Heimsieg im Weltcup: Michael Scheikl ließ auf der Winterleiten alle Konkurrenten hinter sich

Besser hätte das sportliche Drehbuch nicht geschrieben werden können! Ausgerechnet  auf seiner Bahn auf der Winterleiten feierte der Steirer Michael Scheikl am Sonntag einen grandiosen Sieg im Naturbahnrodel-Weltcup. Mit zweimal Laufbestzeit ließ er Allzeitgröße Patrick Pigneter aus Südtirol und seinen Tiroler Landsmann und Weltcup-Titelverteidiger Thomas Kammerlander deutlich hinter sich.
„Das war heute richtig geil. Die Bahn war sehr unruhig und dementsprechend schwierig zu fahren. Ich glaube, das Geheimnis war, an den richtigen Stellen entsprechend zu dosieren. Aber das muss natürlich zunächst auch aufgehen“, sagte der Triumphator nach dem Rennen.
Nachdem sich Scheikl auch von Verletzungen geplagt über Jahre an die Weltspitze zurückgekämpft hat, gibt ihm der Sieg im Heimrennen jetzt wieder richtig Selbstvertrauen für die bevorstehenden Aufgaben in der noch jungen Saison: „Ein erster Platz ist ganz einfach auch eine Selbstbestätigung dafür, dass man zuletzt vieles richtig gemacht hat.“
Auch Konkurrent Kammerlander zollte dem Sieger Respekt: „Selbst wenn ich heute keine Fehler gemacht hätte, wäre Michael kaum zu biegen gewesen. Große Anerkennung für diese Leistung.“
Stark fuhr auch ein weiterer Steirer: Christian Schopf belegte in der Endabrechnung den ausgezeichneten siebten Rang.
Zum Abschluss des Weltcupwochenendes gewann Scheikl gemeinsam mit Tina Unterberger auch noch den Teambewerb. Die favorisierten Italiener sahen das Ziel nicht.
Naturbahnrodel-Weltcup, Obdach/Winterleiten:
Herren: 1. Scheikl (Ö) 2:25.58, 2. Pigneter (Ita) +0,89, 3. Kammerlander (Ö) +1,08, 4. Gruber (Ita) +1,57, 5. Glatzl (Ö) +2,51, 6. Egorov (Rus) +2,98, 7. Schopf (Ö) +3,46.
Teambewerb: 1. Österreich (Scheikl/Unterberger) 2:29.33, 2. Russland (Lavrenteva/Egorov) 2:33.57, 3. Deutschland (Bachmann/Schiller) 2:35.59.


Fotos: Miriam Jennewein

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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