Red Bulls München unterliegen Wolfsburg nach Penaltyschießen


RBM – WOB 4:5 n. P. | Seidenberg: „Wir hätten früher mehr Druck machen müssen“

Sonntag, 5. Januar. Die Red Bulls haben ihr erstes Heimspiel des Jahres 2020 gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 4:5 (0:0|3:2|1:2|0:0|0:1) nach Penaltyschießen knapp verloren. Im ausverkauften Olympia-Eisstadion erzielte Trevor Parkes in seiner 200. DEL-Partie zwei Treffer für den Tabellenführer. Auch Chris Bourque und Jason Jaffray steuerten jeweils ein Tor bei. Letztlich rettete sich Wolfsburg rund eine Minute vor Schluss in die Verlängerung und gewann im Penaltyschießen. Stürmer Maximilian Kastner absolvierte indes seinen 250. DEL-Einsatz für die Münchner.Spielverlauf 
Wolfsburg erwischte den besseren Start in die Partie und hatte durch Garrett Festerling in der ersten Spielminute eine gute Chance auf die Führung. München tauchte in den ersten zehn Minuten, außer beim abgefälschten Schuss von Daryl Boyle (2. Minute), nur selten gefährlich vor dem Grizzlys-Gehäuse auf. Etwa mit der ersten Überzahlsituation (12.) bekamen die Red Bulls mehr Spielanteile und erspielten sich weitere Chancen, wie beispielsweise bei der Direktabnahme durch Yannic Seidenberg (13.) oder beim ansatzlosen Versuch von Patrick Hager aus zentraler Position (16.). Es ging ohne Treffer in die erste Drittelpause.  

Den torreichen zweiten Abschnitt eröffnete das Team von Trainer Don Jackson: Im Powerplay passte Jaffray die Scheibe auf engstem Raum zu Parkes, der ins obere lange Eck einnetzte (24.). Nur drei Minuten später und erneut mit einem Spieler mehr auf dem Eis war es Bourque, der die Münchner Führung durch einen halb hohen Schlagschuss von der Blauen auf 2:0 ausbaute. Die Antwort der Wolfsburger ließ nicht lange auf sich warten: Top-Scorer Anthony Rech stand nach einem Zuspiel von Fabio Pfohl am langen Pfosten frei und schob den Puck an Torhüter Kevin Reich vorbei zum Anschlusstreffer (28.). In der 32. Spielminute glichen die Grizzlys den Spielstand aus. Nach einem Puckverlust im Münchner Drittel zog Verteidiger Wade Bergman ab und erzielte das 2:2. Rund vier Minuten vor dem zweiten Pausenpfiff brachte Parkes sein Team mit einem verdeckten Schuss durch die Beine von Wolfsburg-Torhüter Felix Brückmann erneut in Front.  

Im Schlussabschnitt gab es auf beiden Seiten zunächst wenig zwingende Möglichkeiten. Knapp fünf Minuten vor Ende glich das Gäste-Team dann erneut aus: Festerling fälschte den Schuss von Machacek unhaltbar ab und erzielte den 3:3-Zwischenstand. Kurz darauf brachte Jaffray sein Team per Überzahl-Treffer wieder in Führung (56.). 58 Sekunden vor dem Ende kamen die Wolfsburger zu ihrem dritten Comeback – Gerrit Fauser sprang der Puck vom Schlittschuh ins Münchner Tor. Nach kurzer Video-Überprüfung wurde der Treffer anerkannt. 

Das Spiel ging in die Verlängerung. Trotz einiger Chancen auf Seiten der Red Bulls brachte auch die Overtime keine Entscheidung. Der Wolfsburger Pfohl entschied die Partie durch seinen Penalty zu Gunsten der Grizzlys und sicherte seinem Team den Extra-Punkt.
Yannic Seidenberg:
„Wir haben heute viele, kleine Fehler gemacht, die Wolfsburg bestraft hat. Wir hätten früher mehr Druck machen müssen.“

Endergebnis

EHC Red Bull München gegen Grizzlys Wolfsburg 4:5 n.P. (0:0|3:2|1:2|0:0|0:1)

Tore
1:0 | 23:41 | Trevor Parkes
2:0 | 26:59 | Chris Bourque
2:1 | 27:35 | Anthony Rech
2:2 | 31:49 | Wade Bergman
3:2 | 36:13 | Trevor Parkes
3:3 | 54:57 | Garrett Festerling
4:3 | 55:39 | Jason Jaffray
4:4 | 59:02 | Gerrit Fauser
4:5 | 65:00 | Fabio Pfohl

Zuschauer
6.142

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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