AK feiert 100 Jahre Gerechtigkeit

Vor genau 100 Jahren schlug die Geburtsstunde der Arbeiterkammer: Am 26. Februar 1920 beschloss die Österreichische Nationalversammlung jenes Gesetz, mit dem die Kammer für Arbeiter und Angestellte ins Leben gerufen wurde. Ein Grund zu feiern.

„100 Jahre Arbeiterkammer bedeuten 100 Jahre Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Nicht Ausgrenzung, sondern Teilhabe. Nicht Machtpolitik im Interesse Weniger, sondern Dialog auf Augenhöhe im Interesse Vieler und fachliche Expertise im Sinne sozialer Gerechtigkeit – das ist das Fundament auf dem das Haus Arbeiterkammer gebaut wurde“, leitete AK-Direktor Wolfgang Bartosch den Festakt zum runden Jubiläum ein, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Land und Bund sowie zahlreicher Institutionen gekommen waren.

Sozialpartner tragen zum sozialen Frieden bei

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sendete per Video Grußworte und erklärte darin, „welch enormen Stellenwert die Sozialpartnerschaft hat“. Ebenfalls via Video-Gruß bezeichnete Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) die AK als „wertvollen Ansprechpartner und große Unterstützung für die heimischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“. Es sei wichtig, dass die Sozialpartner eingebunden werden: „Sie tragen zum sozialen Frieden in Österreich bei.“

An das gemeinsame Ganze denken

AK-Präsident Josef Pesserl betonte in seiner Festrede, dass sich alle Aktivitäten der AK nicht gegen die Unternehmen und die Politik richten, sondern darauf ausgerichtet seien, die Beschäftigten zu unterstützen: „Nüchtern betrachtet, dient diese Einrichtung dem gemeinsamen Miteinander, das sollten manche heute nicht vergessen.“ Die AK nehme sich nicht nur der Arbeits-, sondern der Lebenswelt ihrer Mitglieder an. „Die AK ist 100 Jahre nach ihrer Gründung am Puls der Zeit“, so Pesserl, der auf die 21,5-Millionen-Euro schwere Digitalisierungsoffensive der steirischen AK verwies. Sein Appell: „An das gemeinsame Ganze denken.“

AK entstand in der Gründungsphase der Republik

Interessante Einblicke in die 100-jährige Geschichte der Arbeiterkammer gab Historikerin Heidemarie Uhl, die darauf verwies, dass die AK in der Gründungsphase der Republik Österreich entstanden ist. „Ihre Einrichtung ist Teil der umfassenden, auch international wegweisenden Sozialgesetzgebung des neuen Staates.“ Voraussetzung dafür war die Zusammenarbeit der Parlamentarier der ersten Stunde über die Parteigrenzen hinweg.

Credit: AK Stmk/Eder
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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