ZAMG: Auf den Bergen einer der drei wärmsten Jänner der Messgeschichte

Info: Die vorläufige Klimabilanz zum Monatsende basiert auf der ersten Auswertung der rund 270 Wetterstationen der ZAMG sowie auf der räumlichen Klimaanalyse an 84.000 Datenpunkten in Österreich mittels SPARTACUS . Die Daten der Wetterstationen reichen zum Teil bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die SPARTACUS-Daten sind flächendeckend bis ins Jahr 1961 verfügbar.

Der Jänner 2020 im Überblick
Der erste Monat des Jahres 2020 brachte vor allem stabiles Hochdruckwetter und milde Südwest-Strömungen. Winterliche Wetterlagen mit Kaltluft und Schneefall waren kaum dabei. Dementsprechend mild und trocken fällt die vorläufige Jänner-Bilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) aus. „Auf den Bergen liegt der Jänner 2020 um 3,6 °C über dem vieljährigen Mittel und ist hier einer der drei wärmsten Jänner der Messgeschichte, hinter dem Jänner 1989 und ziemlich genau im Bereich von 1898″, sagt ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. „In den Niederungen hielten sich hingegen die für den Winter typischen Kaltluftseen. Hier war dieser Jänner mit 1,8 C über dem Mittel daher nicht ganz so extrem mild liegt aber immerhin unter den 30 wärmsten Jänner der Messgeschichte.“

Vereinzelt 0 Millimeter Niederschlag
Im Großteil Österreichs war der Jänner 2020 deutlich zu trocken. In der österreichweiten Auswertung war es mit 56 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der trockenste Jänner seit dem Jahr 2002 (-69 Prozent).

Besonders im Süden fiel im Jänner 2020 sogar weniger als 25 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Einige Ort blieben völlig ohne Regen und Schneefall. Zum Beispiel verzeichnete die ZAMG-Wetterstation in Lienz in Osttirol 0 Millimeter Niederschlag. Das kommt hier in einem Jänner statistisch gesehen nur alle 15 bis 20 Jahre vor.

Neuer Rekord bei den Sonnenstunden
Die Hochdruckgebiete brachten viel Sonnenschein und in den Niederungen stellenweise Nebel. In der österreichweiten Auswertung gab es 45 Prozent mehr Sonnenschein als in einem durchschnittlichen Jänner. Das ist ein neuer Rekord. Der bisher sonnigste Jänner der Messgeschichte war 2006 und lag 35 Prozent über dem Mittel.

Auch einzelne Wetterstationen verzeichneten neue Jänner-Rekorde, wie in Klagenfurt. Hier schien die Sonne 184 Stunden und damit doppelt so lange wie in einem durchschnittlichen Jänner.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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