3:4-Niederlage für Red Bulls nach Shootout gegen EC-KAC II. Frankfurt Fans machten Eisarena zum Tollhaus



Salzburg, 27. Februar 2020 | Die Red Bull Hockey Juniors müssen in der Qualifikationsrunde der Alps Hockey League nach sechs Siegen in Folge die erste Niederlage gegen den EC-KAC II hinnehmen. Trotz der 3:4-Niederlage nach Shootout bleiben die Red Bulls Tabellenführer und haben weiter fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Gröden. Bereits kommenden Samstag kommt es zum Rückspiel gegen den EHC Lustenau in Vorarlberg. Abseits des Eises sorgten über 500 Eintracht Frankfurt Anhänger für Stimmung, nachdem das Europa League Spiel auf Freitag verschoben wurde. 


Nach Absage des Europa League Fußballspiels zwischen dem FC Red Bull Salzburg und der Eintracht Frankfurt fanden sich bereits eine Stunde vor Spielbeginn hunderte Frankfurter in der Eisarena ein. Unbeeindruckt von den „Klagenfurt“ Gesängen der deutschen Fußballfans starteten die Juniors in das Spiel und nahmen Torhüter Jakob Vorauer sofort unter Beschuss. Die beste Chance fand Robert Arrak im Powerplay vor (3.), aber sein Schuss touchierte die Querstange. Auf der Gegenseite ging der KAC im Powerplay (10.) mit dem ersten Schuss durch den Ex-EBEL-Stürmer Marco Richter im Spiel mit 1:0 in Führung. Paul Huber, der seinerseits, nach einigen Profieinsätzen, sein erstes Spiel mit den Juniors in der Qualifikationsrunde absolvierte, fand seinen Meister in Vorauer. Besser machte es die Sturmreihe mit Samuel Eriksson, Aljaz Predan und Samuel Witting. Nach einer schöne Passstafette erzielte Witting den verdienten Ausgleich. Trotz spielerischer Überlegenheit (16:2 Torschüsse für die Juniors) ging es mit dem 1:1-Unentschieden in das zweite Drittel.

Da mischte sich die Frankfurter-Fangemeinde mit mehreren Becherwürfen in das Spielgeschehen ein, worauf die Schiedsrichter auf Strafe (Spielverzögerung) gegen die Juniors entschieden. So erzielte der KAC just in einem dieser Überzahlspiele das 2:1 durch Simon Hämmerle. Abermals glichen die Red Bulls nach einer schönen Kombination im Angriff den Spielstand aus. Maxi Rebernig bekam ein ideales Zuspiel von Robert Arrak und ließ Torhüter Vorauer mit einem Schuss unter die Latte keine Abwehrchance. Kapitän Marcel Zitz und Co. waren weiter die spielbestimmende Mannschaft, doch nach einem schnellen Konter gelang den Klagenfurtern durch Hämmerle Valentin die erneute Führung. Die Red Bulls drückten auf den Ausgleich, doch scheiterte man immer wieder am starken Klagenfurter Schlussmann. Am Rande des Spiels sei zu erwähnen, dass KAC-Trainer Kirk Furey sich mit dem Schiedsrichterduo darauf einigte, keine weiteren Strafen wegen Spielverzögerung (Becherwurf) zu verhängen. 

Mit Beginn des letzten Drittels durfte erneut das Special Team der Juniors bei einem Mann mehr ran. Der Ausgleich lag in der Luft und so blieb es Max Tjernström vorbehalten, mit einem satten Handgelenksschuss das 3:3 zu erzielen. Dem KAC, der das Spiel mit drei Reihen bestritt, merkte man das intensive Spiel an. Die Red Bulls schnürten die Kärntner regelrecht in der defensiven Zone ein, doch Jakob Vorauer hielt seine Mannschaft bis zum Schluss mit starken Paraden im Spiel. So ging es nach 60 Spielminuten in die Overtime. In dieser scheiterte zunächst Nicolas Appendino denkbar knapp an Vorauer, in der 62. Minute vereitelte Mauritz Merra eine Großchance von Steven Strong. Wie schon in der regulären Spielzeit bestimmten die Red Bulls das Spiel, scheiterten aber immer wieder an Vorauer. Im Penalty-Shootout behielten am Ende die Klagenfurter durch Rok Kapel mit dem vierten Schützen die Oberhand und sicherten sich somit den Extrapunkt.

Alps Hockey League | Qualifikationsrunde 
Red Bull Hockey Juniors – EC.KAC II 3:4 OT (1:1, 1:2, 1:0)
Tore: Witting (16.), Rebernig (28.), Tjernström (44.) bzw. Richter (10./PP), Hämmerle S. (27./PP), Hämmerle V. (31.), Kapel (65./SO)

Verteidiger Paul Stapelfeldt:

„Heute hat der letzte Wille, vor das Tor zu gehen, wo es weh tut, gefehlt. Wir hatten wirklich viele Chancen gehabt, aber mehr Schüsse von außen und weniger aus der gefährlichen Zone. Das müssen wir analysieren und ändern. Wir waren heute nicht bereit, bis an die Grenze zu gehen. Es waren aber gute Szenen und Spielzüge dabei und die müssen wir in das nächste Spiel mitnehmen.“
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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