VKI-Test Thermosflaschen: Manche sind nicht ganz dicht

Ob unterwegs mit Kind, auf einer Wandertour oder im Büro: Thermosflaschen sind in vielen Bereichen ein nützlicher Begleiter. Die Anforderungen an alltagstaugliche Isolierflaschen sind hoch. Sie müssen haltbar sein, sicher schließen, sich ohne Patzereien sowohl befüllen als auch ausgießen lassen und natürlich am allerwichtigsten: Sie sollen Getränke oder Suppen möglichst lange auf einer konstanten Temperatur halten. Das Angebot ist groß, aber welche Produkte erfüllen ihre Aufgabe gut? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 17 Isolierflaschen aus Edelstahl mit einem Volumen von 0,5 bis 1,0 Liter und Preisen zwischen 10 und 55 Euro auf den Prüfstand gestellt. Die vollständigen Testergebnisse gibt es ab 19. Dezember im Monatsmagazin KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Thermosflaschen mit Isolationskörper aus Edelstahl eignen sich aufgrund ihrer Bruchfestigkeit besonders für den Outdoor-Einsatz. Sie bestehen in der Regel aus zwei ineinander gesetzten Edelstahl-Gefäßen mit vakuumiertem Zwischenraum. Allerdings hilft auch diese aufwändige Konstruktion wenig, wenn der Verschluss nicht dicht hält. Drei Produkte fielen im aktuellen Test aufgrund undichter Verschlüsse durch.

Für die Überprüfung der Hauptfunktion, dem Temperaturhaltevermögen, wurden die Test-Flaschen jeweils mit heißem bzw. kalten Wasser, sowohl ganz als auch halbvoll gefüllt. Dann wurde die Wassertemperatur nach 6, 12 und 24 Stunden gemessen. Hier musste ein Fabrikat abgewertet werden, weil es schon nach 6 Stunden über 50 Prozent der Wassertemperatur verloren hatte. Insgesamt vergaben die Tester 11-mal die Bewertung „gut“, 2‑mal „durchschnittlich und 4-mal „weniger zufriedenstellend“. Unter den mit „gut“ bewerteten Produkten waren auch drei der günstigsten Produkte im Test, mit einem Richtpreis von 13 Euro.

„Was die Handhabung betrifft, gilt: Soll der Inhalt der Isolierflasche möglichst lang heiß oder kalt bleiben, sollte man die Kanne vor dem Einfüllen des eigentlichen Inhalts mit entsprechend heißem oder kaltem Wasser vorwärmen bzw. vorkühlen“, erklärt Christian Kornherr, Leiter des Bereichs Untersuchung im VKI. „Auch ist beim Befüllen Vorsicht angesagt: Wird ein Isolierbehälter sehr heiß befüllt und anschließend sofort verschlossen, erwärmt sich die Luft im Behälter und es entsteht ein Überdruck im Inneren. Besser ist es daher, nach dem Befüllen noch ein bis zwei Minuten mit dem Verschließen zu warten“, so Christian Kornherr weiter. „Zur Vorbeugung gegen Mikroorganismen ist eine regelmäßige, gründliche Reinigung der Flaschen unumgänglich. Bei Edelstahlbehältern lässt sich dafür gut Gebissreiniger bzw. Backpulver einsetzen, denn nicht alle Fabrikate sind für den Geschirrspüler geeignet und auf Reisen steht ein Geschirrspüler ohnehin nicht oft zur Verfügung.“

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 19. Dezember in der Jänner-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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