Obertraun/Krippenstein: Schülergruppe in unwegsames Gelände geraten

LPD Oberösterreich

Schulgruppe vom Krippenstein gerettet

Die Bergrettung Obertraun wurde am 13. Februar 2020 um 12:30 Uhr zu einem Alpineinsatz im freien Skigelände am Krippenstein alarmiert.
Eine Schulgruppe aus dem Bezirk Linz-Land von zwölf Kindern im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren waren gemeinsam mit ihrem 27-jährigen Lehrer bzw. Begleiter von dem Routenverlauf der Variante Schönberg abgekommen und konnten im steilen, felsdurchsetzten Gelände nicht mehr aus Eigenem abfahren.
Nach der genauen Ortsbestimmung durch die Bergrettung wurde die Flugpolizei Linz alarmiert, um einen Abtransport der Personen aus dem unwegsamen Gelände mittels Hubschrauber zu organisieren.
Im Zuge des Einsatzes stellte sich heraus, dass zwei der zwölf Kinder leicht verletzt waren. Um die beiden ärztlich versorgen zu können, wurde zusätzlich der Notarzthubschrauber Martin 1 alarmiert. 
Die zwei Leichtverletzten konnten sicher ins Tal und weiter ins Krankenhaus Bad Ischl transportiert werden. Sieben der restlichen elf Personen befanden sich in einem Gelände, in dem nur noch eine Rettung mit dem 20 Meter Bergetau durch die Flugpolizei möglich war.
Die übrigen vier Personen, darunter der Lehrer, konnten gemeinsam mit der Bergrettung Obertraun, nach einem kurzen Aufstieg, noch mit den Skiern bis zur Mittelstation Schönbergalm und von dort weiter mit der Seilbahn abfahren.
Die gesamte Rettungsaktion zog sich aufgrund der vielen Personen über einen Zeitraum von 2 ½ Stunden. Erst gegen 14:45 Uhr waren alle Personen sicher im Tal. 
Dort wurde die Schulgruppe wieder gesammelt und von Seilbahnmitarbeitern bzw. deren Lehrern betreut. 
In weiterer Folge wurde noch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuz zugezogen, um die Erlebnisse der Kinder aufzuarbeiten. 
Die zwei Leichtverletzten wurden im Krankenhaus ambulant behandelt und konnten noch am selben Tag wieder zu ihren Schulkollegen zurückkehren. 
Die Kinder und ihr Lehrer hatten lediglich eine Ausrüstung für den organisierten Skiraum mitgeführt. Trotz erheblicher Lawinenwarnstufe (Stufe 3) oberhalb der Waldgrenze wurden kein Lawinenverschüttetensuchgerät, keine Lawinensonde und keine Lawinenschaufel mitgeführt.

Bericht Bergrettung

Beim Abfahren im freien Gelände, vom 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, gerieten 12 Schüler mit ihrem Lehrer in unwegsames Gelände. Als sie in einer Seehöhe von ca. 1600 Meter Seehöhe nicht mehr weiter konnten, schlugen sie Alarm. Die Bergrettung Obertraun, Beamte der AEG und 2 Hubschrauber rückten aus, um die Gruppe zu bergen.

Gegen 12:30 Uhr schlug der 27-jährige Lehrer, der mit seiner 12-köpfigen Schülergruppe aus dem Bezirk Linz-Land unterwegs war, Alarm. Die Gruppe war im freien Skiraum, auf der sogenannten Variante „Schönberg“ unterwegs. Beim Abfahren, kamen sie aber zu weit von der Route ab, sodass sie in felsdurchsetztes, steiles Gelände gerieten. Die Bergrettung lokalisierte erst die Gruppe und rief die Flugpolizei um Unterstützung.

Als sich während des Rettungseinsatzes herausstellte, dass zwei der Schüler leicht verletzt waren, wurde außerdem noch der Notarzthubschrauber Martin 1 um Unterstützung gerufen. Die beiden Schüler konnten vom Rettungshubschrauber sicher geborgen und weiter ins Krankenhaus Bad Ischl transportiert werden.

Sieben der restlichen elf Personen befanden sich in einem Gelände, in dem nur noch eine Rettung mit dem 20 Meter Bergetau durch die Flugpolizei möglich war. Die übrigen vier Personen, darunter der Lehrer, konnten gemeinsam mit der Bergrettung Obertraun, nach einem kurzen Aufstieg, mit den Skiern bis zur Mittelstation Schönbergalm und von dort weiter mit der Seilbahn abfahren.

Aufgrund der Gruppengröße, dauerte die Rettungsaktion etwa 2,5 Stunden. Gegen 14:45 waren alle Personen sicher im Tal, wo sie neben den Lehrern und Mitarbeitern der Seilbahn, vom Kriseninterventionsteam betreut wurden.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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