ÖSV Wintersportsplitter

Biathlon: ÖSV-Herren gelingt mit Podestplatz Befreiungsschlag

Österreichs Herren-Staffel in der Besetzung Dominik Landertinger, Simon Eder, Felix Leitner und Julian Eberhard hat beim Staffelbewerb in Ruhpolding (GER) Rang drei geholt und damit für den ersten Podestplatz in dieser Saison gesorgt. Alle vier Athleten boten bei dichtem Schneetreiben eine starke Leistung und durften sich nach insgesamt nur vier Nachladern am Ende über den dritten Platz freuen. 

Der Sieg ging an die überragende Mannschaft aus Frankreich. Das Quartett Emilien Jacquelin, Martin Fourcade, Simon Desthieux und Quentin Fillot-Maillet benötigte sechs Nachlader und siegte überlegen, mit 1:12,2 Minuten Vorsprung, vor Norwegen. Der Rückstand des ÖSV-Teams betrug 1:24,3 Minuten.

RENNVERLAUF: Für Österreich eröffnete Dominik Landertinger das Rennen. Der Tiroler zeigte eine gute Schießleistung und benötigte lediglich im Stehendanschlag ein Zusatzpatrone. Mit einer starken Schlussrunde machte der Tiroler sechs Plätze gut und übergab als Vierter (+33,6 sec.) an Simon Eder. Auch der zweite ÖSV-Routinier löste seine Aufgabe mit Bravour. Der Salzburger musste wie Landertinger nur stehend einmal nachladen und brachte Österreich zur Halbzeit des Rennens auf Podestkurs. Während Frankreich vorne dominierte, ging Felix Leitner als Dritter (+1:19,8 min.) – praktisch zeitgleich mit den zweitplatzierten Norwegern – ins Rennen. Der 23-jährige Tiroler machte es seinen Teamkollegen nach und verzeichnete nur im Stehendschießen einen Fehlschuss. Mit einer guten Laufleistung konnte er Rang drei halten und schickte Julian Eberhard 1:17,2 Minuten hinter den überragenden Franzosen ins Rennen. Der laufstarke Salzburger hatte zu diesem Zeitpunkt 13 Sekunden Rückstand auf die zweitplatzierten Norweger und ebenso viel Vorsprung auf Russland. Im Liegendschießen büßte Österreichs Schlussläufer mit einem Nachlader etwas Zeit ein, ging aber als Dritter in die vorletzte Runde. So kam es beim letzten Schießen zum entscheidenden Showdown um Rang drei mit Russland. Eberhard behielt die Nerven, traf im Gegensatz zu Loginov fünfmal ins Schwarze, und sorgte mit einer gewohnt starken Schlussrunde für Österreichs ersten Podestplatz in dieser Saison.

STIMMEN:

Dominik Landertinger: „Mein Rennen war sehr gut und es ist mir gelungen eine gute Ausgangsposition zu schaffen. In der ersten Runde habe ich hinten etwas Kraft gespart, mich vor allem auf das Schießen konzentriert, was super funktioniert hat. In der zweiten ist es dann schon zur Sache gegangen, ich konnte aber gut mithalten. Stehend bin ich mit einem Nachlader gut durchgekommen und konnte in der Schlussrunde noch ein paar Plätze gut machen. Die war zwar beinhart, aber es geht bergauf.“

Simon Eder: „Das erinnerte fast an eine Schneeballschlacht. Da muss man hoffen, dass kein Schnee in den Diopter reinkommt. Ich habe mir am Schießstand auch nicht viel Zeit gelassen, weil die Matten zugeschneit und sehr rutschig sind, das hat zum Glück alles gut hin gehaut. In der Loipe ist man bei diesen Bedingungen fast ein Spurgerät, wichtig war am Norweger dranzubleiben.“

