Der typische Salzburg-Gast von heute bleibt nicht mehr so lange

2,7 Prozent mehr Ankünfte und 1,5 Prozent mehr Nächtigungen / Fast alle Regionen im Plus

Salzburger Landeskorrespondenz, 20. Februar 2020

(LK)  Mehr Gäste und Übernachtungen, aber eine kürzere Urlaubsdauer – diese Entwicklung belegt die von der Landesstatistik vorgelegte Auswertung zum Tourismusjahr 2018/19. „Besonders erfreulich ist, dass so gut wie alle Bezirke von dem Nächtigungszuwachs profitieren“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. 

Das Tourismusjahr 2018/19 brachte erneut ein Rekordergebnis.
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Land Salzburg/Landesstatistik
Das Tourismusjahr 2018/19 brachte erneut ein Rekordergebnis.

Das ist der Steckbrief des typischen Salzburg-Gastes von heute, natürlich rein statistisch gesehen: Er oder sie kommt aus Deutschland, bleibt 3,7 Tage, schläft im Drei- oder Vier-Stern-Hotel, sein Ziel ist im Sommer die Stadt Salzburg, im Winter Saalbach-Hinterglemm.

8,1 Millionen Gäste

Und das sind die Zahlen im Überblick: Zwischen November 2018 und Oktober 2019 wählten mehr als 8,1 Millionen Gäste Salzburg als Urlaubsland und blieben im Schnitt 3,7 Tage. Sie sorgten für 29,8 Millionen Nächtigungen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 2,7 Prozent bei den Ankünften und 1,5 Prozent bei den Nächtigungen bedeutet. Gleichzeitig sank die Aufenthaltsdauer um 1,2 Prozent. 1998/99 zählte man 4,4 Millionen Ankünfte und 21,2 Millionen Übernachtungen. Seither steigen die Zahlen kontinuierlich an. Zurück ging die Aufenthaltsdauer: Blieb ein Gast damals im Schnitt noch 4,8 Tage im Land, so waren es 2018/19 nur mehr 3,7 Tage.

Investitionen sichern Arbeitsplätze

Doch Masse ist nicht alles: „Um in der Tourismusbranche auch künftig erfolgreich zu sein und gleichzeitig unser Lebensumfeld für die einheimische Bevölkerung lebenswert und attraktiv zu erhalten, muss die Wertschöpfung der Betriebe im Vordergrund stehen, da diese durch ihre Investitionen für Aufträge und in der Folge Arbeitsplätze in der jeweiligen Region sorgen“, ist Haslauer überzeugt.

Am liebsten im Hotel

Die bevorzugte Unterkunft der Reisenden bleibt das Hotel mit 58 Prozent aller im Land Salzburg erhobenen Nächtigungen, am meisten in 4-Stern- und 3-Stern-Häusern. Privatzimmer sind jene Unterkünfte, die im Vergleich zum Vorjahr den deutlichsten Rückgang bezüglich Nächtigungszahlen meldeten (minus 5 Prozent). Sehr positiv entwickelten sich dagegen Hotels der Spitzenklasse sowie gewerbliche Ferienwohnungen (plus 9 Prozent).

Die meisten aus Deutschland, Niederländer urlauben am längsten

Im Tourismusjahr 2018/19 lag der Österreicheranteil bei knapp 22 Prozent aller Nächtigungen, 39 Prozent der Nächtigungsgäste kamen aus Deutschland, gefolgt von Niederländern mit neun Prozent, die allerdings unter allen Herkunftsländern mit 5,4 Tagen am längsten im Land blieben.

Im Winter hat Saalbach die Nase vorn

Annähernd 1,9 Millionen Gäste besuchten im Tourismusjahr 2018/19 die Stadt Salzburg und verbrachten 3,3 Millionen Nächte dort. Damit bleibt die Stadt Salzburg die wichtigste Destination im Bundesland. Im Winter 2018/19 wurde sie aber – wie in den Jahren zuvor – von Saalbach-Hinterglemm auf Platz 2 verwiesen. Dort zählte man 300.000 Ankünfte und 1,5 Millionen Nächtigungen. Auch die weiteren Top-10 Destinationen der kalten Monate liegen Innergebirg: Obertauern (Tweng und Untertauern), Flachau und Zell am See konnten jeweils mehr als 800.000 Nächtigungen aufweisen, Wagrain-Kleinarl, Kaprun, Bad Hofgastein und Bad Gastein mehr als 600.000.

Zuwachs gleichmäßig verteilt

Auf Bezirke umgerechnet liegt 2018/19 der Pinzgau an erster Stelle (12 Millionen Nächtigungen), es folgen der Pongau (9,6), die Landeshauptstadt (3,3), der Flachgau (2,2), der Lungau (1,5) und der Tennengau (1,1). In allen Landesteilen gab es Zuwächse, mit Ausnahme eines geringen Rückgangs im Flachgau (-0,7 Prozent).

Auslastung gestiegen

Die Bettenauslastung ist seit dem Tourismusjahr 1997/98 gestiegen und zwar von 30,5 auf 40,4 Prozent im Winter bzw. von 25,4 auf 34,7 Prozent im Sommer des vergangenen Tourismusjahres 2018/19. Wenig überraschend haben Kurheime die höchste Auslastung, diese lag zuletzt im Winter bei 83 und im Sommer bei 93 Prozent. Schlusslicht bei der Belegung sind Privatquartiere und Campingplätze. 

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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