ÖSV Wintersportsplitter: NINA ORLIEB FEIERT ERSTEN WELTCUPSIEG; HEIMTRIUMPH FÜR KRIECHMAYR

Nina Ortlieb feiert beim Super-G in La Thuile (ITA) ihren ersten Weltcupsieg. Nach dem starken dritten Rang in der Abfahrt von Crans Montana (SUI) letzte Woche, klappte es diesmal für ganz vorne. Mit dem Minimalvorsprung von einer Hundertstelsekunde gewann sie vor Brignone. 

Die Rennen in La Thuile standen bereits vor den Bewerben im Mittelpunkt der Sportpresse. Aufgrund des Coronaviruses wurden strenge Richtlinien für die Journalisten vor Ort ausgegeben. Umso erfreulicher, aus österreichischer Sicht, ist es, dass der Super-G weiter für positive Aufregung sorgt: die Vorarlbergerin Nina Ortlieb konnte ihren ersten Weltcupsieg ihrer Karriere feiern. Mit 0.01 Sekunden Vorsprung verwies sie die Italienerin Brignone auf Platz zwei und die Schweizerin Suter auf den dritten Rang. Zwischen den drei Damen liegen lediglich 0.07 Sekunden. 

Der Aufwärtstrend bei Ortlieb war schon die ganze Saison über zu sehen, letzte Woche der erste Podestplatz und nun der erste Sieg im Weltcup. Die Freude war der 23-jährigen in das Gesicht geschrieben. 

„Die Sommervorbereitung lief schon sehr gut und auch in den Trainings habe ich schon immer gute Zeiten abliefern können und der vierte Platz gleich zu Beginn der Saison gab mir richtig Motivation für alle weiteren Rennen. Es freut mich extrem, dass es so gut gelaufen ist und dass ich heute am obersten Stockerl stehen darf. Es ist ein Traum! Dafür arbeiten wir jeden Tag! Heute vor vier Jahren, genau am 29.2. bin ich Juniorenweltmeisterin geworden und heute der erste Weltcupsieg – das ist schon ein cooler Zufall.“ Nina Ortlieb

Die restlichen Österreicherinnen platzierten sich auf den Rängen 13 (Venier), 20 (Schmidhofer), 21 (Schneeberger),22 (Fest),25 (Tippler),28 (Heider), 29 (Siebenhofer) und 33 (Gritsch). 

ENDERGEBNIS

HEIMTRIUMPH FÜR KRIECHMAYR

Vincent Kriechmayr konnte den Super-G in Hinterstoder für sich entscheiden. Matthias Mayer wurde Dritter.

Besser hätte man das Drehbuch nicht schreiben können: Vincent Kriechmayr gewann sein Heimrennen im oberösterreichischen Hinterstoder. Der 28-jährige nutzte seine Startnummer eins optimal aus und feierte seinen fünften Weltcupsieg. Mit gerade einmal 5 Hundertstel Rückstand wurde Mauro Caviezel aus der Schweiz Zweiter.

„Hier vor dem Heimpublikum zu gewinnen ist etwas Besonders. Startnummer 1 war sicher die richtige Entscheidung. Ich war selten so nervös wie heute, die Erwartungshaltung von Fans und mir selbst war sehr groß, dass ich dem so stand gehalten habe ist speziell.“

Vincent Kriechmayr

Rang drei ging ebenfalls an einen ÖSV-Athleten. Matthias Mayer schwang mit 0,08 Sekunden Rückstand ab und holte damit seinen vierten Super-G Podestplatz in dieser Saison.

Ebenfalls stark präsentierte sich Max Franz. Der Kärntner belegte, wie beim letzten Super-G in Saalbach, den elften Rang. Daniel Danklmaier wurde mit 2,44 Sekunden Rückstand 17. und holte damit zum neunten Mal in Folge Weltcuppunkte.

