Red Bull Salzburg gegen Eintracht Frankfurt ausgeschieden

TORSCHÜTZEN: ULMER (10.), ONGUENE (71.) BZW. SILVA (30., 83.)

GESTERN • Bericht: FC RED BULL SALZBURG

Fotos: Red Bull/GEPA Pictures

GUT, ABER KURZ. DAS EUROPÄISCHE JAHR IST FÜR UNS VORBEI. DAS REMIS GEGEN FRANKFURT HATTE GÄNSEHAUTMOMENTE, LÄSST UNS ABER MIT LEEREN GESICHTERN ZURÜCK.

SPIELBERICHT

Vom Platze gefegt, vom Winde verweht, die Gemüter getobt, Verbesserung gelobt. Es ging los. Rasant, mit Elferalarm, Sekou Koita mit hwang’eskem Haken im Strafraum und einer Wade im Weg. Der Schiri fragte den VAR, aber der verneinte, Pech für unsere Burschen. Wie aus Frust ging es weiter nur in eine Richtung. Inbrünstig warf sich Patson Daka in einen bereits verloren geglaubten Ball, der dadurch bei Andi Ulmer landete. Captain Fantastic nahm an der Strafraumgrenze Maß und ballerte sich in die Wunschträume aller Salzburger (10.).

Und wow, hier war Schwung in der Kiste. HwangKoitaOnguene, sie alle wurden mit Topgelegenheiten bei Keeper Kevin Trapp vorstellig. Feine Klinge traf hier Angriffslust, die Frankfurter wussten unseren Angriffen wenig entgegenzusetzen. Bis, ja bis, es wieder einmal so kommen musste, wie es in den letzten Wochen immer kam. Kostic löste sich und zog mit Tempovorteilen gegen Ramalho bis an die Grundlinie. Bei der Hereingabe auf den ersten Pfosten zockte Andre Silva Jerome Onguene ab und es klingelte (30.).

Eine Antiklimax zum schlechtesten Zeitpunkt, zurück zum Start. Die Eintracht überließ uns nun bereitwillig das Spiel, verteidigte im tiefen Block, wartete auf Konter, und das mit Erfolg. Das Zentrum war verstellt, damit auch auch unsere Chance auf eine erneute Führung in der ersten Halbzeit.

Zweite Halbzeit und eine drei Tore große Bringschuld vor der Brust. Es musste schnell gehen, doch es stieg das Frustrationslevel. Viele Fehlpässe, Spielunterbrechungen und Querpässe. 15 Minuten verplätscherten, als wären sie nichts. Die Eintracht war lästig, aber ohne größere Offensivbemühungen. Wir ließen uns locken, agierten phasenweise mit einem einzigen Mann in der Restverteidigung. In der 66. Minute hätte das schon fast das Ende bedeutet. In Überzahl stürmte die Eintracht auf uns zu, doch der Pass für Silva kam zu steil, durchatmen!

Eckbälle waren schon in der ersten Halbzeit ein probates Mittel. So wenig auch ging, ein Corner könnte die Wende bringen. Und so kam sie. Szoboszlai mit einer abermals überragenden Hereingabe, die von Jerome Onguene mit brettharter Körperspannung in die Maschen gewuchtet wurde (71.).

Die Minuten danach, sie waren geprägt von Nervosität, das Spiel war Stückwerk. Die Frankfurter besannen sich aufs Zerstören, zogen sich in einer Fünferkette zurück. Gekontert wurde oft nur zu zweit. Einmal über Silva, der ging und ging, unbedrängt schoss und das Leder abgefälscht in der Ecke landete (83.). Die Frankfurter Fans in Ekstase, unsere auf dem Heimweg.

Es war kein versöhnliches Ende. Klar, heute hätte es ein Wunder gebraucht und so recht daran geglaubt hatten vermutlich die Wenigsten. Doch wir werden das Gefühl nicht los, dass heute mehr möglich gewesen wäre.

