Fahndung nach Betrugshandlungen-Lichtbildveröffentlichung und Zeugenhinweise. Schussabgaben – dramatische Szenen im Mürztal. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Wien, – Das Landeskriminalamt Wien fahndet nach zwei unbekannten Tätern, die im Verdacht stehen, im Jahr 2019 Investoren vermutlich gewerbsmäßig betrogen zu haben. Nun ordnete die Staatsanwaltschaft Wien die Veröffentlichung von Lichtbildern an. 

Zwei bislang unbekannte Männer stehen im Verdacht, seit April 2019 Anlegern den Erhalt von lukrativen Festzinsen durch den Erwerb von Anteilen eines Fonds vorgetäuscht zu haben. Sie eröffneten zwei fiktive Wertpapierdienstleistungsfirmen, mit Namensteilen von tatsächlich existenten Anlagenfirmen und boten die Fondsanteile im Internet an. Bis September 2019 wurden von vorwiegend deutschen Investoren diverse Beträge auf Firmenkonten bei österreichischen Banken überwiesen, die Gelder wurden zum größten Teil in bar behoben beziehungsweise weitergeleitet. Der Schaden liegt im mittleren sechsstelligen Eurobereich.  Die beiden Tatverdächtigen wiesen sich bei der Eröffnung der beiden Wertpapierdienstleistungsfirmen mit gefälschten kroatischen Reisepässen aus. Nach intensiven und umfangreichen Ermittlung kann davon ausgegangen werden, dass die Fotos in den Reisepässen die tatsächlichen Personen zeigen.

Die LPD Wien ersucht nun über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien um die mediale Veröffentlichung der Lichtbilder. Sachdienliche Hinweise (auch anonym) zu Identität und/oder Aufenthaltsort der gesuchten Personen werden an das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum Ost, EB 05 Gruppe 2 – Betrug unter der Telefonnummer 01-31310 DW 62800 erbeten.

Schussabgabe

St. Barbara im Mürztal, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Ein 36-Jähriger zeigte bei der Polizei einen von ihm begangenen Mord an und bedrohte in weiterer Folge Sonntagmittag,  5. Jänner 2020, Polizistinnen und Polizisten mit einem Revolver. Diese gaben Schüsse auf den 36-Jährigen ab. Der 36-Jährige wurde in ein Spital eingeliefert, die Polizeikräfte blieben unverletzt. 

Der 36-Jährige aus dem Bezirk BM zeigte gegen 12:00 Uhr telefonisch über Notruf bei der Polizei an, dass er den neuen Freund seiner Exfrau erschossen habe und die Leiche neben ihm liegen würde. Daraufhin wurden alle verfügbaren Polizeikräfte zur Wohnung des Anzeigers nach St. Barbara beordert. Der 36-Jährige stand beim Eintreffen der Polizei mit einer Faustfeuerwaffe am Fenster der Wohnung eines Mehrparteienhauses im ersten Stock, sodass die eingetroffenen Kräfte über das offene Fenster Kontakt aufnehmen konnten. Die Streifen bestanden aus Polizistinnen und Polizisten, welche zur besseren Lesbarkeit ab nun gemeinsam als Polizisten bezeichnet werden.   

Nach einiger Zeit verließ der 36-Jährige seine Wohnung. Im Freien angelangt hielt der Mann die Waffe noch immer locker in der Hand und machte Anstalten, den Revolver auf den Boden zu legen. Plötzlich richtete der Mann den Revolver auf die Polizisten und zielte auf sie. In diesem Moment gaben die Polizisten Schüsse aus Dienstwaffen auf den 36-Jährigen ab. Der Verdächtige wurde zwei Mal am rechten Bein getroffen. Nach der Schussabgabe leisteten die Polizisten Erste Hilfe und stellten zuvor den Revolver sicher. Ob der 36-Jährige auch geschossen hat,  wird bei einer kriminal- und waffentechnischen Untersuchung festgestellt werden. Die weiteren Erhebungen ergaben, dass der neue Freund der Exfrau, diese und zwei gemeinsame Kinder wohlauf sind. Der 36-Jährige wird an die Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt.

Das Landeskriminalamt Steiermark führt derzeit die Tatortarbeit am Ort des Geschehens durch, der Waffengebrauch wird von Beamten der Landespolizeidirektion Oberösterreich erhoben. Das Motiv des 36-Jährigen ist derzeit unbekannt. 

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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