Folge die Red Bulls noch den siebenten Treffer – Dominique Heinrich mit einem Schuss aus Halbdistanz – und damit den deutlichen Sieg in Villach fixierten. In der Best-of-Seven-Serie des Playoff-Viertelfinals zwischen den Red Bulls und dem VSV steht es damit 1:1, das dritte Spiel folgt am Sonntag wieder in Salzburg (17:30 Uhr, Sky Sport HD).     

EErste Bank Eishockey Liga | 2. Playoff-Viertelfinalspiel
EC Panaceo VSV – EC Red Bull Salzburg 2:7 (1:1, 1:5, 0:1)
Tore: Brunner (8.), Pollastrone (28.) resp. Holloway (11., 31., 36./PP), Herburger (21.), Kolarik (29./PP), Raffl (38./PP), Heinrich (55./PP)   

Zuschauer: 3.619  

Salzburgs Head Coach Matt McIlvane

“Am Anfang war das Spiel extrem eng und umkämpft, wir haben ein wenig müde gewirkt. Wir konnten uns dann aber konsolidieren, haben diszipliniert gespielt und damit Großteils Strafen vermieden. Diesmal konnten wir unser Powerplay auch wieder nutzen und das hat uns den Sieg gebracht, zumal wir das Spiel dann nicht mehr aus der Hand gegeben haben.“  

Playoff-Viertelfinale der Red Bulls 
(best of seven)

1 | Mi, 04.03.20 | EC Red Bull Salzburg – EC Panaceo VSV | 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)
2 | Fr, 06.03.20 | EC Panaceo VSV – EC Red Bull Salzburg | 2:7 (1:1, 1:5, 0:1)
3 | So, 08.03.20 | EC Red Bull Salzburg – EC Panaceo VSV | 17:30 | Sky Sport
4 | Di, 10.03.20 | EC Panaceo VSV – EC Red Bull Salzburg | 19:15 
5 | Fr, 13.03.20 | EC Red Bull Salzburg – EC Panaceo VSV | 19:15
6 | So, 15.03.20* | EC Panaceo VSV – EC Red Bull Salzburg | 17:30
7 | Di, 17.03.20* | EC Red Bull Salzburg – EC Panaceo VSV | 19:15 

* Falls nötig | Beginnzeiten können sich wegen TV-Liveübertragungen noch ändern 
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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