Wolfsberger AC – FC Red Bull Salzburg 0:3

TORSCHÜTZE: HAALAND (4., 77., 88.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG

Fotos: Red Bull: GEPA Pictures

IN EINEM SPIEL AUF AUGENHÖHE WAREN EFFIZIENZ UND COOLNESS UNSERE GEWINNBRINGER. EIN BEWEIS, DASS ES BEI UNS NICHT IMMER EIN GALAAUFTRITT FÜR EINEN SIEG SEIN MUSS.

SPIELBERICHT

Uff, was ist passiert? Das wird sich der WAC in der Startphase gedacht haben. Wie die Rennpferde kamen wir aus den Startblöcken. Zu viel für den WAC, der schon in der vierten Spielminute in Rückstand geriet. Junuzovic und Minamino kombinierten sich mit einem doppelten Doppelpass durch einen Wald an Wolfsberger Beinen, bis der Ball bei Haaland landete, der diesen mit einem Fersler in den Kasten beförderte.

Fortan sollte sich nicht viel am Spielverlauf ändern. Der WAC stand enorm hoch, was unsere Burschen dazu veranlasste, hohe Bälle in den Rücken der Abwehr zu schlagen und die kantigen Verteidiger in Laufduelle zu zwingen. Aber der rasante Spielverlauf blieb nicht einseitig. Auch der WAC nutzte seine Räume und prüfte durch Schmidtund Liendl unseren Keeper Coronel in höchster Not. Wir hatten es mit einem ebenbürtigen Gegner zu tun, der bereit war, unser Spiel anzunehmen. Zeitweilig hatten die Kärntner mit unseren Mitteln sogar mehr Erfolg. Die Torchancen aufzuzählen, würde auf beiden Seiten den Rahmen sprengen.

Es ging zur Sache. Jesse Marsch war sichtlich not amused. Doch das Wichtigste stimmte zur Pause: der Spielstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ die Präzision etwas nach. Fast so, als wäre das feine Füßchen in der Eiseskälte etwas steif geworden. Raubeinig agierte auch unsere Abwehr, die oft erst im letzten Moment Großchancen wie jene von Liendl verhindern konnte. So sehr das schmerzt: Das Spiel kannte zu diesem Zeitpunkt nur eine Richtung, zum Glück aber keine Erfolgserlebnisse für den WAC.

Dann hatten wir Pech. Hwang wäre wohl allein auf Goalie Kofler zugelaufen, doch der Schiedsrichterassistent entschied fälschlicherweise auf Abseits. Diese Fehlentscheidung sollte eine neue Drangphase unserer Roten Bullen einleiten. Es fiel uns allerdings schwer, die Aktionen mit Power zu Ende zu spielen. Aber wenn schon nicht mit Finesse, dann mit Gewalt. Daka tankte sich auf der linken Seite durch, während Haaland bereits Sollbauer im Sprint abhängte. Der Sambier bediente den Norweger flach, der überwand Kofler hoch (76.). Eine Zwei-Tore-Führung, schmeichelnd wie Parfümtaschentücher. Aber wir waren auch nicht für den Schönheitspreis, sondern für drei Punkte gekommen, für eine klassische Favoritenperformance. Diese manifestierte sich im 3:0 durch EarlJunuzovic spielte einen Diagonalpass, wunderschön wie eine Bach-Symphonie. Daka legte in einer Kopie des ersten Assists erneut auf Haaland quer, der den Ball zum Triplepack über die Linie drückte.

Trotz Schwierigkeiten bewahrten wir ein kühles Köpfchen und zeigten die manchmal vermisste Effizienz, während der WAC zu verschwenderisch mit seinen Chancen umging. Die Klasse vor dem Tor machte heute den Unterschied.

STATEMENT

Max Wöber

Das Ergebnis war deutlicher als die Partie. Der WAC hat es uns schwer gemacht. Hinten haben wir trotz allem die Null gehalten. Vorne haben wir im Konter eiskalt zugeschlagen. So muss es sein. Generell herrschte aber ein sehr hohes Tempo mit sehr hohem Niveau. Das spricht für die Qualität beider Mannschaften.

WECHSEL

Szoboszlai für Koita (56.), Daka für Hwang (68.), Okugawa für Minamino (83.)

GELBE KARTEN

Ramalho (40./Foul), Mwepu (74./Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Stankovic (Oberschenkel), Bernede (Schienbein), Farkas (gesundheitliche Probleme)

Tabelle

WOLFSBERG,AUSTRIA,10.NOV.19 – SOCCER – tipico Bundesliga, WAC Wolfsberg vs Red Bull Salzburg. Image shows Erling Haaland (RBS) and Alexander Kofler (WAC). Photo: GEPA pictures/ Matic Klansek
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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