Felix Leitner: „Ich bin gut ins Rennen gekommen und mit Tarjei Bö mitgelaufen. Liegend habe ich aufgrund des Windes richtig reagiert und auch etwas langsamer, dafür sicher geschossen. Stehend hatte ich heute etwas Glück, aber das braucht es manchmal. In der Schlussrunde habe ich auf Norwegen etwas Zeit verloren, es war insgesamt aber ein gutes Rennen.“

Julian Eberhard: „Ich habe von den Teamkollegen eine super Vorlage bekommen. Auf der Runde waren richtig schwierige Bedingungen, sehr tief und langsam. Da muss man dann auch etwas taktisch laufen, das ist mir gelungen. Liegend war in Ordnung, stehend ist es dann zum Showdown gekommen. Unabhängig von der Situation habe ich versucht meine Serie konzentriert durchzuziehen, das hat super funktioniert. In der Schlussrunde musste ich mich aber noch einmal richtig strecken, um den Podestplatz heimzubringen. Ein schöner Tag für das ganze Team.“

Weiteres PROGRAMM Weltcup Ruhpolding (GER)
Sonntag, 19.01., Verfolgung Damen, 12.15 Uhr (mit Hauser, Schwaiger, Innerhofer)
Sonntag, 19.01., Verfolgung Herren, 14.30 Uhr (mit J. Eberhard, Landertinger, Leitner)

Herren alpin: MAYER TRIUMPHIERT IN WENGEN-KOMBI

Matthias Mayer siegte in der alpinen Kombination in Wengen und holte den ersten ÖSV-Sieg 2020.

Bei der alpinen Kombination im schweizerischen Wengen konnte Matthias Mayer seinen siebenten Weltcupsieg feiern. Der Kärntner legte mit einer tollen Abfahrt den Grundstein für den späteren Erfolg. Er lang nach dieser klar in Führung und konnte somit als Erster in den Slalom gehen. Dort zeigte Mayer einen nahezu fehlerfreien Lauf und konnte nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden. Knapp wurde es beim Franzosen Alexis Pinturault, der bis auf 0,07 Sek. an Mayer heran kam und am Ende Zweiter wurde. Dritter wurde Victor Muffat-Jeandet (FRA) mit 0,67 Sek. Rückstand. Mayer erzielte die viertbeste Laufzeit im Slalom und ließ damit sogar einige Slalom-Spezialisten hinter sich. Für ihn war es der erste Weltcupsieg in einer alpinen Kombination.

„Mich freut es wirklich, dass ich wieder einen Slalom runtergebracht habe. Ich habe probiert richtig zu attackieren und das ist mir sehr gut aufgegangen. Es hat in der Kombi noch nie für ganz vorne gereicht und heute hat es einfach zusammengepasst. Der Abfahrtslauf war perfekt und aus dem Slalom kann ich einfach nicht mehr rausholen, deswegen habe ich mich im Ziel bereits irrsinnig gefreut. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich einmal eine Kombi gewinnen werde.“

Trainer Sepp Brunner war einer der ersten Gratulaten.

Als zweitbester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr, mit 1,87 Sek. Rückstand, Zehnter. Er ließ in der Abfahrt beim Kernen-S einiges an Zeit liegen und ging als Achter in den Slalom, wo er einen soliden Lauf zeigte. Daniel Danklmaier wurde 22., nachdem er nach der Abfahrt noch am Dritten Platz lag. Im Slalom war er dann chancenlos. Stefan Babinsky landete auf Rang 23 und konnte somit nach dem 37. Rang nach der Abfahrt noch 14 Plätze gutmachen. Johannes Kröll schied in der Abfahrt aus.

ERGEBNIS

Damen – Schisprung: SIEG BEIM TEAMSPRINGEN IN ZAO 

Das österreichische Team ist im Moment nicht aufzuhalten! Nach dem gestrigen Sieg von Eva Pinkelnig gelingt heute der Sieg im Teambewerb in Zao (JPN). Mit einem Abstand von 140,4 Punkten auf das zweitplatzierte Team aus Japan zeigt die rot-weiß-rote Mannschaft ihre momentane Stärke.

