Salzburg: Großer Kunstpreis des Landes für Bodo Hell

Kulturpreise und Stipendien übergeben / „Fest der Kunst“ in der Residenz

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.12.2019 

(LK)  Beim „Fest der Kunst“ überreichte Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn gestern Abend in der Residenz die Auszeichnungen 2019 des Landes im Bereich Kunst und Kultur an die Preisträgerinnen und Preisträger. Dabei wurde Bodo Hell mit dem Großen Kunstpreis des Landes für Literatur ausgezeichnet. „Das Land vergibt in diesem Bereich jährlich oder biennal rund 20 Preise und Stipendien im Gesamtwert von mehr als 100.000 Euro. Die Vielfalt dabei ist ein klares Bekenntnis zur Förderung von Kunst und Kultur als öffentliche Aufgabe“, so Kulturreferent Schellhorn.

„Die Preise tragen dazu bei, Kunstschaffende auf ihrem Weg zu unterstützen – beruflich wie persönlich. Sie sind eine unverzichtbare Form der öffentlichen Anerkennung und Wertschätzung. Stipendien haben in erster Linie den Sinn und Zweck, dass sich Künstlerinnen und Künstler eine Zeit lang ‚ungestört‘ einem Projekt widmen können“, betonte Heinrich Schellhorn. Alle Preise und Stipendien werden aufgrund von Empfehlungen unabhängiger Jurys vergeben.

Höchste Kunst-Auszeichnung des Landes

Der große Kunstpreis ist mit 15.000 Euro die höchste Auszeichnung des Landes in diesem Bereich und wird heuer zum sechsten Mal für Literatur vergeben. Er würdigt das Gesamtwerk und das konsequente und kontinuierliche künstlerisches Schaffen einer Autorin oder eines Autors mit biographischem Salzburg-Bezug, heuer ist dies Bodo Hell. Er verfolge mit großer Beharrlichkeit ein künstlerisches Projekt, in dem er sich grundsätzlich sprachlicher Mittel bediene, dabei jedoch auch andere Darstellungsmittel wie Musik, Film und öffentliche Performance einbeziehe, urteilt die Jury (Brigitte Schwens-Harrant, Stefan Gmünder, Manfred Mittermayer), die seine Texte als kunstvolle literarische Gebilde bezeichnet, „mit denen er unseren sozialen Organisationsformen einen erhellenden, stets auf lustvolle Weise unser Bewusstsein schärfenden Spiegel vorhält und gleichzeitig neue, oft überraschende Bedeutungskomplexe generiert.“

Autor, Künstler und Almhirte

Bodo Hell ist 1943 in Salzburg geboren. Er studierte am Salzburger Mozarteum Orgel und in Wien an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Film und Fernsehen, Philosophie, Germanistik und Geschichte. Er lebt in Wien und seit mehr als dreißig Jahren im Sommer am Dachstein, wo er als Almhirte arbeitet. Seine Werke reichen seit den 70er-Jahren von literarischen Publikationen bis zu experimenteller Prosa, veröffentlicht als Bücher, Hörspiele, Text-Foto-Bände, Filme, Theaterstücke und im Radio. Mehr unter www.bodohell.at

Weitere Preisträgerinnen und Preisträger 2019

Philipp Weiss (Rauriser Literaturpreis), Katherina Braschel (Rauriser Förderungspreis), Hans Eichhorn (Georg Traklpreis für Lyrik), Christian Schröder, Franziska Krug, Dominic Caudr, Philipp Köll, Jan Leitner (Elektronikland-Landespreis für elektronische Musik), Monika Pichler (Soucek-Preis für Graphik) und Paul Iby (Eligius Schmuckpreis).

Jahresstipendien

Die Jahresstipendien aus den verschiedenen Kunstsparten gingen an Katharina Kapsamer (Jahresstipendium Bildende Kunst), Kay Walkowiak (Jahresstipendium Fotografie), Bashir Khordahji (Jahresstipendium Darstellende Kunst), Georg Vogel (Jahresstipendium Musik), Isabella Brunäcker (Jahresstipendium Film), Karin Fisslthaler (Jahresstipendium Medienkunst) und Mercedes Spannagel (Jahresstipendium Literatur).

Kultur in der Schule

Christine Schlechter erhielt den Lehrerinnen- und Lehrerpreis für Kulturvermittlung in Schulen, Sarah Kretschmer und Friedrich Rücker wurden mit dem Landespreis für Kulturelle Bildung geehrt. Mehr Infos zu den Preisträgerinnen und Preisträgern unter www.salzburg.gv.at/themen/kultur/kunstpreis 

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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