STATEMENTS

Jesse Marsch

Nach den ersten 20 Minuten, die überragend waren, hatte ich das Gefühl, dass wir heute den Aufstieg schaffen. Klar sind wir enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben. Aber wir wissen, dass es eine gute Leistung war, die mehr unserem eigentlichen Gesicht entspricht. Wahrscheinlich die beste Leistung in diesem Kalenderjahr.

Adi Hütter:

Das Spiel ist gelaufen, wie wir es erwartet haben. Wir wussten, dass die Salzburger schnell starten würden. In Momenten hatte ich die Befürchtung, dass die Partie nach einem schnellen zweiten Tor kippen könnte. In der zweiten Halbzeit haben wir es taktisch besser gemacht. Über 180 Minuten waren wir aber die bessere Mannschaft und sind daher verdient aufgestiegen.

WECHSEL

Okafor für Koita (66.), Berisha für Mwepu (75.), Bernede für Szoboszlai (86.)

GELBE KARTEN

Koita (4./Unsportlichkeit), Hwang (14./Foul), Okafor (90./Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Wöber (Schambein), Kristensen (Oberschenkel), Köhn (Knöchel), Junuzovic(Oberschenkel)

Nationale Spielverlegungen aufgrund der UEFA Europa-League-Neuansetzung

Die kurzfristige Spielverschiebung des UEFA Europa League-Spiels FC Red Bull Salzburg gegen Eintracht Frankfurt hat für die Salzburger die Auswirkung, dass für das Sonntags-Spiel gegen den CASHPOINT SCR Altach nur ein spielfreier Tag zur Regeneration zur Verfügung steht. Seit Bekanntwerden der Neuansetzung durch die UEFA standen die Bundesliga, der ÖFB, alle betroffenen Klubs und die TV-Partner in Kontakt, um alle zur Verfügung stehenden Szenarien in einem äußerst engen Termin-Korsett zu prüfen.Ziel dieser Gespräche war es, die sportliche Fairness in einer fortgeschrittenen Entscheidungsphase sämtlicher Bewerbe bestmöglich zu gewährleisten und dabei die bestimmungsgemäßen zwei spielfreien Tage für alle Klubs einzuhalten. Unter dieser Prämisse wurde unter allen Beteiligten die Einigung erzielt, dass es in dieser unglücklichen Situation die beste Lösung ist, die folgenden Spiele um je einen Tag nach hinten zu verlegen: Tipico Bundesliga – 21. RundeMontag, 2. März 2020, 19:00 Uhr (live bei Sky): CASHPOINT SCR Altach – FC Red Bull Salzburg UNIQA ÖFB Cup – HalbfinaleDonnerstag, 5. März 2020, 20:45 Uhr (live bei ORF): FC Red Bull Salzburg – LASK Tipico Bundesliga – 22. RundeSonntag, 8. März 2020, 14:30 Uhr (live bei Sky): FC Red Bull Salzburg – SK Puntigamer Sturm GrazSonntag, 8. März 2020, 14:30 Uhr (live bei Sky): SV Mattersburg – LASK HPYBET 2. Liga – 19. Runde Samstag, 7. März 2020, 14:30 Uhr: FC Liefering – SV Licht-Loidl Lafnitz (Anmerkung: Vorverlegung aufgrund der Terminüberschneidung mit dem neuen Spieltermin von RBS-STU) Die weiteren Spiele der jeweiligen Spielrunden finden wie ursprünglich geplant statt. Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer: „Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie eng das Termin-Korsett im Fußball ist: Eine internationale Spielverlegung löst eine Kettenreaktion aus und bringt den heimischen Fußball in Termin-Not. Unter Berücksichtigung aller Umstände ist die Verlegung von mehreren nationalen Spielen noch die fairste Lösung, um die sportliche Integrität in allen Bewerben zu garantieren. Dieser Weg ist ein starkes Zeichen der Solidarität und ich bedanke mich bei allen Beteiligten für diesen Schulterschluss.“ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer: „Danke an alle Beteiligten, dass wir in dieser herausfordernden Situation eine Lösung im Sinne des Fußballs gefunden haben.“
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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