Mit Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig, Chiara Hölzl und Marita Kramer holt sich das Team von Harald Rodlauer den Sieg im Teambewerb von Zao (JPN). Nach den starken Leistungen in den vergangenen Wochen kam der Sieg nicht überraschend. Pinkelnig und Hölzl sprangen am zweit- und drittweitesten, nur Maren Lundby flog am heutigen Tag noch weiter. Platz zwei ging an die Mannschaft auf Japan und Rang drei an Norwegen.

ENDERGEBNIS

Biathlon: ÖSV-Damen in Ruhpolding auf Rang acht

Norwegens Biathlon-Damen haben im vierten Staffelbewerb der Saison den vierten Sieg gefeiert. Das Quartett Karoline Offigstad Knotten, Ingrid Landmark Tandrevold, Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Roeiseland setzte sich in Ruhpolding (GER) mit neun Nachladern 10,7 Sekunden vor Frankreich durch. Rang drei ging an die Mannschaft aus der Schweiz.

Österreichs Staffel in der Besetzung Julia Schwaiger, Katharina Innerhofer, Christina Rieder und Lisa Hauser landete mit einer Strafrunde und sechs Nachladern auf Rang acht. Der Rückstand auf Norwegen betrug 2:05,7 Minuten. 

RENNVERLAUF: Österreichs Startläuferin Julia Schwaiger lieferte eine tolle Vorstellung ab. Die 23-jährige Salzburgerin traf alle zehn Scheiben im ersten Versuch, zeigte auch in der Loipe eine starke Leistung, und übergab als Vierte (+11,6 sec.) an Katharina Innerhofer. Die laufstarke Salzburgerin übernahm in der Loipe rasch die Führung und konnte diese mit einem fehlerfreien Liegendschießen zunächst auch verteidigen. Nach einer Strafrunde im Stehendanschlag fiel Österreich zur Halbzeit des Rennens allerdings auf Rang sechs (+33 sec.) zurück. Christina Rieder, die dritte Salzburgerin im Bunde, benötigte insgesamt drei Zusatzpatronen und büßte in der Loipe viel Zeit ein. So ging Schlussläuferin Lisa Hauser bereits mit 1:41,2 Minuten Rückstand, als Zwölfte, ins Rennen. Mit einer makellosen Schießleistung gelang der Tirolerin noch der Sprung auf Rang acht. 

STIMMEN:

Julia Schwaiger: „Am Anfang habe ich echt schauen müssen, dass ich mitkomme, aber ich habe mich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Liegend habe ich einen super Rhythmus erwischt, auch die Stehendserie habe ich ruhig und konzentriert abgearbeitet. Es freut mich natürlich, dass es so aufgegangen ist. Auch die Schlussrunde war passabel. Für mich sicher ein perfektes Rennen.“

Katharina Innerhofer: „Was soll ich sagen? Ich habe etwas Wut im Bauch. Leider ist mir schon wieder eine Strafrunde passiert. Das ist einfach ärgerlich. Läuferisch war es wieder sehr gut und das Material top. Auch das Liegendschießen war perfekt. Es nützt nichts, jetzt heißt es weiterkämpfen und schauen, dass ich stehend wieder einmal alle reinbringe.“

Christina Rieder: „Das Schießen war leider nicht so gut. Liegend habe ich gleich die erste Scheibe verfehlt, das sollte eigentlich nicht passieren. Auch in der Loipe habe ich heute ziemlich kämpfen müssen.“

Lisa Hauser: „Es war ein gutes Rennen. In der ersten Runde habe ich sehr viel investiert, in der zweiten bin ich dann hinter der Russin geblieben, um Kraft für die Schlussrunde zu sparen. Das Schießen war mit null-null natürlich perfekt. Ricco (Groß) hat vor dem Rennen gesagt ich soll voll riskieren. Zum Glück ist es aufgegangen.“