Eine sensationelle Leistung zeigte der Weltcupdebütant Raphael Haaser. Der 22-jährige Tiroler fuhr gleich in seinem ersten Rennen in die Punkteränge und holte den starken 23. Platz. Ebenfalls Weltcuppunkte holte Stefan Babinsky als 26.

Nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Johannes Kröll. Der Steirer wurde 43. und verpasste damit die Punkteränge.

Christian Walder und Otmar Striedinger schieden aus.

ERGEBNIS

Im Super-G Weltcup gab es einen Wechsel an der Spitze. Der bisher Führende Aleksander Aamodt Kilde (NOR) schied im heutigen Rennen aus. Neuer Leader ist Mauro Caviezel, der Schweizer hat vor den letzten beiden Super-G 3 Punkte Vorsprung Vincent Kriechmayr und 29 auf Aleksander Aamodt Kilde. Matthias Mayer liegt mit 41 Punkten Rückstand auf Rang 4.

STAND SUPER-G WELTCUP

Österreicher im Teamsprint auf den Plätzen 5 und 6

Im heutigen Teamsprint von Lahti (FIN) sprangen und liefen die beiden österreichischen Teams auf die Plätze fünf und sechs. Der Sieg geht an Norwegen 1 (Jarl Magnus Riiber, Joergen Graabak) vor Deutschland 1 (Terence Weber, Manuel Faisst) und Deutschland 2 (Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger).

Für Österreich 1 gingen die beiden Steirer Lukas Klapfer und Martin Fritz an den Start, Österreich 2 bildete das Kärntner Duo Philipp Orter und Thomas Jöbstl. Im Sprungdurchgang kamen die beiden Teams bereits nicht über die Plätze 5 und 6 hinaus, der Rückstand betrug 55 bzw. 59 Sekunden auf Spitzenreiter Norwegen 1.

Im Rennen lief Norwegen 1 einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg nach Hause. Die beiden österreichischen Teams kämpften kurzzeitig gemeinsam mit Deutschland, Norwegen und Japan um den dritten Platz. Johannes Rydzek setzte für Deutschland 2 in einer der letzten Runden jedoch die entscheidende Attacke, bei dem bis auf Norwegen 2 keines der anderen Teams etwas entgegensetzen konnten. Schlussendlich blieben die beiden rot weiß roten Teams wie schon nach dem Sprungdurchgang auch in der Endabrechnung auf dem fünften und sechsten Platz, ihr Rückstand im Ziel betrug 45,1 bzw. 45,9 Sekunden. 

***Stimmen:***

***Lukas Klapfer:*** „Mit meinem heutigen Wettkampfsprung bin ich zufrieden, auch wenn wir uns als Team sicherlich eine bessere Ausgangsposition für das Rennen gewünscht haben. Die Entscheidung auf der Loipe ist ganz zum Schluss gefallen, wo Deutschland 2 den Stieg aus dem Stadion gasgegeben hat. Der Norweger ist noch nachgekommen, wir sind leider abgerissen. Es war leider keine gute Leistung heute auf der Loipe. Positiv stimmt mich aber, dass der Sprung ganz ok war, läuferisch hoffe ich, dass in den nächsten Rennen noch mehr geht.“

***Thomas Jöbstl:*** „Es war heute mein erster Teamsprint und von dem her eine neue Erfahrung, sonst laufen wir sowas eigentlich nur ab und zu im Training. Ich habe mich gut gefühlt, auch wenn das Rennen brutal hart war. Gemeinsam mit Lukas (Klapfer, Anm.) haben wir von Anfang an Druck gemacht. Leider ist nach vorne nicht viel gegangen, wir haben uns schwer getan und uns unterm Strich sicherlich mehr erwartet.“

Morgen Sonntag findet in Lahti ein Einzelwettkampf auf der Großschanze statt.

***Programm:***
Sonntag 1.3.2020
09.00 Uhr: Probedurchgang HS 130
10.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 130
14.45 Uhr: Langlauf 10km

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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