Red Bull Juniors mit 4:3-Auswärtssieg in Finale 1 gegen Lustenau


Am Samstag fällt die Entscheidung um den österr. AHL-Meister

Lustenau, 6. Februar 2020 | Im ersten Spiel um den diesjährigen österreichischen meister der Alps Hockey League mussten die Red Bull Hockey Juniors in Spiel eins Donnerstagabend auswärts beim EHC Lustenau ran. Vor knapp 1000 frenetischen Fans gingen die Juniors zwei Mal mit einem Tor in Führung, mussten jedoch jeweils den Ausgleich hinnehmen. Erst im Schlussabschnitt legten ein Powerplaytor von Filip Varejcka und ein Shorthander von Samuel Witting den Grundstein zum wichtigen 4:3-Auswärtssieg. Am Ende agierten die Juniors clever und ließen sich den ersten Sieg nicht mehr nehmen. Am Samstag, 8.2.20 (19:15 Uhr) kommt es somit in der Eisarena Salzburg zum Showdown und die Entscheidung im Kampf um den österr. AHL-Meister fällt.


Während mit Luka Nyman, Elias Lindner und Robert Arrak drei Spieler in der Länderspielpause zu ihren Nationalteams einberufen wurden, nutzten Maxi Rebernig, Paul Huber, Samuel Witting, Filip Varejcka und Nico Feldner die Ligapause des EC Red Bull Salzburgs, um mit den Juniors Spiel eins im Finale um den österreichischen AHL-Meistertitel zu spielen. So kamen die Juniors in der gut besuchten Lustenauer Rheinhalle früh zu guten Torszenen. Ab der fünften Spielminute stand Lustenau Torhüter René Swette im Minutentakt unter Beschuss von Rebernig, Witting und Co. Es zeichnete sich bereits ab, dass die Red Bulls den ersten Treffer im Finalspiel erzielen sollten. In der sechsten Spielminute war es dann Max Tjernström, der einen Rebound nach Stapelfeldt-One-Timer zur Führung nutzte. In weiterer Folge mussten drei Juniors in kurzem Abstand auf die Strafbank. Trotz guter Arbeit in Unterzahl gelang Timo Demuth in der 17. Minute nach einem Gestocher der Ausgleich. 

Nach einer Lustenau-Strafe gegen Ende des ersten Drittels starteten die Red Bulls mit einem Mann mehr in den zweiten Spielabschnitt. Es wollte aber noch nichts Zählbares dabei herauskommen. Nach einer weiteren Strafe gegen Lustenau agierte die Powerplay-Formation besser, ließ die Scheibe gut laufen und prüfte Torhüter Swette. Mit Ablauf der Strafzeit bediente Aljaz Predan Verteidiger Daniel Carlqvist ideal und seine Direktabnahme landete zum 2:1 im Lustenauer Tor. Doch es dauerte lediglich 38 Sekunden, ehe Lustenau durch eine Kombination der ehemaligen Erste Bank Eishockey Liga-Profis Martin Grabher-Meier und Ryan Glenn der abermalige Ausgleich gelang. Paul Huber legte danach den dritten Treffer nach, doch noch während die Juniors jubelten, entschied das Schiedsrichter-Quartett nach kurzer Beratschlagung auf ‚kein Tor‘. Es ging in weiterer Folge mit großer Intensität in beide Richtungen und neben Torhüter Swette stand nun auch Nico Wieser im Juniors-Tor mehrmals im Fokus. 

Mit einem erneuten Unentschieden starteten die Teams in den Schlussabschnitt. Die erste richtige Chance fanden dabei die Hausherren vor, doch Wieser war auf dem Posten. Danach startete mit zehn Strafen gegen beide Teams ein wahre Strafenorgie. Während Klöckl mit der besten Möglichkeit aus kurzer Distanz noch scheiterte, machte es Filip Varejcka nach traumhaftem Querpass von Witting besser – seine Direktabnahme zappelte zur erneuten Führung im Netz. Nach Strafe gegen die Red Bulls waren plötzlich Predan und Witting auf und davon und letzterer traf nun selbst zur erstmaligen 2-Tore-Führung an diesem Abend. Nach einem weiteren Gestocher fand Lustenau erneut eine Antwort und verkürzte auf 3:4 aus ihrer Sicht. Lustenau ließ nicht locker, versuchte wie schon im Vorjahr über ihre harte Gangart das Spiel der schnellen und agilen Juniors zu zerstören, doch mit drei Strafen in den letzten Minuten nahmen sie sich selbst aus dem Spiel und die Juniors spielten die Führung clever und routiniert von der Uhr. Nach dem Spiel machte sich jedoch der finnische Trainer, trotz 4:3-Sieg, um die Gesundheit seiner Spieler Sorgen. So erinnert ihn die teils überharte Lustenauer Gangart nach 60 Spielminuten mehr an 80ziger Jahre Eishockey, als an ein würdiges, österreichisches Finalspiel.


Mit dem 4:3-Sieg zu Gunsten der Red Bulls kommt es am Samstag, 8.2.20 (19:15 Uhr), in der Eisarena Salzburg zum Showdown um den diesjährigen österreichischen Meister der Alps Hockey League. Dabei haben die Juniors die Ausgangslage gut gelegt, ihren Titel aus dem Vorjahr nun vor heimischen Publikum zu wiederholen. Der Meister wird nach den Champions Hockey League-Regeln ermittelt.

Österr. AHL-Meisterschaft | Finale Spiel 1
EHC Lustenau – Red Bull Hockey Juniors 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)
Tore Demuth (17./PP), Grabher Meier (27.), Rasmussen (54./PP) bzw. Tjernström (7.), Carlqvist (26.), Varejcka (49./PP), Witting (53./SH)

Juniors Trainer Teemu Levijoki 

““Das war heute nicht unser bestes Spiel, was aber mit dem wenigen Training als Gruppe auch verständlich ist. Am Samstag werden wir noch einmal anders auftreten, aber am Ende zählt der Sieg und die Ausgangslage für das nächste Spiel.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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