Weiteres PROGRAMM Weltcup Ruhpolding (GER)
Samstag, 18.01., Staffel Herren, 14.15 Uhr
Sonntag, 19.01., Verfolgung Damen, 12.15 Uhr
Sonntag, 19.01., Verfolgung Herren, 14.30 Uhr

Wolf und Müllauer springen in Slopestyle-Finale auf der Seiser Alm (ITA)

Zwei von vier ÖSV Freeskiern, Lara Wolf und Lukas Müllauer, qualifizieren sich für das Slopestyle Weltcup Finale auf der Seiser Alm (ITA).

Lara Wolf machte es heute besonders spannend. Voller Motivation bestritt die Tirolerin den ersten Qualifikationslauf bis hin zum letzten der drei Kicker. Beim Versuch ihren neuen Trick „Double Cork 1260“ erstmalig in einem Wettkampf umzusetzten kam sie leicht zu Sturz und belegte vorerst nur den vorletzten Rang. Im zweiten Lauf meisterte sie alle Sektionen des Slopestyle-Kurs sehr solide, entschied sich für einen anderen Trick am letzten Kicker (73,68 Punkte) und qualifizierte sich als Siebente für das Finale der besten 8 Damen.


*** Lara WOLF ***
„Nach dem ersten Lauf war ich wirklich hin und her gerissen und mir nicht sicher, ob ich nochmals alles auf eine Karte setzen sollte. Schlussendlich ging es mir dann im zweiten Lauf besser auf und das „Downgrade“ am letzten Kicker machte sich bezahlt. Und somit habe ich für morgen noch ein Ass im Ärmel.“


Auch Lukas Müllauer hielt das Spannungslevel hoch. Nach einem durchwachsenen ersten Lauf voller „Improvisationen“ konnte er im zweiten seine Leistung abrufen (79,98 Punkte) und löste somit sein Finalticket.


*** Lukas MÜLLAUER ***
„Das Niveau war wieder sehr hoch und ich bin sehr zufrieden, dass ich auch im Slopestyle mithalten konnte. Für das Finale habe ich noch den ein oder anderen Trumpf als Überraschung parat. Morgen gilt voller Angriff, denn ohne einen Top-Lauf wird es sehr schwer werden vorne mitzufahren.“

Auch die beiden weiteren Österreicher, Samuel Baumgartner und Hannes Rudigier zeigten erneut eine solide Leistung, in Anbetracht des hochkarätigen Levels werden jedoch die kleinsten Patzer bereits mit entsprechendem Punkteabzug bewertet. Baumgartner klassifiziert sich auf Rang 36 und Rudigier belegt Rang 38.

Nach traumhaften Wintertagen mit strahlendem Sonnenschein ist für heute Nacht ein Wetterumschwung prognostiziert, womit im morgigen Finale die Karten erneut komplett durchgemischt werden.


** Programm **
Samstag, 18.1.2020: Finale Damen & Herren (Top 8, Top 16)


** TV Hinweis **
Die ORF-TVthek überträgt das Finale, morgen Samstag (18.01.) ab 11:25 Uhr LIVE sowie einen Highlight Clip ab 16:40 in ORF Sport+

Finalentscheidungen bei Weltcup in Nakiska mit acht ÖSV-Skicrossern

Das Damen-Duo Katrin Ofner und Andrea Limbacher sowie sechs ÖSV-Herren haben sich beim Weltcup im kanadischen Nakiska für die am Samstag stattfindenden Finalentscheidungen qualifiziert. Bei klirrender Kälte von minus 25 Grad Celsius landete bei den Damen Katrin Ofner unmittelbar vor ihrer Teamkollegin Andrea Limbacher auf Rang acht. Die beiden Österreicherinnen treffen nun im ersten Viertelfinal-Heat auf die Qualifikations-Schnellste Fanny Smith (SUI) und Mazie Hayden (USA).

