Überaus erfolgreiche Re-Zertifizierung in Kalwang

Zum fünften Mal in Folge erhielt das AUVA-Unfallkrankenhaus die Verlängerung des Gütesiegels

Das Unfallkrankenhaus Kalwang unterzog sich im Jahre 2007 als erstes Krankenhaus der AUVA und als zweites Krankenhaus in Österreich (neben dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried/Oberösterreich) einem Zertifizierungsverfahren nach den Kriterien der KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus).

Dieses von Krankenhausexperten in Deutschland entwickelte Verfahren durchleuchtet nicht nur einzelne Abteilungen eines Spitals, sondern die Abläufe im gesamten Haus. Der Bogen spannt sich dabei von der Patientenaufnahme bis hin zur Weiterbetreuung nach der Entlassung. Selbst Bereiche wie Krankenhaus-Seelsorge, Zuweiser oder Lieferanten werden in diesem Zertifizierungsverfahren „unter die Lupe genommen“. Schwerpunkte des Verfahrens sind somit die Bereiche Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit im Krankenhaus, Informationswesen, Krankenhausführung und Qualitätsmanagement. Insgesamt umfasst der Maßnahmenkatalog 55 Kriterien. Das „Gütesiegel“ gilt für drei Jahre.

Seit dem Zusammenschluss der beiden Unfallkrankenhäuser in Graz und Kalwang zum UKH Steiermark 2018 konnten beide Standorte durch die Bündelung der Kräfte und Kompetenzen noch mehr gestärkt werden, wodurch sich für die Patientinnen und Patienten noch mehr Vorteile ergeben. Der Standort Kalwang bringt in diesen Verbund viel praktisches Know-how ein, da er mittlerweile zum fünften Mal in Folge erfolgreich re-zertifiziert wurde.

Bei der aktuellen Re-Zertifizierung im Dezember 2019 nahmen die KTQ® Visitoren speziell die Themen Risikomanagement und Patientensicherheit unter die Lupe und verschafften sich einen genauen Überblick über die Abläufe zur Komplikationsvermeidung bei der Patientenbetreuung.

Themen, die mit Patientensicherheit in engem Zusammenhang stehen, sind z.B.: die Anpassung von Diagnostik und Therapie an die Leitlinien der Fachgesellschaften, die optimale Vorbereitung auf einen Eingriff, ein Hygienemanagement nach den neuesten Erkenntnissen, ein Blut-Management, um die Verabreichung von Blutkonserven zu reduzieren, sowie Standards zur eindeutigen Identifizierung von Patientinnen und Patienten zur Vermeidung von Verwechslungen.

Die Visitoren überprüften im Rahmen von Begehungen und Interviews mit dem Personal, ob die dargestellten Ablaufbeschreibungen des Krankenhauses auch tatsächlich praktische Anwendung im Krankenhausalltag finden.

Mit der erfolgreichen 5. Zertifizierung nach KTQ® beweist der AUVA-Standort Kalwang erneut, dass man großen Wert auf volle Kontrolle über alle Prozesse legt, die mit der Patientenbehandlung in Verbindung stehen. Seit 2007 werden unter anderem Qualitäts-Kennzahlen (Infektionsraten, Anzahl von Komplikationen, Blutverbrauch etc.) zur Steuerung und Verbesserung der Abläufe erhoben.

„Der Standort Kalwang liegt unter den Top-10 der 210 aktuell nach KTQ® zertifizierten Krankenhäusern. Dieses hervorragende Ergebnis spiegelt die kontinuierliche Weiterentwicklung in punkto Patientenversorgung und Qualitätspolitik der Einrichtung sowie das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider“, sagt stolz der stv-ärztliche Leiter des UKH Steiermark, Primarius Dr. Harald Etschmaier.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind ca. 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus den Beiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation. Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Eine weitere Kernaufgabe der AUVA ist die finanzielle Entschädigung. Diese vier Aufgabenbereiche der AUVA ermöglichen eine integrierte und effiziente Unfallversicherung mit hohem volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen.

Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Linz, Salzburg, Klagenfurt und Steiermark mit den beiden Standorten Graz und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark). In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 375.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär.

https://www.facebook.com/MeineAUVA/
Foto: AUVA
Die Führungskräfte des Hauses freuen sich über die erfolgreiche Re-Zertifizierung.
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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