Aktuelle steirische Polizeimeldungen: Klärung mehrerer Raubdelikte

Graz, Bezirk Lend. – Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos Graz, Fachbereich 1, klärten mehrere Raubdelikte und forschten drei minderjährige Tatverdächtige aus.

Am 26. Februar 2020 teilte ein elfjähriger Grazer in der Polizeiinspektion Lend mit, dass er seit Sommer 2019 im Bereich Floßlendplatz – Fröbelpark nahezu wöchentlich von unbekannten Kindern beraubt worden sei. Dabei hätten vorerst unbekannte Jugendliche mehrmals Geld von ihm gefordert und ihn auch in den Schwitzkasten genommen. Er habe jedoch immer ohne Herausgabe von Geld flüchten können. 

Nach umfangreichen Ermittlungen forschten Grazer Kriminalisten drei weitere Opfer, einen Achtjährigen sowie zwei Neunjährige aus Graz, aus. Ihnen wurden von der Tätergruppe geringe Geldbeträge geraubt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten bislang drei Tatverdächtige ausgeforscht werden. Dabei handelt es sich um drei in Graz wohnhafte syrische Jugendliche im Alter von 14 (Haupttäter), neun und sechs Jahren.

Bei den Einvernahmen waren die Tatverdächtigen teilweise geständig. Es werden Berichte an die Staatsanwaltschaft Graz und an den Magistrat Graz – Jugendamt erstattet.

Weitere Geschädigte mögen sich bitte mit dem Stadtpolizeikommando Graz, Kriminalreferat-Journaldienst, Tel. Nr.: 059 133/65 3333, in Verbindung setzen.

Einbrüche mit hoher Schadenssumme  geklärt

Mürzzuschlag, NÖ und OÖ. – Polizisten der Polizeiinspektion Mürzzuschlag klärten einen Einbruchsdiebstahl aus dem Vorjahr und klärten in der weiteren Folge zwei weitere Einbrüche. Die Täter befinden sich in Haft. 

In der Nacht von 4. Juni 2019 auf den 5. Juni 2019 brachen unbekannte Täter mehrere Baustellencontainer der Tunnelbaustelle des Semmeringbasistunnels in Mürzzuschlag auf und entwendeten daraus diverse Baumaschinen und Werkzeuge. Weiters wurde aus dem Tank eines Baustellenbaggers Diesel abgezapft. Dabei entstand ein Gesamtschaden von mehreren zehntausend Euro. Im Zuge der umfangreichen Spurensicherung konnte eine DNA-Spur gesichert werden. Dieser Abrieb führte zu einem Trefferergebnis in der internationalen Datenbank.

Als Tatverdächtiger konnte ein 26-jähriger Rumäne ausgemittelt werden. Da dieser über keinen Wohnsitz in Österreich verfügte und auch sonstige Fahndungsmaßnahmen erfolglos blieben, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leoben ein europäischer Haftbefehl erlassen. Der 26-Jährige konnte schließlich in Rumänien festgenommen und nach Österreich ausgeliefert werden. Im Zuge seiner Einvernahme gab der 26-Jährige zwei männliche Mittäter, 22 und 26 Jahre alt, ebenfalls rumänische Staatsbürger, preis. Die Komplizen wurden ebenfalls mittels europäischen Haftbefehls zur Fahndung ausgeschrieben. Der 22-Jährige konnte in Nickelsdorf bei der Einreise nach Österreich festgenommen werden. Die Festnahme des 26-Jährigen erfolgte in Frankreich, von wo er im Jänner 2020 nach Österreich ausgeliefert wurde.

Im Zuge der weiteren Erhebungen konnte der Diebstahl eines Schremmhammers und ein Dieseldiebstahl in Völtendorf/NÖ und ein Einbruchsdiebstahl in einem Autohaus (zahlreiche Gesamträder) in Perg/OÖ geklärt werden. In diesen beiden Fällen betrug die Schadenssumme mehrere zehntausend Euro.

Die Beschuldigten waren zu den vorgehaltenen Straftaten teilweise geständig und wurden nach ihrer jeweiligen Einvernahme in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. 

Zwei Verletzte bei Kollision

Kirchberg an der Raab, Bezirk Südoststeiermark. – Freitagfrüh, 6. März 2020, kam es zu einer Kollision zwischen einem Pkw und einem Klein-Lkw. Dabei wurden beide Fahrzeuglenker unbestimmten Grades verletzt.

Gegen 06:30 Uhr war ein 31-Jähriger aus dem Bezirk Südoststeiermark mit seinem Pkw von Studenzen kommend über die L 201 in Fahrtrichtung Feldbach unterwegs. Zur selben Zeit fuhr ein 26-Jähriger, ebenfalls aus dem Bezirk Südoststeiermark, mit einem Klein-Lkw von der Gemeindestraße Mühlteichweg kommend in Fahrtrichtung Ortsmitte Kirchberg an der Raab. Bei der Kreuzung mit der L 201 missachtete der 26-Jährige den Vorrang („Vorrang geben“) und kollidierte mit dem Pkw des 31-Jährigen. Dabei wurden beide Lenker unbestimmten Grades verletzt.

Nach der Erstversorgung wurden die Verletzten ins LKH Feldbach eingeliefert. Ein mit beiden Fahrzeuglenkern durchgeführter Alkotest verlief negativ.

Die Feuerwehr Kirchberg an der Raab war im Einsatz.

Festnahme nach Brandstiftungen

Straß in Steiermark, Bezirk Leibnitz. – Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark nahmen einen 32-jährigen Südsteirer fest. Er steht im Verdacht, mehrere Brände beim Haus eines Pensionisten (69) gelegt zu haben.

Nach monatelangen Ermittlungen nahmen steirische Brandermittler einen 32-Jährigen aus dem Bezirk Leibnitz fest. Der Mann steht im Verdacht, in der Zeit von März 2019 bis Februar 2020 insgesamt vier Brände beim Anwesen eines alleinstehenden und auf Pflege angewiesenen Südsteirers (69) gelegt zu haben. Dabei setzte der 32-Jährige unter anderem auch eine nur wenige Meter neben dem Wohnhaus errichtete Holzhütte in Brand. Einsatzkräfte der Feuerwehren konnten das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus durch rasches Einschreiten verhindern und brachten den zu diesem Zeitpunkt im Haus befindlichen Pensionisten rechtzeitig in Sicherheit.

Nach einem Brand im Juli des Vorjahres, bei dem offensichtlich in Brand gesetzte Holzstapel auf eine Bretterwand übergriffen hatten, schöpften Bezirksbrandermittler erstmals den Verdacht der Brandstiftung. Dabei konnten durch den Einsatz eines Brandmittelspürhundes der Polizei (Näheres siehe Bildbeschreibung unten) Hinweise auf Brandbeschleuniger ermittelt werden. Konkrete Hinweise auf eine Täterschaft gab es vorerst nicht.

Weitere umfangreiche Ermittlungen der Brandgruppe des Landeskriminalamtes, führten die Beamten schließlich zum 32-jährigen Tatverdächtigen. Er wurde Mitte dieser Woche über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Der 32-Jährige ist umfassend geständig, insgesamt vier Brände beim 69-Jährigen gelegt zu haben. Dabei gab er Frust sowie Geltungsdran an, nachdem er sich nach den erfolgten Brandstiftungen als Einsatzkraft bei den Löscharbeiten in Szene setzen wollte. Ein konkretes Motiv in Bezug auf den 69-Jährigen gab es nicht.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 70.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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