Bei den Herren sicherten sich Adam Kappacher (19.), Robert Winkler (21.), Johannes Aujesky (22.), Christoph Wahrstötter (24.), Sandro Siebenhofer (27.) und Daniel Traxler (29.) ein Ticket für das 32er-Finale. Für Thomas Mayrpeter endete der Kanada-Trip hingegen nach einem Sturz vorzeitig.

*** Das weitere Programm: ***

Samstag, 18.01.2020:
20.00 Uhr MEZ: Finale der Top 16 Damen und Top 32 Herren

*** TV-Hinweis: ***

ORF SPORT+ zeigt den Skicross-Weltcup in Nakiska (CAN) am Samstag, 18.01.2020, ab 22.15 Uhr zeitversetzt.

Ski Alpin: Daniela Ulbing schrammt als Vierte in Rogla knapp am Podest vorbei

Daniela Ulbing ist am Samstag als Vierte beim Weltcup-Parallelriesentorlauf im slowenischen Rogla knapp an einem Podestplatz vorbeigeschrammt. Die Kärntnerin musste sich im kleinen Finale der Russin Natalia Sobolova lediglich um elf Hundertstelsekunden geschlagen geben. Als zweitbeste Österreicherin landete Sabine Schöffmann auf Rang sieben. Bei den Herren reihte sich Andreas Prommegger als bester ÖSV-Boarder unmittelbar vor Alexander Payer an der 14. Stelle ein.

Daniela Ulbing schaltete nach Platz 14 in der Qualifikation in der Auftaktrunde die amtierende PGS-Weltmeisterin Selina Jörg (GER) um 0,15 Sekunden aus und setzte sich auch im Viertelfinale gegen die Schweizerin Ladina Jenny (+0,03) durch. Im Halbfinale musste Ulbing der deutschen Weltcupführenden Ramona Hofmeister um 0,63 Sekunden den Vortritt lassen, ehe für die Österreicherin auch das Duell um Platz drei gegen Soboleva knapp verlorenging.

„Ich bin voll zufrieden, weil ich heute einen coolen Riesentorlauf gefahren bin. Im ersten Quali-Lauf habe ich noch zu viel herumüberlegt, wie ich es anlegen soll. Danach habe ich mich einfach auf mein Können verlassen und bin von Lauf zu Lauf besser ins Fahren gekommen. Im kleinen Finale habe ich im letzten Flachstück vor dem Zielhang einen Schlag bekommen. Das könnten schon die elf Hundertstel gewesen sein, die mir am Ende auf Rang drei gefehlt haben“, meinte Daniela Ulbing.

Nach dem Achtelfinalerfolg gegen Carolin Langenhorst (GER) hatte Sabine Schöffmann im Viertelfinale zwar gegen Hofmeister das Nachsehen, mit Platz sieben holte die Kärntnerin aber ihr bestes Saisonresultat. „Mit der geschafften Quali ist schon eine große Last von mir abgefallen. Im Finale waren dann ebenfalls einige coole Schwünge dabei, das war heute definitiv ein Schritt nach vorne“, sagte Sabine Schöffmann. Nach einem Ausrutscher im zweiten Quali-Lauf verpasste Claudia Riegler (22.) ebenso das 16er-Finale wie Jemima Juritz (27.). Die Tschechin Ester Ledecka feierte mit einem Finalerfolg über Hofmeister in ihrem zweiten Saisonrennen nach Bad Gastein ihren ersten Sieg.

Bei den Herren haderte Andreas Prommegger über die hauchdünne Achtelfinal-Niederlage um vier Hundertstel gegen den Russen Dmitry Loginov. „Es ist derzeit ziemlich frustrierend. Meine guten fahrerischen Leistungen schlagen sich nicht in den Ergebnissen nieder. Man weiß ja, dass es auf diesem Hang immer sehr eng zugeht, aber wenn die Hundertstel nicht auf deiner Seite sind, ist es eben bitter“, bilanzierte Andreas Prommegger.

Für Lukas Mathies (19.), Benjamin Karl (28.), Fabian Obmann (33.), Arvid Auner (34.), Sebastian Kislinger und Aron Juritz (jeweils im ersten Quali-Lauf disqualifiziert) war in der Qualifikation Endstation. Edwin Coratti und Roland Fischnaller sorgten wie schon am vergangenen Dienstag in Bad Gastein (Daniele Bagozza vor Maurizio Bormolini) für einen italienischen Doppelsieg. Im russischen Duell um Rang drei behielt Vic Wild gegen Loginov die Oberhand.

Nächste Weltcupstation für die Raceboarder ist am kommenden Wochenende Piancavallo (ITA), wo ein Parallelslalom und ein Mixed-Teambewerb auf dem Programm stehen.

Freesrtyle: Wolf Siebente, Müllauer 15. bei Slopestyle Weltcup auf der Seiser Alm (ITA)

Die ÖSV Freeskier sammeln dieses Wochenende erste Slopestyle Weltcuppunkte in Südtirol. Von guten Qualifikationsläufen, über zwei Finaleinzüge und verpatzte Finalläufe war aus österreichischer Sicht alles dabei.

Die Tirolerin Lara Wolf kam bei ihrem ersten Finallauf zunächst zu Sturz, und hatte auch im zweiten Run mit ein paar kleineren Problemen zu kämpfen, und konnte nicht alle ihre Tricks wie geplant zeigen. Sie reihte sich im Finale der besten 8 Damen schlussendlich auf dem 7. Platz ein. Der Sieg geht an Caroline Claire (USA) vor Johanne Killi (NOR) und Elena Gaskell (CAN).

*** WOLF Lara ***
„Im Training lief es nicht rund, ich bin aber mit einem guten Gefühl in’s Finale gestartet. Die Fehler vom ersten Run wollte ich beim zweiten wieder gut machen und noch einmal alles geben, aber leider ist es mir diesmal nicht aufgegangen. Ein erneutes Top-8 Ergebnis auf der Seiser Alm sehe ich als Teilerfolg, im Training habe ich schon sehr gute Fortschritte gemacht, jetzt gilt es jene auch im Wettkampf umzusetzen. ”

Für das Finale der besten 16 Herren qualifiziert war Lukas Müllauer (Saalfelden). Nach einem leicht verpatzten ersten Finallauf mit Sturz am zweiten Kicker war das Glück auch im zweiten nicht auf seiner Seite. Nach einem deutlich stärkeren zweiten Lauf wurde ihm erneut der zweite Kicker zum Verhängnis, denn bei der Landung riss der Hinterbacken der Bindung aus dem Ski aus und Müllauer stürzte erneut. Lukas Müllauer belegte schlussendlich den 15. Rang. Der Norweger Birk Ruud holt sich den Sieg vor Fabian Bösch (SUI) und Colby Stevenson (USA).

*** MÜLLAUER Lukas ***
“Der erste Run war bis zum zweiten Kicker sehr gut, hier habe ich allerdings die Landung verpatzt und bin gestürzt. Im zweiten Finallauf lief es bis zum zweiten Kicker sogar noch besser, bis mir bei der Landung leider die Bindung ausriss und ich einen weiteren Sturz verbuchen musste. Den heutigen Wettkampf gilt es jetzt abzuhaken und der Fokus liegt bereits auf dem kommenden Slopestyle Weltcup in Amerika.”


Die weiteren ÖSV-Athleten Samuel Baumgartner und Hannes Rudigier beendeten ihren ersten Slopestyle Weltcup der Saison mit Platz 36 und 38.

Auch wenn dem ÖSV-Freeski Team ein Spitzenplatz in Italien verwehrt geblieben ist, zwei Finalqualifikationen sind für die junge Truppe erneut ein Erfolg und bestätigen die Weiterentwicklung der Athleten.


Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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